Kinderernährung: BEKI-Zertifikat würdigt strukturierte Konzepte
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 00:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Immer mehr Einrichtungen setzen auf Zertifikate, Quartiersprojekte und praktische Bildungsangebote.
Zertifikate als Qualitätssiegel
Die Caritas-Krippe „Antons Zwergenland“ in Mannheim hat am 10. Juli das BEKI-Zertifikat für gesunde Kinderernährung erhalten. Eine Vertreterin des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis übergab die Auszeichnung. Sie würdigt Einrichtungen mit einem strukturierten Ernährungskonzept.
Auch ökologische Konzepte werden zertifiziert. Die Kindertagesstätte „Die Rübe“ in Lüneburg-Oedeme ist seit dem 26. Juni die erste Naturpark-Kita der Region. Das Zertifikat gilt fünf Jahre und bescheinigt der Einrichtung mit 45 Kindern eine enge Verknüpfung von Naturpädagogik und frühkindlicher Bildung.
International gibt es ähnliche Erfolge. Die Chu Van An Grundschule in der vietnamesischen Provinz Quang Tri gewann am 11. Juli einen Preis für gesunde Ernährung bei einem asiatischen Schulgesundheitswettbewerb. Das Projekt „Happy Meal“ brachte der Schule 100.000 US-Dollar Preisgeld ein.
Quartiersprojekte vernetzen Familien
Einzelne Zertifikate reichen nicht – Kommunen setzen auf großflächige Projekte. In Bergneustadt läuft seit März 2024 das Projekt „Peer to Peer bewegt das Quartier“. Gefördert vom GKV-Bündnis für Gesundheit NRW, fördert es Bewegung und gesunde Ernährung für Kinder bis zehn Jahre. Geplant ist unter anderem ein „Walkingbus“ für mehr Bewegung auf dem Schulweg.
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In Bremen-Gröpelingen startete im Dezember 2025 das Modellprojekt „Ernährungswende im Quartier“. Die Volkshochschule West leitet die Initiative. Ziel sind Netzwerke zur Lebensmittelrettung und ein „Fair-Teiler“. Das Projekt ist Teil des kommunalen Klimaschutzaktionsplans.
Kinder packen selbst mit an
Die direkte Einbindung in die Lebensmittelproduktion gewinnt an Bedeutung. In der Mittelschule Schärding in Österreich pflegen Schüler eigene Beete im Rahmen der „GemüseAckerdemie“. Mit Unterstützung einer Regionalbank bauen sie Salate, Tomaten und Karotten an. So entwickeln sie ein tieferes Verständnis für landwirtschaftliche Prozesse.
Auch Hilfsorganisationen setzen auf Umweltbildung. Seit dem 10. Juli ist das Projekt „Johanniter Umweltspürnasen“ des Regionalverbands Oberbayern offizielles Partnerprojekt der Initiative „Gesunde Erde. Gesunde Kinder.“. Ziel ist die strukturelle Verankerung frühkindlicher Umweltbildung in bayerischen Kitas.
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Für Eltern bietet der Hohenlohekreis am 12. August einen Online-Vortrag zum Thema Beikost an. Eine Referentin der Landesinitiative BeKi informiert über den Übergang von Milch- zur Breikost.
Lebensmittelsicherheit bleibt kritisch
Trotz aller Bildungsfortschritte: Die Sicherheit von Lebensmitteln gibt weiter Anlass zur Sorge. Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnte am 11. Juli vor Räucherschmelzkäse und Wurstwaren wegen möglicher Fremdkörper oder bakterieller Belastungen. Auch Tiefkühl-Beerenmischungen sind betroffen – hier wurde Hepatitis A nachgewiesen. Am 12. Juli rief die WOKO Tierbedarf GmbH Hundesnacks wegen Salmonellengefahr zurück.
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