Kniearthrose: Akupunktur an Ququan und Xiguan kombiniert mit Tuina
Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 01:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deFachquellen und therapeutische Berichte beschreiben den kombinierten Einsatz von Akupunktur, manuellen Verfahren wie Tuina und pflanzlichen Anwendungen zur Linderung von Beschwerden bei Kniegelenksarthrose. Im Zentrum dieser ganzheitlichen Therapiekonzepte steht häufig die Akupunktur an spezifischen Reizpunkten wie Ququan und Xiguan, kombiniert mit weiteren traditionellen und manuellen Interventionen.
Schmerzmechanismen und gezielte Akupunktur
Wie aus Berichten hervorgeht, wird der Schmerz bei Kniegelenksarthrose primär nicht durch den Knorpel- und Meniskusabrieb selbst ausgelöst, sondern durch Entzündungen der Gelenkkapsel und des angrenzenden Gewebes. Vor diesem Hintergrund zielt die Nadelung darauf ab, Entzündungsprozesse zu beruhigen, tiefe Muskelspannungen zu lockern und die lokale Durchblutung zu fördern.
Neben Ququan und Xiguan werden in der Praxis vor allem Punkte wie Heding, das innere und das äußere Xiyan sowie Zusanli stimuliert. Ergänzend kann Ohrakupressur angewendet werden: Hierbei erfolgt das Drücken täglich 4–5-mal für jeweils 2–3 Minuten, wobei das Pflaster alle 5–7 Tage gewechselt wird. Bei schweren Verläufen wird auf die Notwendigkeit einer zusätzlichen medikamentösen Versorgung verwiesen.
Manuelle Therapie und osteopathische Integration
Kombiniert wird die Akupunktur häufig mit manuellen Behandlungsmethoden. Ein strukturierter Therapieplan sieht manuelle Einheiten von etwa 20 Minuten vor, die zweimal wöchentlich über einen dreiwöchigen Behandlungszyklus durchgeführt werden.
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Darüber hinaus findet die Osteopathie Erwähnung, um die gesamte Bewegungsverkettung von Becken, Hüfte und Sprunggelenk aufeinander abzustimmen. Dies soll Knochenverdrehungen sowie Faszienverklebungen lösen. Besondere Beachtung gilt dabei Fehlstatiken wie einer X-Bein-Tendenz, um Fehlbelastungen im Kniegelenk zu reduzieren.
Diagnostik, Bewegung und äußere Anwendungen
Die Diagnostik erfolgt gemäß Leitlinien der Chinesischen Gesellschaft für Orthopädie aus dem Jahr 2007. Radiologisch wird der Schweregrad nach der Kellgren-Lawrence-Klassifikation in fünf Stufen von 0 bis IV unterteilt.
Als aktive Komponente umfasst der strukturierte Behandlungsplan isometrische Kontraktionen des Musculus quadriceps. Diese Übungen werden täglich 3–5-mal über eine Dauer von je 15–20 Minuten durchgeführt, um die gelenkführende Muskulatur zu kräftigen. Ergänzend sieht das Vorgehen Räucher- und Waschtherapien vor, die täglich morgens und abends angewendet werden, verteilt auf 10 Dosen pro Behandlungskurs.
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Heilkräuter zur inneren und äußeren Unterstützung
Die pflanzliche Begleittherapie nutzt spezifische Arzneipflanzen. Chuan Niu Xi wird eine blutbewegende und leitbahnöffnende Wirkung zugeschrieben, die insbesondere bei Gelenkschmerzen und Steifheit in Knien und Beinen eingesetzt wird.
Die dIese liegt bei 5–10 g täglich als etwa zwanzigminütige Abkochung. Kontraindiziert ist die Einnahme während einer Schwangerschaft, bei starker Regelblutung sowie dünnem Stuhl; eine Abstimmung ist bei gleichzeitiger Anwendung gerinnungshemmender Arzneimittel geboten.
Ein weiteres Mittel ist Xu Duan, das Leber und Niere stärken sowie bei Rücken- und Knieschmerzen, steifen Gelenken und der Sehnen- und Knochenheilung unterstützen soll. Die Dosierung beträgt 6–15 g täglich als Abkochung bei einer Kochzeit von circa 20 Minuten. Selten können Hautreaktionen auftreten. Das Mittel darf nicht bei Yin-Mangel mit Hitze eingenommen werden; während einer Schwangerschaft ist eine vorherige Rücksprache erforderlich.
