Knorpelweiche, Kniescheibe

Knorpelweiche Kniescheibe: Frauen zwischen 30 und 39 besonders häufig betroffen

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 07:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de
HIRA-Daten zeigen häufige Knorpelerweichungen bei 30- bis 39-Jährigen; Fachberichte erläutern Ursachen und Maßnahmen bei Beschwerden nach der Geburt.
Ein heller, minimalistischer Physiotherapieraum mit einem leeren Trainingsboden und natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Gelenkbeschwerden betreffen keineswegs ausschließlich ältere Generationen. Aktuelle medizinische Fach- und Informationsberichte befassen sich vermehrt mit den Ursachen sowie den Behandlungsansätzen bei zwei spezifischen Betroffenengruppen: jüngeren Erwachsenen mit Knorpelweiche der Kniescheibe und Frauen mit Beschwerden in der postpartalen Phase.

Knorpelweiche der Kniescheibe trifft oft Personen im erwerbsfähigen Alter

Statistiken des koreanischen Gesundheitsversicherungsinstituts HIRA aus dem Jahr 2025 verdeutlichen, dass Knorpelerweichungen der Kniescheibe besonders häufig bei Personen im Alter von 30 bis 39 Jahren diagnostiziert werden.

Bei den Männern entfielen in dieser Altersgruppe 6.380 Fälle auf die Dreißigjährigen, gefolgt von 6.143 Fällen bei den Zwanzigjährigen und 5.488 Betroffenen in ihren Vierzigern. Bei den Frauen verzeichnete die Statistik in der Gruppe der 30- bis 39-Jährigen 7.977 Fälle, gefolgt von 7.836 Fällen bei den 40- bis 49-Jährigen und 7.525 Fällen in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen.

Sofern kein Trauma vorliegt, gelten Fehlstellungen und Bewegungsstörungen der Kniescheibe, Schwächen oder Dysbalancen der Oberschenkelmuskulatur sowie plötzliche Steigerungen des Trainingsumfangs oder der Trainingsintensität als Auslöser.

Auch eine Gewichtszunahme kann das Auftreten begünstigen. Die Symptome äußern sich typischerweise in dumpfen, steifen Schmerzen im vorderen Kniebereich, insbesondere nach längerem Sitzen mit gebeugten Knien – etwa im Auto, Flugzeug oder Kino –, beim Aufstehen, Treppensteigen und in der Hocke.

Gelegentlich treten Knirschen und Schwellungen auf. Die Diagnose stützt sich auf Anamnese, körperliche Untersuchungen sowie Röntgenaufnahmen zur Überprüfung der Ausrichtung und degenerativer Veränderungen, fallweise ergänzt durch eine Magnetresonanztomografie.

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Kim Young-jun, Orthopäde und Zentrumsleiter der Internationalen Klinik am Daedong-Krankenhaus, unterstrich in diesem Zusammenhang, dass Gelenkschmerz keine bloße Alterserscheinung darstelle. Bei wiederkehrenden Schmerzen oder Einschränkungen im Alltag sollte eine orthopädische Abklärung erfolgen. Zudem sei es ratsam, die Gelenkgesundheit frühzeitig durch Bewegung, Gewichtskontrolle und einen angepassten Lebensstil zu unterstützen.

Gelenkbeschwerden in der postpartalen Phase

Einen weiteren Schwerpunkt der Berichterstattung bilden Gelenkbeschwerden nach Entbindungen. Im Bereich der traditionellen koreanischen Medizin wird dieses Phänomen als Sanhupung bezeichnet, was Gelenkschmerzen, Kältegefühle oder Taubheit nach einer Geburt oder Fehlgeburt umfasst.

Diese Beschwerden treten häufig an Handgelenken, Knien, Fußgelenken oder am gesamten Körper auf und gehen mit Muskelschmerzen, Erschöpfung, Schwitzen und Schwindel einher.

Nach Angaben des Gwangmyeong Gadeuk Koreanischen Medizinhospitals lockert das in der Schwangerschaft vermehrt ausgeschüttete Hormon Relaxin die Gelenke. Nach der Entbindung führe die Dauerbelastung durch Stillen, Tragen, Hausarbeit und Schlafmangel zu anhaltenden Beschwerden.

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Unter Verweis auf eine Leitlinie der Koreanischen Gesellschaft für Koreanische Geburtshilfe und Gynäkologie aus dem Jahr 2024 raten Fachleute dazu, warmes Wasser zu nutzen, Handgelenke und Knie warmzuhalten, Zugluft durch Klimaanlagen zu vermeiden und Stillkissen zur Entlastung einzusetzen.

Berichte aus der traditionellen chinesischen Medizin beschreiben postpartale Gelenkschmerzen vor allem durch einen Mangel an Qi und Blut in Kombination mit dem Eindringen von Kälte, Wind und Feuchtigkeit. Die Symptome beginnen meist ein bis zwei Monate nach der Entbindung, wobei ein Zeitfenster von sechs bis acht Wochen nach der Geburt als besonders wichtig gilt.

Als nichtmedikamentöse Maßnahmen werden neben Akupunktur, Moxibustion, Massagen und Infrarotanwendungen auch Wärmekompressen beschrieben. Zudem werden eine Raumtemperatur von 22 bis 24 Grad Celsius sowie moderate körperliche Bewegung von 15 bis 30 Minuten empfohlen.

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