Klimaanlage: Heizen für 80 Prozent der Gasheizungskosten
Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 21:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ob Klimaanlage, Heißluftfritteuse oder Photovoltaik-Anlage – die Kosten für Energie im eigenen Zuhause steigen und sinken je nach Gerät und Nutzung. Aktuelle Tests und Marktbeobachtungen zeigen, wo sich Sparen lohnt und wo neue Kosten drohen.
Klimaanlagen: Heizen für 80 Prozent des Gas-Preises
Ein Test von elf Split-Klimageräten im Juni 2026 zeigt: Gute Modelle kühlen nicht nur, sie heizen auch effizient. Spezialisierte Geräte erzeugen Heizkosten, die im Schnitt nur etwa 80 Prozent einer Gasheizung betragen. Ein Preistipp unter den getesteten Modellen spart Nutzern rund 180 Euro pro Jahr bei den Heizkosten.
Ventilatoren: Bestnote, aber auch Sicherheitsmängel
Bei Ventilatoren klaffen Qualität und Preis weit auseinander. Eine Untersuchung von 31 Modellen im Frühsommer 2026 vergab erstmals die Note „sehr gut" – fünf Geräte fielen jedoch wegen Sicherheitsmängeln durch. Wer jetzt kaufen will, sollte genau hinschauen: Die Preise in diesem Segment stiegen teilweise um bis zu 400 Prozent.
Küche: Wasserkocher mit Isolierung, Vorsicht bei Fritteusen-Zubehör
Wer beim Wasserkocher Energie sparen will, setzt auf Modelle mit guter Isolierung, Abschaltautomatik und Temperaturwahl. Hersteller wie Bosch, Philips oder Severin gelten hier als effiziente Anbieter.
Anders sieht es bei speziellem Zubehör für Heißluftfritteusen aus: Ein Marktcheck im Juli 2026 ergab, dass viele beworbene Lebensmittel wie bestimmte Kartoffelsorten oder Backzutaten teurer sind als Standardprodukte – bei teilweise geringerer Füllmenge. Dabei besitzt bereits jeder zweite Haushalt (42 Prozent) eine Heißluftfritteuse.
Wer seine Heizkosten senken will, sollte einen Blick auf moderne Klimaanlagen werfen: Gute Modelle heizen für nur 80 Prozent der Gaskosten – das spart im Schnitt 180 Euro pro Jahr. Unser Ratgeber zeigt, worauf Sie beim Kauf achten müssen und wie Sie mit einfachen Checklisten Ihren Energieverbrauch senken. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Auch bei Wassersprudlern gibt es Neues: Ein Test im August 2026 kürte ein Modell von WMF zum Testsieger. Es überzeugt mit stabiler Kohlensäurekonzentration und hochwertiger Verarbeitung – der Zylinderwechsel ist allerdings umständlich.
Mähroboter: Günstig im Betrieb, teuer in der Anschaffung
Mähroboter kosten zwischen 400 und über 3.000 Euro – die laufenden Kosten sind dagegen überschaubar. Für 300 bis 600 Quadratmeter Fläche fallen jährlich nur 10 bis 25 Euro Stromkosten an. Inklusive Wartung und Verschleißteilen ergibt das etwa 0,44 Euro pro Quadratmeter und Jahr bei sechs Jahren Nutzung.
Photovoltaik: Neue Gebühr ab 2029 geplant
Besitzer von Solaranlagen müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Die Bundesnetzagentur plant ab 2029 einen Grundpreisaufschlag für sogenannte Prosumer. Der Zuschlag liegt zwischen 70 und 90 Prozent des jährlichen Grundpreises – je nach Anbieter bedeutet das 105 bis 135 Euro Mehrkosten pro Jahr. Ab April 2028 soll die Gebühr auf den Stromrechnungen erscheinen. Balkonkraftwerke bleiben ausgenommen.
Zählerstand dokumentieren schützt vor Abrechnungsfehlern
Auch Photovoltaik-Besitzer müssen sich auf neue Kosten einstellen: Die Bundesnetzagentur plant ab 2029 einen Grundpreisaufschlag für Prosumer – das kann jährlich 105 bis 135 Euro Mehrkosten bedeuten. Unser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die geplanten Änderungen und zeigt, wie Sie sich rechtzeitig vorbereiten. Überblick zu neuen PV-Kosten sichern
Vor längeren Abwesenheiten empfehlen Verbraucherschützer, den Grundverbrauch zu senken: Kühlgeräte abtauen, Stand-by vermeiden und die Heizungspumpe auf Sommerbetrieb umstellen.
Wer den Zählerstand vor und nach dem Urlaub fotografiert, sichert sich gegen fehlerhafte Abrechnungen ab. Wichtig: Vorsicht vor Trickbetrügern, die sich als Stromzählerableser ausgeben. In Berlin konnte ein solcher Übergriff kürzlich nur durch das Eingreifen von Angehörigen verhindert werden.
