KI-Ranking, Google

KI-Ranking 11. Juli: Google fällt erstmals aus Top 5 – Claude übernimmt

Veröffentlicht: 11.07.2026 um 09:47 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Googles bestes KI-Modell fällt erstmals aus den Top Fünf. Konkurrenten wie Anthropic, OpenAI und SpaceXAI überholen den Tech-Riesen.

Google stürzt im KI-Ranking ab: Gemini nur noch auf Platz zehn
Leuchtendes neuronales Netzwerk über verschwommenem Google-Rechenzentrum, symbolisiert KI-Entwicklung und Wettbewerbsverschiebungen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Zum ersten Mal findet sich kein Modell des Tech-Riesen mehr unter den besten fünf – und die Konkurrenz zieht davon.

Gemini 3.5 Flash nur noch auf Platz zehn

Der Artificial Analysis Intelligence Index vom 11. Juli 2026 zeigt ein ernüchterndes Bild: Googles bestes Modell, Gemini 3.5 Flash, erreicht lediglich einen Score von 50 Punkten und landet damit auf Platz zehn. Die Spitzenposition sichert sich Anthropics Claude Fable 5 mit 60 Punkten, dicht gefolgt von OpenAIs neuem GPT-5.6 Sol (59 Punkte).

Doch nicht nur die etablierte Konkurrenz ist schneller. Auch SpaceXAI zog mit Grok 4.5 (54 Punkte) an Google vorbei, ebenso wie Metas Muse Spark 1.1 (51 Punkte). Besonders bemerkenswert: Das chinesische Modell GLM 5.2 erzielte ebenfalls 51 Punkte und markiert damit den Vorstoß chinesischer KI-Entwicklung in die globale Spitzengruppe.

Verzögerungen und Überholmanöver

Googles Produkt-Roadmap stockt gewaltig. Das Flaggschiff Gemini 3.5 Pro liegt bereits rund sechs Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan – und das, obwohl das Modell bereits im Frühjahr vorgestellt wurde. Hinzu kommt eine weitere Demütigung: Das Bildmodell Nano Banana wurde kürzlich von OpenAIs GPT Image 2 in der Leistungsfähigkeit überholt.

Metas Angriff auf den dritten Platz

Die Analysten von SemiAnalysis prognostizieren in einem Bericht vom 10. Juli 2026, dass Meta Google bereits innerhalb der nächsten sechs Monate als „dritte Kraft" der KI-Entwicklung ablösen könnte. Der Facebook-Konzern hat seine Ressourcen massiv aufgestockt: 3.000 Ingenieure wurden in das Reinforcement Learning versetzt, und die Investition in Scale AI beträgt umgerechnet rund 13 Milliarden Euro.

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Während Googles Rechenleistungs-Allokation von Branchenbeobachtern zunehmend kritisch gesehen wird, bleibt der Konzern in der Basistechnologie stark. Gartner kürte Google am 10. Juli zum Leader im ersten AI Infrastructure Magic Quadrant – sowohl bei der Umsetzungsfähigkeit als auch bei der Vision. Grundlage sind die neuen TPU-Chips (TPU 8t für Training, TPU 8i für Inferenz) sowie die AI-Hypercomputer-Architektur.

Sicherheitsnoten und Führungsstärke

Der Summer 2026 AI Safety Index des Future of Life Institute bescheinigt Google DeepMind lediglich die Note C (2,01) – hinter Anthropic (C+) und OpenAI (C). Der Bericht konstatiert eine generelle Abschwächung der Sicherheitsversprechen in der gesamten Branche und einen Anstieg militärischer KI-Anwendungen.

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Trotz der schwächelnden Modellleistung genießt Googles KI-Chef Demis Hassabis hohes Ansehen. Der 5W Reputation Index vom 10. Juli 2026 setzt ihn mit 86 von 100 Punkten an die Spitze der KI-Gründer – vor Anthropics Dario Amodei (82) und OpenAIs Sam Altman (64). Die Bewertung basiert auf über 600 Beobachtungen über mehrere KI-Engines hinweg.

Der Kampf um die besten Köpfe tobt derweil unvermindert: Mindestens 22 Professoren von Eliteuniversitäten wechselten im ersten Halbjahr 2026 in die Industrie – zu OpenAI, Anthropic, Meta und Google DeepMind. Die Forscher, im Median 41 Jahre alt, kassieren dem Vernehmen nach Jahresgehälter von über 1,8 Millionen Euro. Die Labs liefern sich ein Wettrüsten um die Experten für die nächste Modellgeneration.

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