KOBE, PORT

KOBE AI PORT: Stadt Kobe ersetzt Microsoft Copilot durch Dify

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 09:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kobe setzt auf Dify statt Microsoft Copilot: 60 Prozent nutzen die Plattform, 90 Prozent der Anwender berichten von höherer Effizienz.

Kobe ersetzt Microsoft Copilot durch eigene KI-Plattform
Ein minimalistisches, modernes Bürogebäude in Japan mit hellen Holzmöbeln und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Die Stadt Kobe hat ihren Behördenbetrieb mit einer maßgeschneiderten generativen KI-Lösung modernisiert. Am 10. April 2026 startete die japanische Großstadt den offiziellen Betrieb der Plattform „KOBE AI PORT“, die auf der Software Dify aufbaut.

Wie das IT-Portal itmedia.co.jp in einem Bericht vom 17. September 2026 darlegte, reagierte die Kommunalverwaltung damit gezielt auf gravierende Schwächen und Bedienungshürden, die sich zuvor beim behördlichen Einsatz von Microsoft Copilot gezeigt hatten.

Technische Hürden und Sicherheitsbedenken bei Microsoft Copilot

Der Entschluss zur Einführung von Dify fiel vor dem Hintergrund spezifischer Anforderungen an die öffentliche IT-Infrastruktur. Bei der städtischen Nutzung von Microsoft Copilot führte die Anbindung an das japanische Verwaltungsnetzwerk LGWAN in der Praxis zu erheblichen Verzögerungen: Für jeden einzelnen Zugriff auf den Dienst war der Start eines virtuellen Browsers zwingend vorgeschrieben.

Zudem verlangte das System jedes Mal eine gesonderte Sicherheitsprüfung von Dateien über eine Sandbox-Umgebung, bevor diese verarbeitet werden konnten.

Anzeige

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Verwaltung erfordert eine präzise Abwägung von Nutzen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Dieser kostenlose Leitfaden bietet einen Selbsttest und wertvolle Praxis-Tipps für den verantwortungsvollen KI-Einsatz im öffentlichen Dienst. So nutzen Verwaltungen KI 2026, ohne Rechtsstaatlichkeit zu gefährden

Neben diesen operativen Barrieren schränkte auch die Handhabung schutzbedürftiger Daten den Nutzen von Microsoft Copilot stark ein. Der Stadtverwaltung zufolge war die Eingabe vertraulicher behördlicher Informationen in das System reglementiert. Dadurch blieb der praktische Einsatzbereich für die Beschäftigten eng begrenzt, da viele reguläre Verwaltungsvorgänge sensible Daten beinhalten.

Mit der Plattform „KOBE AI PORT“ implementierte Kobe City Dify, um genau diese Schwachstellen zu beheben und den Mitarbeitern eine praxistauglichere Arbeitsumgebung zur Verfügung zu stellen.

Hohe Nutzungsquote und spürbare Effizienzgewinne in der Praxis

Dass die Umstellung den Bedürfnissen der Behördenmitarbeiter entsprach, belegen die Ergebnisse einer verwaltungsinternen Untersuchung. Im Juni 2026, genau zwei Monate nach dem offiziellen Betriebsbeginn von „KOBE AI PORT“, führte Kobe City eine Umfrage unter den städtischen Beschäftigten durch.

Anzeige

Während neue Technologien die Effizienz steigern, wachsen auch die regulatorischen Anforderungen an die IT-Sicherheit und den Datenschutz. Ein kostenloser Report klärt auf, welche rechtlichen Pflichten und neuen Bedarfe Unternehmer und Verantwortliche jetzt kennen müssen. Neue KI-Gesetze, neue Cyberrisiken: Was kommt wirklich auf Ihr Unternehmen zu?

Die Erhebung zeigte eine rasche Etablierung im Arbeitsalltag: 60 % der Beschäftigten nutzten die generative KI demnach bereits im Alltag für ihre Aufgaben.

Auch der konkrete Arbeitsnutzen fiel deutlich aus. Von den Mitarbeitern, die das System im Alltag verwendeten, empfanden 90 % eine spürbare Effizienzsteigerung bei ihrer Arbeit. Der Schritt der Stadt Kobe verdeutlicht, wie Kommunalverwaltungen durch maßgeschneiderte Plattformarchitekturen wie Dify technische Restriktionen herkömmlicher Lösungen überwinden und generative KI im behördlichen Umfeld verankern können.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70115966 |