KI-Server-Boom: Foxconn verzeichnet besten Juni der Geschichte
05.07.2026 - 17:34:26 | boerse-global.de
Der taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn (Hon Hai Precision Industry) hat im zweiten Quartal 2026 die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Haupttreiber des Wachstums ist die ungebrochen hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
Rekordzahlen im zweiten Quartal
Foxconn erzielte von April bis Juni 2026 einen Umsatz von umgerechnet rund 78,7 Milliarden Euro – ein Plus von 39,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit übertraf der Konzern die Markterwartungen, die bei umgerechnet etwa 74,3 Milliarden Euro lagen.
Besonders der Juni stach hervor: Mit einem Umsatz von rund 25,7 Milliarden Euro verzeichnete Foxconn den besten Juni der Unternehmensgeschichte – ein Plus von 52,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In der ersten Jahreshälfte 2026 summiert sich der Umsatz damit auf umgerechnet rund 145 Milliarden Euro, ein Anstieg von knapp 35 Prozent.
KI-Server als Wachstumsmotor
Die treibende Kraft hinter dem Erfolg ist das Cloud- und Netzwerksegment. Die hohe Nachfrage nach KI-Servern – unter anderem für den Chip-Spezialisten Nvidia – befeuert das Geschäft. Branchenkenner schätzen, dass Foxconn rund 40 Prozent des weltweiten Marktes für KI-Server-Racks kontrolliert. Die Auslieferungen in diesem Bereich sollen sich 2026 verdoppeln.
Auch das Konsumentenelektronik-Geschäft, zu dem die iPhone-Montage zählt, trug zu den starken Zahlen bei. Zwar gab es leichte Rückgänge bei klassischen Computern, doch die saisonale Nachfrage nach Mobilgeräten hielt den Aufwärtstrend stabil.
Ehrgeizige Ziele und warnende Worte
Angesichts der starken ersten Jahreshälfte hob Foxconn seine Jahresprognose an: Der Konzern peilt nun einen Umsatz von umgerechnet rund 350 Milliarden Euro an. Das Management rechnet auch im dritten Quartal 2026 mit weiterem Wachstum – getragen von anhaltenden KI-Investitionen und der üblichen saisonalen Nachfrage.
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Doch es gibt auch warnende Töne: Foxconn verwies auf Risiken durch die volatile globale Politik und mögliche geopolitische Spannungen. Zudem bereiten Lieferketten-Engpässe und eine spezifische Knappheit bei Speicherchips Sorgen. Zwar beeinträchtigen diese Faktoren die Produktion derzeit noch nicht wesentlich, doch das Unternehmen beobachtet die Entwicklung genau.
Die Foxconn-Aktie legte seit Jahresbeginn um 4,3 Prozent zu. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2025 hatte der Konzern ein Umsatzplus von 18 Prozent und einen Aktienanstieg von 30 Prozent verbucht.
