Knock-App: Tippen aufs iPhone entsperrt den Mac sofort
19.06.2026 - 06:35:26 | boerse-global.de
Die neue App „Knock" macht Schluss mit lästigen Passworteingaben. Wer zu seinem MacBook zurückkehrt, tippt einfach zweimal auf das iPhone-Display – schon gibt der Rechner den Zugriff frei. Entwickelt wurde die Lösung von Knock Software, veröffentlicht am heutigen Freitag.
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So funktioniert die Technik
Die Verbindung zwischen iPhone und Mac läuft über Bluetooth 4.0. Entscheidend: Das iPhone kann dabei im gesperrten Zustand bleiben. Das System erkennt die Klopfbewegung und sendet ein Freigabesignal an den Computer. Voraussetzung ist lediglich, dass sich beide Geräte in unmittelbarer Nähe zueinander befinden.
Die App richtet sich vor allem an Nutzer, die häufig zwischen Arbeitsplatz und Besprechungen wechseln. Statt jedes Mal das Passwort einzutippen, genügt ein kurzer Griff zum Smartphone.
Welche Geräte unterstützt werden
Auf der Apple-Seite sind die Anforderungen überschaubar. Das iPhone muss mindestens ein 4S oder neuer sein, das Betriebssystem iOS 7 oder höher. Beim Mac ist OS X Mavericks oder OS X 10.8 nötig.
Die Hardware-Kompatibilität im Überblick:
- MacBook Pro: ab Baujahr 2012
- MacBook Air: ab Baujahr 2011
- Mac Mini: ab Baujahr 2011
- iMac: ab Baujahr 2012
- Mac Pro: ab Baujahr 2013
Preis und Einschränkungen
Die Mac-Software ist kostenlos. Für die iPhone-App werden 3,99 Euro fällig. Eine kuriose Einschränkung gibt es für die erste Version: Die Systemtastatur des Macs muss auf Englisch eingestellt sein. Ob das in späteren Updates behoben wird, bleibt abzuwarten.
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Apples aktuelles Update-Programm
Der Launch von Knock fällt in eine bewegte Woche für Apple-Nutzer. Erst am Dienstag veröffentlichte der Konzern macOS Tahoe 26.5 – ein Update, das unter anderem einen automatischen Start beim Anschließen des Netzteils einführt. Einen Tag später folgte die aktualisierte Entwickler-Beta von macOS 27 Golden Gate, die nur noch Apple-Silicon-Prozessoren unterstützt.
Trend zu berührungsloser Sicherheit
Knock ist kein Einzelfall. Der Markt für Näherungslösungen boomt. Der US-Hersteller Schlage kündigte für den 29. Juni ein Smart-Schloss an, das per Ultrabreitband (UWB) hands-free über Apple Home entsperrt wird. Die Technologie verfolgt dasselbe Ziel wie Knock: den Nutzer von manuellen Sicherheitseingaben zu befreien.
Auf Systemebene arbeitet Apple parallel an „Sentinel" – einer Anti-Diebstahl-Engine, die verdächtige Bewegungsmuster und fehlgeschlagene Passcode-Versuche erkennt. Während Knock den Zugang erleichtert, soll Sentinel die Daten schützen, falls das Gerät in falsche Hände gerät.
