KI-Produktivität: KEBA rechnet mit 40 Prozent Steigerung
05.06.2026 - 02:39:42 | boerse-global.de
Beim 9. Deutsch-Österreichischen Technologieforum im März 2026 diskutierten Branchenvertreter über KI als Wachstumsmotor. Das Automatisierungsunternehmen KEBA rechnet mit einem BIP-Plus von 18 Prozent und Produktivitätssteigerungen von bis zu 40 Prozent. Auch Volkswagen setzt auf mehr Rechenleistung in Fahrzeugen – Schlüsselkomponente für die Mobilität von morgen.
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Niederösterreich zieht bei KI die Zügel an
Anfang Juni präsentierte Niederösterreich eine eigene KI-Strategie. Die Leitlinien betreffen die Verwaltung, aber auch Branchen wie Gastronomie und Hotellerie. Ziel: Administrative Aufgaben stärker durch KI erledigen lassen. Die Kehrseite: Ab 2027 soll jede dritte freiwerdende Stelle im Landesdienst nicht nachbesetzt werden. Bis Ende 2028 betrifft das rund 120 Stellen. Eine Studie verspricht den Betrieben durch KI-Einsatz einen Produktivitätsgewinn von 20 Prozent.
Millionen für Start-ups und Forschung
Der Technologietransfer von der Uni in die Wirtschaft läuft auf Hochtouren. Ende Mai erhielten zwei Ausgründungen der Technischen Hochschule Mannheim Förderbescheide über je eine Million Euro aus dem EXIST-Programm des Bundes. Ein Projekt macht Lebensmittel haltbarer, ein anderes entwickelt ein KI-Assistenzsystem für den Strahlenschutz in OP-Sälen.
Nordrhein-Westfalen fördert über „Start-up Transfer.NRW" bis 2027 insgesamt acht Gründungsvorhaben mit 24,3 Millionen Euro. Die Themen: Recycling von Kohlenstofffasern oder Bambus als Kunststoff-Alternative.
International wird ebenfalls vernetzt. Deutsche und indische Partner vereinbarten im Frühjahr eine Zusammenarbeit bei Robotik und smarten Textilien. Parallel dazu öffnet sich ein Förderfenster für Projekte mit Kanada. Anträge für kleine und mittlere Unternehmen sind bis zum 19. Juni möglich.
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Franken spürt den Strukturwandel
Doch die Innovationsoffensive kommt nicht überall an. Das ifo-Institut zeigt am Beispiel Frankens, wie der Druck auf klassische Industriestandorte wächst. Seit der Jahrtausendwende sank der Anteil der Industriebeschäftigten von über 25 auf 21 Prozent. Zwischen 2022 und 2025 fielen rund 16.000 Arbeitsplätze weg. Experten fordern weniger Bürokratie und niedrigere Energiekosten.
Einheitspatent als Trumpf
Ein Lichtblick: das einheitliche Patentsystem. Seit seinem Start am 1. Juni 2023 verzeichnete das Europäische Patentamt über 27.000 registrierte Einheitspatente. Fast jedes vierte europäische Patent gilt mittlerweile in allen teilnehmenden Mitgliedstaaten. Die Medizintechnik führt mit 31 Prozent. Das System soll den Schutz geistigen Eigentums vereinfachen und Forschungsergebnisse schneller in die Wirtschaft bringen.
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