Klimabonus-Masche: Gefälschte E-Mails versprechen bis zu 400 Euro
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 22:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Landeskriminalamt Oberösterreich warnt vor einer aktuellen Betrugswelle im Zusammenhang mit dem Klimabonus. Wie Klaus Allerstorfer vom Landeskriminalamt Oberösterreich laut einem Bericht von orf.at vom 12. Oktober 2026 mitteilte, versenden Kriminelle im Herbst 2026 massenhaft gefälschte Benachrichtigungen, um an sensible Daten und das Geld von Bürgern zu gelangen. Die Ermittler mahnen zur erhöhten Wachsamkeit vor der Masche.
Perfide Täuschung mit angeblicher Auszahlung
Die Täter setzen bei ihrem Vorgehen auf ein vertrautes Thema. In den Schreiben behaupten sie, dass für den jeweiligen Hauptwohnsitz in Österreich bislang noch kein Antrag auf den Klimabonus 2026 eingegangen sei. Den Empfängern wird vorgespiegelt, es handle sich um eine direkte Rückerstattung aus den Einnahmen der CO2-Bepreisung.
Um den Anschein von Legitimität zu erwecken, nennen die Kriminellen konkrete Summen: In den betrügerischen Nachrichten wird ein Auszahlungsbetrag zwischen 145 und 400 Euro in Aussicht gestellt. Die Höhe richte sich angeblich nach der jeweiligen Wohngemeinde sowie der Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Für Personen unter 18 Jahren werde zudem die halbe Regionalstufe versprochen. Häufig lasse sich der Betrug jedoch bereits an der Absenderadresse der elektronischen Post erkennen, wie krone.at am 12. Oktober 2026 berichtete.
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Link führt zu gefälschter Probeüberweisung
Die Masche zielt auf einen direkten Kontozugriff ab. Betroffene werden in den E-Mails aufgefordert, einem bereitgestellten Link zu folgen und dort persönliche Kontoinformationen preiszugeben. Im Anschluss daran verlangen die Angreifer die Freigabe einer sogenannten Probeüberweisung.
Die daraus resultierenden Schäden sind beträchtlich. Nach Angaben des Landeskriminalamts Oberösterreich reichen die erbeuteten Geldbeträge von kleineren Summen bis hin zu fünfstelligen Beträgen. Wie viele Personen bislang zu Schaden gekommen sind und welche Gesamtsumme die Kriminellen erbeutet haben, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.
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Behörde rät zum sofortigen Löschen
Das Landeskriminalamt Oberösterreich weist darauf hin, dass der staatliche Klimabonus in Österreich bereits im Vorjahr eingestellt wurde. Schon aus diesem Grund entbehrt jede Benachrichtigung über angebliche Neuzahlungen im Jahr 2026 jeglicher Grundlage.
Die Kriminalpolizei rät dringend dazu, eingehende Textnachrichten oder E-Mails, die sich auf den Klimabonus beziehen, keinesfalls zu beantworten und sofort zu löschen. Links in derartigen Mitteilungen sollten keinesfalls geöffnet werden.
