Knochenbruch-Prävention, Calcium

Knochenbruch-Prävention: Calcium und Vitamin D senken Risiko um 16%

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 17:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Metaanalyse zeigt geringere Risikoreduktion für Knochenbrüche durch Supplemente als erwartet.

Calcium und Vitamin D: Neue Studie zur Frakturprävention
Eine ältere Person führt in einem hellen Wohnzimmer gezielte Übungen vor einem Tablet zur Sturzprävention aus. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Calcium und Vitamin D senken das Risiko für Knochenbrüche – aber nicht so stark wie gedacht. Eine kanadische Metaanalyse zeigt: Die Kombination beider Präparate reduziert Hüftfrakturen um 16 Prozent. Das klingt viel, die absolute Risikoreduktion liegt jedoch bei nur 0,3 Prozent.

Die Osteoporose-Expertin Dr. Friederike Thomasius bestätigt die Ergebnisse. Demnach sinkt auch das Risiko für andere Brüche um 9 Prozent im Vergleich zu Placebo. Auf Deutschland bezogen sind das trotzdem relevante Zahlen: Jährlich erleiden 130.000 bis 160.000 Menschen eine Hüftfraktur. Die möglichen Einsparungen bei Behandlungskosten liegen zwischen 7,8 und 9,6 Millionen Euro pro Jahr.

Die aktuelle Osteoporose-Leitlinie empfiehlt die Supplementierung weiterhin – besonders für Risikopatienten.

Sturzprophylaxe wird digital

Doch Pillen allein reichen nicht. Auf der 6. Tagung der Bundesinitiative Sturzprävention in Kassel diskutierten über 100 Fachleute über moderne Trainingsmethoden. Im Fokus: spezialisierte Übungen für Patienten mit Osteoporose, Parkinson oder Multipler Sklerose.

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Neben der Nährstoffversorgung ist gezielte Bewegung der wichtigste Faktor für stabile Knochen und Gelenke. Wie Sie mit minimalem Zeitaufwand effektiv vorsorgen, zeigt dieser Ratgeber eines renommierten Orthopäden. 17 einfache Übungen zur Beschwerdelinderung jetzt kostenlos herunterladen

Drei Ansätze stechen hervor:

  • Perturbationstraining: Gezielte Ausgleichsbewegungen für bessere Standfestigkeit
  • Kognitiv-motorisches Training: Bewegung kombiniert mit Denkaufgaben
  • Reboundtraining: Spezielle Übungen für neurologische Erkrankungen

Die Experten betonen: Regelmäßigkeit ist entscheidend. Eine Studie von Banville et al. (2024) zeigt, dass kontinuierliches Üben die Aufmerksamkeit im Alter stärker beeinflusst als reiner Umfang oder biologisches Alter.

Hybridmodelle für den Alltag

Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschäftigte sich am 17. Juli mit mehreren Forschungsprojekten zur digitalen Prävention. Das Projekt „ReduRisk“ erkennt Sturzrisiken bei älteren Krankenhauspatienten. Das Modell „SOG“ verbessert die orthogeriatrische Versorgung nach Gelenkersatz-OPs bei über 70-Jährigen.

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Da Muskelabbau das Sturzrisiko massiv erhöht, ist ein sicheres Training für zu Hause besonders für Menschen ab 60 Jahren eine sinnvolle Ergänzung zur digitalen Vorsorge. Ein erfahrener Physiotherapeut hat hierfür einen speziellen Plan entwickelt, der Stabilität und Alltagssicherheit zurückgibt. Kostenlosen Trainingsplan für mehr Kraft und Sicherheit sichern

Anbieter wie der Passauer Wolf in Bad Griesbach setzen auf hybride Konzepte: Eine intensive Startphase, gefolgt von einer per App begleiteten Trainingsphase. So lassen sich Übungen aus der Klinik in den Alltag integrieren.

Auch regionale Initiativen zeigen Wirkung. Im Vogelsbergkreis startet im September eine Aktion: Teilnehmer ab 45 Jahren sollen 30 Tage lang täglich mindestens einen Kilometer laufen. Schon Wochen vor dem Start gibt es 600 Anmeldungen – ein Zeichen für das wachsende Interesse an niederschwelligen Angeboten.

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