KI-Strategie, KMU

KI-Strategie für KMU: Wachstum statt nur Kostensparen

Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 23:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

A11 sieht für den Mittelstand größere Chancen durch KI-Umsätze als durch reine Einsparungen und fordert mehr Entschlossenheit in Führungsetagen.

A11 fordert von KMU neuen KI-Fokus auf Umsatzwachstum
Eine moderne, lichtdurchflutete Industriehalle mit klaren Linien und poliertem Betonboden, die Fortschritt und Wachstum symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Auf der Fachkonferenz "Brains on Silicon" in Dresden hat Thuy-Ngan Trinh, Co-Geschäftsführerin des Beratungsunternehmens A11, eine Neuausrichtung der Digitalisierungsstrategien in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) angemahnt.

Im Zentrum ihrer Ausführungen stand die Forderung, Künstliche Intelligenz (KI) primär als Instrument zur Erschließung neuer Erlöspotenziale zu begreifen, anstatt die Technologie lediglich zur Reduzierung von Betriebsausgaben einzusetzen.

Wachstumsmotor statt reiner Kosteneffizienz

Nach Einschätzung von Thuy-Ngan Trinh wird das Potenzial von KI im deutschen Mittelstand derzeit oft zu einseitig bewertet. Viele Unternehmen konzentrierten sich bei der Implementierung darauf, bestehende Prozesse zu optimieren und dadurch Kosten einzusparen. Trinh warnte in Dresden davor, dass ein reiner Fokus auf Sparmaßnahmen das Geschäftsvolumen langfristig stagnieren lasse.

Stattdessen solle KI als Wachstumsmotor fungieren. Die Expertin sieht den deutlich größeren Hebel für Unternehmen in der Steigerung des Umsatzes. Um dieses Ziel zu erreichen, seien vor allem Mut zur Veränderung und die Bereitschaft zu einfachen, pragmatischen Lösungen entscheidend.

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Laut Berichten zur Konferenz könne ein strategisch kluger Einsatz der Technologie maßgeblich dazu beitragen, die Marktposition kleinerer und mittlerer Betriebe durch neues Umsatzwachstum zu festigen.

Führungsetagen als zentrale Hürde der Transformation

Ein wesentlicher Aspekt der Analyse von A11 betrifft die Barrieren bei der Einführung moderner Technologien. Thuy-Ngan Trinh betonte, dass die größten Hindernisse für eine erfolgreiche KI-Nutzung im Mittelstand derzeit nicht auf der technischen Ebene zu finden seien. Vielmehr stelle das Zögern innerhalb der Führungsetagen die größte Hürde dar.

Die Entscheidungsträger in den Unternehmen müssten die Vorbehalte gegenüber der Technologie überwinden, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe nicht zu gefährden. Während die technischen Voraussetzungen oft bereits gegeben seien, fehle es in vielen Organisationen noch an der notwendigen Entschlossenheit der Geschäftsführung, die Transformation konsequent voranzutreiben und KI-Projekte als strategische Priorität zu behandeln.

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Pragmatismus bei der technischen Umsetzung

Hinsichtlich der praktischen Anwendung warb Trinh für einen unkomplizierten Einstieg. Für einen Großteil der betrieblichen Arbeitsabläufe (Workflows) seien keine komplexen Eigenentwicklungen notwendig. Oft reichten bereits einfache und frei zugängliche KI-Modelle aus, um signifikante Verbesserungen zu erzielen.

Ein wichtiger Punkt für mittelständische Unternehmen bleibe dabei die Souveränität über die eigenen Informationen. Thuy-Ngan Trinh hob hervor, dass bei der Nutzung entsprechender Lösungen sichergestellt werden könne, dass sensible Unternehmensdaten im eigenen Haus verbleiben. Dieser pragmatische Ansatz erlaube es KMU, ohne immense investitionshürden von den Fortschritten in der KI-Entwicklung zu profitieren und gleichzeitig Sicherheitsaspekte zu wahren.

Die Kombination aus technischem Mut und der Konzentration auf umsatzrelevante Anwendungsbereiche gilt demnach als Schlüssel für eine erfolgreiche digitale Zukunft des Mittelstands.

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