KI und Robotik senken Fertigungskosten um 43 Prozent
29.05.2026 - 14:16:21 | boerse-global.deEin neuer Leitfaden zeigt, wie sie diese steigern können.
Systematische Organisation als Schlüssel
Die Autoren Alexandre Ehrath und Harald de Vries haben Ende Mai einen Praxisleitfaden veröffentlicht. Ihr Versprechen: KMU können ihre Produktivität um rund fünf Prozent steigern. Wie? Durch optimierte Abläufe, bessere Durchlaufzeiten und mehr Liquidität. Der Prozess ist auf 24 Monate angelegt. Entscheidend sind Kennzahlen und die Sichtbarkeit von Prozessen.
Die Methoden erinnern an das japanische Kaizen-Prinzip. Das 5S-System – Sortieren, Setzen, Säubern, Standardisieren, Selbstdisziplin – kann Flächeneinsparungen von bis zu zwölf Prozent bringen. Eine konsequente Standardisierung reduziert Prozessabweichungen um rund 30 Prozent. Kein Wunder also, dass führende japanische Unternehmen auf kontinuierliche Verbesserungsvorschläge aus der Belegschaft setzen.
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KI und Robotik senken Kosten drastisch
Die Digitalisierung der Produktion bietet enorme Potenziale. Laut einer Analyse der Boston Consulting Group könnten Künstliche Intelligenz und Robotik die Fertigungskosten um bis zu 43 Prozent senken. In Europa ließen sich dadurch industrielle Wertschöpfungsanteile in Milliardenhöhe sichern.
Praktische Beispiele gibt es bereits. Die conscoo GmbH präsentierte im Mai neue Add-on-Lösungen für Microsoft Dynamics 365 Business Central. Ziel: manuelle Workflows in der Chargenverfolgung und Qualitätssicherung eliminieren. Auch Detmers Getreide-Vollwertkost digitalisierte seine Fertigung mit einem Manufacturing Execution System. Papierbasierte Prozesse wurden durch Echtzeit-Datenerfassung ersetzt.
In der Intralogistik zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Getzner Werkstoffe GmbH implementierte ein vollautomatisiertes Wabenlager für großformatige Polyurethan-Matten. Der Nutzungsgrad stieg von 30 Prozent massiv an. Experten prognostizieren für automatisierte Lagersysteme ein jährliches Wachstum von über neun Prozent bis 2031.
Vertrieb und Finanzen im Wandel
Auch Vertrieb und Produktdatenmanagement werden optimiert. Das Unternehmen KoRo zentralisierte seine Produktdatenprozesse mit einem Product Information Management System. Ziel: Omnichannel-Wachstum im stationären Handel und Online-Bereich unterstützen.
Im Vertrieb versprechen KI-gestützte Systeme wie Accelerate Prism von Richardson eine Steigerung der Umsatzleistung. Sie analysieren Echtzeit-Leistungsdaten. Für die strategische Planung bringt der Anbieter OMP Ende Mai eine neue Lösung auf den Markt. Sie ist speziell auf die Lieferkettenplanung mittelständischer Unternehmen zugeschnitten.
Die unterschätzte Gefahr: Buchführung und Cybersicherheit
Ein oft übersehener Faktor ist die Einhaltung regulatorischer Standards. Steuerrechtliche Experten warnen vor den finanziellen Risiken verspäteter Buchführung. Verstöße gegen die zeitnahe Buchungspflicht können zu Schätzungen durch Finanzbehörden führen. Im schlimmsten Fall droht der Verlust steuerlicher Vergünstigungen.
Passend zur Einhaltung regulatorischer Standards ist die rechtssichere Verwaltung von Dokumenten für Unternehmen unerlässlich. Diese kostenlose Checkliste zeigt Ihnen auf einen Blick, welche alten Unterlagen Sie ab sofort legal vernichten dürfen und wie Sie Platz schaffen. Jetzt Ordnung im Büro schaffen und Unterlagen rechtssicher entsorgen
Bleibt die Cybersicherheit. Das Bundesamt für Cybersicherheit weist Anfang Juni auf die Bedrohungen durch Ransomware und CEO-Betrug hin. Die Empfehlung an KMU: praxisnahe Schutzmaßnahmen umsetzen. Sonst drohen Produktionsausfälle und finanzielle Schäden.
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