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Kimi K3 stoppt Anmeldungen: Sechsfach gestiegene Nachfrage sprengt Ressourcen

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 03:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AMD und Moonshot AI optimieren KI-Modelle mit neuartigem Speicher-Pool. Kimi K3 überfordert eigene Hardware und stoppt Abos.

AMD und Moonshot AI: Neue Speicher-Architektur für Milliarden-KI-Modelle
Nahaufnahme der leistungsstarken AMD Instinct GPU-Hardware in einem modernen Server-Rack eines Rechenzentrums. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Chip-Hersteller und der chinesische KI-Pionier optimieren Milliarden-Modelle für die nächste Rechen-Generation. Im Fokus steht eine neue Speicher-Architektur.

Die Zusammenarbeit zwischen AMD und Moonshot AI zielt auf die Modellfamilien Kimi K2.5, K2.6 und K2.7 ab. Diese sollen künftig auf den Instinct MI355X-GPUs laufen. Die technischen Details veröffentlichten beide Unternehmen am 21. Juli 2026. Kern der Arbeit: ein komplett neu aufgebauter „Serving Stack" für große Mixture-of-Experts-Architekturen (MoE).

Neue Speicher-Architektur als Schlüssel

Die Ingenieure entwickelten eine Unified Memory and Bandwidth Pool (UMBP) genannte Architektur. Sie verwaltet einen mehrstufigen Key-Value-Cache (KV-Cache), der über HBM, DRAM und SSD-Speicher verteilt ist. Ein scheduler-gesteuertes Prefetch-System sorgt für Effizienz.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die p99-Zeit bis zum ersten Token (TTFT) sank um das bis zu 3,2-Fache. Der Gesamtdurchsatz stieg um 7,7 Prozent. Auch die MXFP4-Inferenz für Moonshots Modelle mit einer Billion Parametern wurde optimiert. Auf MI355X-Hardware erreichten die Teams eine Spitzenleistung von 5.369,6 Tokens pro Sekunde pro GPU. Die Verbesserungen flossen in die Open-Source-Tools AITER, ATOM und InferenceX ein.

Kimi K3: Rekord-Modell überfordert eigene Hardware

Während die Optimierung der K2-Serie lief, brachte Moonshot AI am 16. Juli 2026 das nächste Modell auf den Markt: Kimi K3. Es verfügt über 2,8 Billionen Parameter und eine MoE-Architektur mit 896 Experten, von denen 16 pro Token aktiv sind. In der Frontend Code Arena erreichte das Modell mit 1.679 Punkten den Spitzenplatz.

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Der Erfolg wurde zum Problem. Nur 48 Stunden nach dem Start, am 19. Juli 2026, musste Moonshot AI neue Abonnements für Kimi K3 stoppen. Grund: eine sechsfach gestiegene Nachfrage, die die vorhandenen GPU-Kapazitäten sprengte. Der Betrieb des Modells erfordert immense Ressourcen. Laut Entwicklerdokumentation benötigt Kimi K3 im MXFP4-Format rund 1,4 TB Speicher. Für einen effizienten Betrieb sind Cluster mit mindestens 64 Beschleunigern nötig.

Azure als Plattform für die nächste Stufe

Die Hardware-Anforderungen solcher Modelle treiben den Ausbau der KI-Infrastruktur voran. Microsoft kündigte Anfang der Woche die großflächige Bereitstellung von AMDs Helios-Rack-Systemen auf Azure an. Diese sind speziell für Frontier-Modelle konzipiert. Pro Rack arbeiten 72 MI455X-GPUs, die eine Leistung von 2,9 Exaflops (FP4) liefern.

Die Helios-Racks enthalten zudem 4.600 Zen-6-Prozessorkerne und 31 TB HBM4-Speicher pro Einheit. Damit sollen die Speicher-Engpässe behoben werden, die bisher den Einsatz von Modellen mit mehreren Billionen Parametern behinderten. Die Infrastruktur ist für agentische KI-Workloads und elektronische Designautomatisierung (EDA) ausgelegt.

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Open Weights und Markt-Folgen

Am 27. Juli 2026 will Moonshot AI die offenen Gewichte für Kimi K3 veröffentlichen. Die Lizenz: Modified-MIT. Die Hardware-Hürde bleibt für viele Entwickler jedoch hoch. Das Modell bewies seine Fähigkeiten unter anderem durch autonomes Chip-Design: Es entwarf einen 4mm² großen Die in nur 48 Stunden. Diese Nachricht trug nach dem Launch zu Kursschwankungen im Technologiesektor bei.

AMD stärkt zudem seine Software-Kompetenz. Am 21. Juli 2026 bestätigte das Unternehmen die Übernahme des FastFlowLM-Teams. Dieses soll sich auf On-Device- und Workstation-Inferenz konzentrieren – eine Ergänzung zur Arbeit mit Moonshot AI und Microsoft im High-End-Rechenzentrum.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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