KI-Schere, Vorreiter

KI-Schere öffnet sich: 20% Vorreiter erwirtschaften 74% Rendite

28.05.2026 - 21:39:35 | boerse-global.de

Nur 20 Prozent der Firmen gelten als KI-Vorreiter, erwirtschaften aber 74 Prozent der Rendite. Deutschland liegt im Mittelfeld.

KI-Schere öffnet sich: 20% Vorreiter erwirtschaften 74% Rendite - Foto: über boerse-global.de
KI-Schere öffnet sich: 20% Vorreiter erwirtschaften 74% Rendite - Foto: über boerse-global.de

Das zeigt eine Reihe aktueller Studien und Branchenberichte aus dem Mai 2026. Echtzeitdaten sind zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden.

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Die KI-Schere öffnet sich

Nur 20 Prozent der Unternehmen gelten als KI-Vorreiter. Sie erwirtschaften aber satte 74 Prozent der gesamten KI-Rendite. Das zeigt eine PwC-Studie vom 27. Mai 2026. Deutschland liegt mit einem Score von 5,6 von 10 Punkten im Mittelfeld – hinter China und Saudi-Arabien.

Deutsche Firmen setzen KI vor allem für Effizienzsteigerungen ein. Das Potenzial für neues Umsatzwachstum bleibt oft ungenutzt. Dabei könnten KI-gestützte Fabriken die Fertigungskosten um bis zu 43 Prozent senken, prognostiziert die Boston Consulting Group. Für den Standort Deutschland geht es um eine Wertschöpfung von rund 700 Milliarden Euro.

IT und OT wachsen zusammen

Die Basis für diese Sprünge: Informationstechnik (IT) und Betriebstechnik (OT) verschmelzen. Nötig sind belastbare Datenstrategien und Edge-Konzepte. Sie reduzieren ungeplante Stillstände und erhöhen die Anlagenauslastung.

Rockwell Automation warnte am 28. Mai 2026: Veraltete Automatisierungssysteme sind ein Sicherheits- und Umsatzrisiko. Integrierte Prozess- und Energiesysteme schaffen dagegen lückenlose Transparenz in Echtzeit.

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Moderne Architekturen setzen auf hybride Lösungen: Edge-Computing kombiniert mit Private und Public Clouds. Das verhindert Lock-in-Effekte und sichert die Datenhoheit. Cyber-Security wird zum integralen Bestandteil der Digitalisierung.

Messbare Erfolge in der Praxis

Spezialisierte Anwendungen zeigen bereits, was möglich ist. Die elunic AG präsentierte Ende Mai 2026 eine KI-Plattform für wissensintensive Prozesse. Die Ergebnisse: Reaktionszeiten im Service sanken um 47 Prozent, die Prüfgeschwindigkeit bei Lastenheften stieg um 62 Prozent.

Auch die Hardware-Entwicklung macht Fortschritte. Der Hersteller Salvagnini stellte Anfang Mai 2026 neue Biegezentren vor. Sie arbeiten drei- bis fünfmal schneller als herkömmliche Abkantpressen. Ein Anwender konnte seine Produktion vervielfachen.

Camunda präsentierte auf einer Fachkonferenz in Amsterdam eine neue KI-Schicht. Sie analysiert bestehende Geschäftsprozesse und gestaltet sie automatisiert neu. Neue Softwarelösungen für die Lieferkettenplanung ersetzen herkömmliche Tabellenkalkulationen durch KI.

Die größte Hürde sitzt im Kopf

Die Technologie ist da – die Organisation hinkt hinterher. Laut PwC-Studie übernimmt nur in 42 Prozent der Unternehmen die Führungsebene direkte Verantwortung für KI-Ergebnisse.

Georg Weber, CTO von Wilo, betont: Für lernende Fabriken braucht es nicht nur Technik, sondern einen kulturellen Wandel. KI-Anwendungen müssen von isolierten Einzelprojekten zu standardisierten Industrieprozessen werden. Nur so entfalten sie nachhaltige Wirkung auf die Rentabilität.

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