Knochendichte, Frauen

Knochendichte: Frauen ab 65 und Männer ab 70 sollten DXA besprechen

Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 16:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die DXA-Messung bestimmt die Knochendichte mit geringer Strahlenbelastung; T-Werte helfen, Osteopenie und Osteoporose einzuordnen.
Ein heller, steriler Behandlungsraum mit einer leeren Untersuchungsliege vor einer neutralen Wand. Illustration mit AI erstellt.

In der Diagnostik von Knochenerkrankungen gilt der sogenannte DXA-Scan als unangefochtener Goldstandard. Bei diesem Verfahren der Dual-Röntgen-Absorptiometrie werden zwei unterschiedliche Röntgenenergien genutzt, um den Mineralsalzgehalt der Knochen präzise an der Lendenwirbelsäule und an der Hüfte zu bestimmen.

Ein wesentlicher Vorteil der Methode ist die geringe Strahlenexposition: Die Belastung beträgt lediglich etwa ein Zehntel einer herkömmlichen Thorax-Röntgenaufnahme. Als Resultat liefert die Messung standardisierte Kennzahlen, darunter den T-Wert und den Z-Wert.

Skala und Interpretation des T-Werts

Der ermittelte T-Wert bildet die entscheidende Grundlage für die Einordnung der Knochengesundheit. Ein Wert ab minus 1,0 gilt als Normalbefund. Liegt das Ergebnis im Bereich zwischen minus 1,0 und minus 2,5, sprechen Mediziner von Osteopenie, einer Vorstufe des Knochenschwunds. Ein Wert ab minus 2,5 kennzeichnet das Vorliegen einer manifesten Osteoporose.

Bereits eine Verringerung der Knochendichte um eine Standardabweichung steigert das Risiko für Knochenbrüche um das 1,5- bis 3-Fache. DXA-Befunde lassen sich jedoch nicht isoliert betrachten; aussagekräftig sind sie erst in Kombination mit dem Alter, dem Geschlecht, der individuellen Frakturhistorie und der aktuellen Medikation der untersuchten Person. Die Messung selbst verläuft nichtinvasiv, schmerzlos und nimmt etwa 15 Minuten in Anspruch.

Risikogruppen und klinische Warnsignale

Ein Gespräch über eine Knochendichtemessung per DXA wird Frauen ab 65 Jahren sowie Männern ab 70 Jahren empfohlen. Dasselbe gilt für Personen, die nach dem 50. Lebensjahr eine Fraktur erlitten haben. Laut der International Osteoporosis Foundation (IOF) sind weltweit rund 500 Millionen Menschen von Osteoporose betroffen, von denen ein erheblicher Teil undiagnostiziert bleibt.

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Da die Erkrankung meist ohne anfängliche Symptome fortschreitet, bildet häufig erst eine Fraktur den ersten Hinweis. Mögliche Warnzeichen sind ein Größenverlust von circa drei Zentimetern oder mehr, eine zunehmende Rückwölbung, anhaltende Rückenschmerzen sowie Brüche, die bereits nach leichten Stößen auftreten.

Zu den primären Risikogruppen zählen ältere Menschen und Frauen nach der Menopause. Verstärkt wird das Risiko durch familiäre Veranlagung, eine langfristige Behandlung mit Kortikoiden, körperliche Inaktivität, Rauchen sowie eine mangelnde Zufuhr von Kalzium und Vitamin D.

Häufige Bruchstellen und methodische Alternativen

Zu den am stärksten betroffenen Skelettregionen gehören Wirbelsäule, Hüfte und Handgelenk. Insbesondere Hüft- und Schenkelhalsfrakturen beeinträchtigen im höheren Alter die Selbstständigkeit und die Lebenserwartung drastisch: Nach einer Schenkelhalsfraktur verstirbt etwa ein Drittel der Betroffenen innerhalb eines Jahres, ein Drittel bleibt dauerhaft auf Unterstützung angewiesen, und lediglich ein Drittel heilt ohne bleibende Folgen aus.

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Andere diagnostische Verfahren stoßen gegenüber der DXA-Messung an Grenzen. Die quantitative Computertomographie (QCT) erfasst zwar die volumetrische Knochendichte in Milligramm pro Kubikzentimeter und unterscheidet präzise zwischen kortikalem und spongiösem Knochen, ist jedoch mit höherer Strahlenbelastung und höheren Kosten verbunden.

Der Ultraschall – etwa an Ferse, Schienbein oder Fingern – arbeitet zwar strahlungsfrei und mobil, liefert jedoch weniger präzise Daten und eignet sich daher nicht für eine abschließende Diagnosestellung.

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