Koalitions-Einigung: 17–30 Milliarden Euro Steuersenkungen ab Januar
02.07.2026 - 14:31:32 | boerse-global.de
Das Bündnis will die Wirtschaft ankurbeln, den Arbeitsmarkt modernisieren und die Sozialsysteme stabilisieren. Die Details sollen an diesem Donnerstagvormittag auf einer Pressekonferenz vorgestellt werden.
Entlastung für Millionen Steuerzahler
Ein Kernstück der Einigung ist die Reform der Einkommensteuer. Geplant sind gezielte Entlastungen für Gering- und Mittelverdiener, die zum 1. Januar 2027 in Kraft treten sollen. Das Volumen der Steuersenkungen liegt Schätzungen zufolge zwischen 17 und rund 30 Milliarden Euro.
Die Frage der Gegenfinanzierung war der zäheste Brocken in den Verhandlungen. Zur Debatte standen ein Zuschlag für Spitzenverdiener oder eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Während die SPD höhere Spitzensteuersätze und eine Reform der Erbschaftsteuer ins Spiel brachte, stießen diese Vorschläge bei der Union auf Ablehnung.
Bürokratieabbau und Digitalisierung
Das Paket umfasst rund 30 Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie und zur Beschleunigung der Digitalisierung. Verwaltungsprozesse für Unternehmen und Bürger sollen spürbar einfacher werden. Kanzler Merz zeigte sich nach den Verhandlungen zuversichtlich, dass die Reformen einen „echten Fortschritt" für das Land bedeuten.
Die Koalition hat Steuersenkungen von bis zu 30 Milliarden Euro und 30 Bürokratieabbau-Maßnahmen beschlossen. Wer als Geschäftsführer jetzt die Weichen stellt, sichert sich Wettbewerbsvorteile. Dieser Report zeigt, wie Sie die Reformen konkret nutzen. Jetzt Strategie-Report anfordern
Die Wirtschaft hatte zuvor eindringlich ein umfassendes Maßnahmenpaket gefordert, um den Standort angesichts des globalen Wettbewerbsdrucks zu stärken.
Rente, Arbeitszeit und Pflege
Die Koalition will die Empfehlungen der Rentenreformkommission umsetzen. Berichten zufolge ist ein schrittweiser Übergang zum Rentenalter 70 im Gespräch, der ab 2031 beginnen könnte.
Ein weiterer heißer Diskussionspunkt: die Flexibilisierung der Arbeitszeit. Statt einer täglichen Höchstarbeitszeit soll künftig eine wöchentliche Obergrenze gelten. Das Thema blieb bis zuletzt zwischen den Partnern umstritten.
Die Rentenreformkommission empfiehlt den schrittweisen Übergang zum Rentenalter 70 ab 2031. Für Mittelständler bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die betriebliche Altersvorsorge und Vermögensplanung anzupassen. Unser Leitfaden hilft Ihnen, rechtzeitig zu handeln. Rentenplanungs-Leitfaden sichern
Auch die Finanzierung der Gesundheits- und Pflegeversicherung steht auf der Agenda. Angesichts der demografischen Entwicklung will die Regierung die Kosten stabilisieren.
Die Gesetzesvorhaben sollen noch vor der parlamentarischen Sommerpause auf den Weg gebracht werden. Damit wäre der Fahrplan für die wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen der Legislaturperiode klar abgesteckt.
