Klebefaden-Trick: Polizei Hamburg und Berlin warnen vor Einbrechern
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 07:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kriminelle setzen bei der Vorbereitung von Straftaten verstärkt auf eine Kombination aus digitaler Täuschung und physischer Auskundschaftung. Betrüger nutzen Methoden wie Phishing und gezielte soziale Manipulation, um an persönliche Daten sowie an präzise Informationen über die Abwesenheit von Haus- und Wohnungsbewohnern zu gelangen. Gleichzeitig verzeichnen Sicherheitsbehörden vermehrt Versuche, das Verlassen von Wohnungen direkt vor Ort unbemerkt zu kontrollieren.
Polizei Hamburg und Berlin warnen vor Manipulationsspuren
Vor diesem Hintergrund warnt die Polizei Hamburg vor dem sogenannten Klebefaden-Trick. Bei dieser Vorgehensweise bringen Einbrecher feine Fäden zwischen Türzarge und Türblatt an.
Bleibt der Faden über einen längeren Zeitraum unversehrt, dient dies den Tätern als Signal, dass die Bewohner nicht anwesend sind und die Tür nicht geöffnet wurde. Nach Angaben der Hamburger Behörde gab es mit dem Klebefolientrick bereits einen ähnlichen Vorgänger dieser Masche, bei dem Kriminelle teils auch mit Plastikstreifen arbeiteten.
Auch der Polizei Berlin ist der Klebefaden-Trick bekannt. Die Methode reiht sich in ein ganzes Spektrum unauffälliger Kontrollmechanismen ein, mit denen potenzielle Zielobjekte vor einer Tat systematisch beobachtet werden.
Wer sich gegen die wachsende Gefahr durch soziale Manipulation und Datenklau schützen möchte, sollte auch die Sicherheit seiner digitalen Begleiter im Blick behalten. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen fünf einfache Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Smartphone effektiv vor Fremdzugriffen absichern. 5 Schutzmaßnahmen für Ihr Smartphone jetzt entdecken
Typische Indikatoren für Kontrollen an Wohngebäuden
Nach Angaben der Polizei nutzen Täter neben gespannten Fäden weitere physische Hinweise, um zu prüfen, ob Wohnungen bewohnt oder deren Eigentümer verreist sind. Dazu zählen beispielsweise kleine Stöckchen oder Steine, die unauffällig auf den Eingangsstufen platziert werden. Wird ein solcher Gegenstand über Tage hinweg nicht bewegt oder beiseitegeschoben, werten Täter dies als Hinweis auf eine längere Abwesenheit.
Ebenso achten Einbrecher auf klassische Anzeichen im Wohnumfeld:
* Überquellende Briefkästen, aus denen Zeitungen und Briefe herausragen
* Dauerhaft leere Mülltonnen, die an Abfuhrtagen nicht an die Straße gestellt werden
* Ungewöhnliche Ablagerungen oder kleine Fremdkörper an Türen und Schlössern
Steigende Einbruchszahlen mit Beginn der dunklen Jahreszeit
Die Warnungen der Sicherheitsbehörden erfolgen vor dem Hintergrund saisonaler Entwicklungen. Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit steigt nach Einschätzung der Polizei die Zahl der Wohnungseinbrüche erfahrungsgemäß deutlich an. Die frühe Dämmerung erleichtert es Tätern, unbemerkt an Gebäude heranzutreten und festzustellen, ob Wohnungen beleuchtet sind.
Neben dem Schutz der eigenen vier Wände wird die Sicherheit digitaler Konten oft unterschätzt, obwohl Kriminelle hier immer häufiger Schwachstellen ausnutzen. Erfahren Sie in diesem Experten-Report, wie Sie mit einer neuen Methode Passwörter überflüssig machen und Ihre Konten bei Amazon, WhatsApp und Co. maximal absichern. Kostenlosen Report zur passwortlosen Sicherheit anfordern
Um das Risiko von Einbrüchen zu minimieren, sprechen die Behörden konkrete Handlungsempfehlungen aus. Bewohner sollten die Haustür bei jedem Verlassen grundsätzlich abschließen und sich nicht darauf verlassen, sie lediglich ins Schloss fallen zu lassen. Nachts sollten Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren geschlossen gehalten werden, da gekippte Fenster für erfahrene Täter kein nennenswertes Hindernis darstellen.
Zudem warnt die Polizei davor, Ersatzschlüssel im Außenbereich wie unter Fußmatten, in Blumentöpfen oder an anderen Verstecken zu deponieren. Sollte ein Schlüssel abhandengekommen sein, sei der sofortige Austausch der Schlösser ratsam. Bei verdächtigen Beobachtungen im Wohnumfeld oder Manipulationen an Türen sollten Anwohner umgehend die Polizei verständigen.
Mehr zum Thema bei t-online: „Einbruch durch Klebefaden-Trick: Polizei warnt vor neuer Masche“
