KI-Sicherheit, OpenAI-Chef

KI-Sicherheit: OpenAI-Chef Altman brieft UN-Sicherheitsrat

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 05:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAI-Chef Sam Altman soll im UN-Sicherheitsrat Sicherheitsmaßnahmen erläutern, während Staaten über gemeinsame Regeln für KI beraten.

Sam Altman informiert UN-Sicherheitsrat über globale KI-Sicherheit
Das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York City bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York wird Sam Altman, der CEO von OpenAI, den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen über Fragen der Sicherheit künstlicher Intelligenz (KI) und die Notwendigkeit internationaler Koordination informieren. Das Briefing findet vor dem Hintergrund wachsender globaler Bemühungen statt, verbindliche Standards für die Entwicklung und den Einsatz hochmoderner KI-Systeme zu etablieren.

Fokus auf internationale Koordination und Sicherheitsmaßnahmen

Die Sitzung des 15-köpfigen Gremiums ist für kommenden Mittwoch angesetzt. Altman wird dabei vor dem offenen Sicherheitsrat sprechen und den Schwerpunkt seiner Ausführungen auf die von OpenAI unternommenen Sicherheitsschritte sowie auf Möglichkeiten einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit legen. Ziel des Austauschs ist es, die Grundlage für gemeinsame Sicherheitsstandards zu erörtern, die über nationale Grenzen hinweg Bestand haben.

Bereits im Jahr 2015 hatte Altman eine übermenschliche maschinelle Intelligenz als eine der potenziell größten Bedrohungen für die Menschheit bezeichnet. Das bevorstehende Briefing markiert eine Fortsetzung der Bemühungen des UN-Sicherheitsrats, der sich erstmals im Jahr 2023 mit den spezifischen Risiken befasste, die von der rasanten Entwicklung der KI-Technologien ausgehen könnten.

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Diplomatische Initiative unter französischer Leitung

Das Treffen wurde von Frankreich initiiert, das im September die rotierende Präsidentschaft des Sicherheitsrats innehat. Geleitet wird die Sitzung vom französischen Außenminister Jean-Noël Barrot. Neben den Ausführungen von Sam Altman wird auch ein Beitrag von UN-Generalsekretär António Guterres erwartet.

Guterres plant demnach, am Mittwoch erneut zu einem koordinierten internationalen Handeln aufzurufen, um die mit der Technologie verbundenen Herausforderungen für die weltweite Sicherheit zu adressieren.

Diplomatischen Kreisen zufolge wird zudem die Präsenz von Vertretern des KI-Unternehmens Anthropic bei dem Treffen erwartet. Eine offizielle Bestätigung für deren Teilnahme steht derzeit jedoch noch aus.

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Wachsender Druck auf die KI-Branche

Die Konsultationen im Sicherheitsrat fallen in eine Zeit, in der auch innerhalb der Technologiebranche Rufe nach einer kontrollierten Entwicklung laut werden. Zuletzt hatten führende Persönlichkeiten der Branche eine koordinierte Verlangsamung der KI-Entwicklung gefordert. Zu den Befürwortern eines solchen Schrittes gehören laut Berichten neben Anthropic-CEO Dario Amodei auch Branchenakteure wie Elon Musk und Demis Hassabis.

Das Briefing am Mittwoch soll dazu beitragen, die Kluft zwischen technologischer Innovation und politischer Regulierung zu verringern. Während Unternehmen wie OpenAI ihre internen Sicherheitsmechanismen betonen, drängt die internationale Gemeinschaft zunehmend auf transparente und global abgestimmte Rahmenbedingungen, um die Stabilität der internationalen Sicherheit nicht durch unkontrollierte technologische Sprünge zu gefährden.

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