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Kling AI: Chinesische Giganten investieren 2,8 Milliarden Euro

Veröffentlicht: 04.07.2026 um 14:16 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Tencent, Alibaba und Baidu investieren gemeinsam 2,8 Milliarden Euro in die Video-KI Kling AI von Kuaishou.

Kuaishou-KI Kling AI: 18 Mrd. Euro Bewertung nach Mega-Finanzierung
Stilisiertes 'AI'-Symbol leuchtet auf dunklem Hintergrund mit chinesischen Schriftzeichen und Netzlinien, die digitale Finanzen andeuten. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein seltenes Bündnis der größten chinesischen Internetkonzerne beschert der KI-Tochter Kling AI eine Rekordfinanzierung. Der Text-zu-Video-Spezialist, eine Ausgründung des Kurzvideo-Riesen Kuaishou, sammelte in einer am 2. Juli abgeschlossenen Finanzierungsrunde umgerechnet rund 2,8 Milliarden Euro ein. Die Bewertung nach der Kapitalerhöhung liegt bei stolzen 18 Milliarden Euro.

Chinesische Internet-Schwergewichte steigen ein

An der Runde beteiligten sich neben Tencent, Alibaba und Baidu auch Investoren wie BlueFive Capital, CPE, Guofang Capital, CITIC Securities und der Zhongguancun Science City Fund. Allein Tencent soll umgerechnet rund 200 Millionen Euro beigesteuert haben. Branchenbeobachter werten die gemeinsame Beteiligung als ungewöhnlich: Dass sich die drei größten Internetplattformen Chinas an einem Produkt beteiligen, das auf der Plattform eines Konkurrenten läuft, ist bislang die Ausnahme.

Durch den Deal verwässert sich der Anteil von Kuaishou an der Tochter auf rund 68,33 Prozent. Alibaba, Tencent und Baidu halten nun Minderheitsbeteiligungen von etwa 1,11, 1,12 und 0,28 Prozent.

Umsatz explodiert – Vierfaches Wachstum

Kling AI startete im Juni 2024 und hat sich seitdem rasant entwickelt. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete die Einheit umgerechnet rund 96 Millionen Euro Umsatz – eine Vervierfachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im März 2026 lag die annualisierte Umsatzrate bereits bei umgerechnet rund 500 Millionen Euro.

Mehr als 60 Millionen Kreative nutzen die Plattform mittlerweile. Im Wettbewerb mit internationalen Anbietern und dem heimischen Rivalen Seedance von ByteDance – dessen annualisierte Umsatzrate bei umgerechnet rund zwei Milliarden Euro liegt – hat Kling AI damit einen beachtlichen Marktanteil erobert. Die Finanzierung kommt zudem zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt: Berichten zufolge stellte OpenAI im April 2026 seine Verbraucheranwendung Sora ein.

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Börsengang in Hongkong geplant

Die Kapitalspritze ist Teil eines größeren Plans: Kuaishou will Kling AI als eigenständiges Unternehmen ausgliedern und an die Börse bringen. Ein Börsengang in Hongkong wird innerhalb der nächsten zwölf Monate oder bis Mitte 2027 erwartet.

Eine mit der Finanzierung verbundene „Wettvereinbarung“ sieht vor, dass das Unternehmen den IPO bis zum 30. Oktober 2031 abschließen muss. Andernfalls greift eine Rückkaufklausel mit einer jährlichen Verzinsung von acht Prozent für die Investoren. Cheng Yixiao soll die Tochtergesellschaft in die Unabhängigkeit führen.

Die Nachricht von der Finanzierung ließ die Aktie von Kuaishou Technology am 3. Juli zunächst um bis zu 6,9 Prozent steigen, bevor sie den Handelstag leicht im Minus beendete.

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