KI-Phishing, Klickrate

KI-Phishing: Klickrate von 54 Prozent übersteigt herkömmliche Methoden vierfach

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 16:57 Uhr, Redaktion boerse-global.de

KI-generierte Phishing-Mails erreichen viermal höhere Klickraten als herkömmliche. Erster autonomer Ransomware-Angriff dokumentiert.

KI-Phishing mit 54% Klickrate: Neue Bedrohung für Bankkunden
Nahaufnahme eines Smartphones, dessen Bildschirm ein komplexes Netzwerk aus leuchtenden Linien und Knoten zeigt, das Cybersicherheit und KI-Bedrohungen symbolisiert, mit einer schemenhaften Hand im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das ist viermal so viel wie bei herkömmlichen Methoden. Der globale Schaden durch Social-Engineering-Angriffe liegt mittlerweile bei rund 460 Milliarden Euro.

Erster vollautonomer Ransomware-Angriff dokumentiert

Im Juli 2026 wurde mit „JADEPUFFER“ der erste vollautonome Ransomware-Angriff registriert. Er basiert auf einem Large Language Model (LLM). Parallel dazu verbreitet sich die Android-Malware „PromptSpy“, die Googles Gemini-KI für ihre Operationen nutzt.

Besonders Reisende sind im Visier der Angreifer. In der laufenden Sommersaison verschicken Kriminelle wöchentlich rund 45.000 betrügerische E-Mails mit Bezug zu Reisebuchungen. Die Qualität der Nachrichten hat sich durch KI dramatisch verbessert.

Auch beim Online-Banking nehmen die Attacken zu. Betrüger kombinieren SIM-Swapping mit KI-Phishing, um Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. In Australien stieg die Zahl der Finanzbetrugsfälle im Winter 2026 um 105 Prozent.

Internationale Ermittlungserfolge wie die „Operation First Light“ führten zu 5.800 Festnahmen und der Sicherstellung von rund 270 Millionen Euro. Dennoch bleiben die Angriffsquoten hoch: 94 Prozent der Attacken umgingen herkömmliche E-Mail-Sicherheitssysteme erfolgreich.

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Phishing-Welle trifft deutsche Bankkunden

Kunden von Sparkassen, DKB und Volksbanken sehen sich aktuell mit einer Phishing-Welle konfrontiert. Die Angreifer nutzen anstehende Systemumstellungen aus. So stellt die Sparkasse die App „S-ID-Check“ bis Ende Januar 2027 ein und integriert die Zahlungsfreigaben in die „S-pushTAN-App“.

Betrüger verschicken täuschend echte Nachrichten, die zum Handeln unter Zeitdruck auffordern. International zeichnet sich ein Trend zu phishing-resistenten Verfahren ab. Singapur setzt bereits großflächig auf Passkey-Systeme, Hongkong plant ein Verbot von SMS-TAN-Verfahren für Broker.

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Datenschutz: Gesundheits-App unter Druck

Ein Hardware-Hersteller fordert Nutzer seiner Gesundheits-App auf, sensible Daten für das KI-Training freizugeben. Wer widerspricht, verliert die Cloud-Synchronisation und riskiert die Löschung bestehender Online-Daten. Zudem können die Daten einer menschlichen Überprüfung unterzogen werden.

Sicherheitsmängel zeigen sich auch bei mobilen VPN-Apps. Eine Untersuchung von 281 Android-VPN-Anwendungen ergab: 61 Apps übertragen Daten unverschlüsselt.

Die EU-Kommission rügt derweil den Meta-Konzern wegen suchtfördernder Funktionen. Experten haben Empfehlungen für ein mögliches Mindestalter in sozialen Netzwerken vorgelegt. WhatsApp bereitet die Einführung von Benutzernamen vor, um die Sichtbarkeit von Mobilfunknummern in Gruppen zu reduzieren.

Reparierbarkeit als Trend

Beim Nothing Phone (1) endet im Juli 2026 der Update-Support nach vier Jahren. Das Fairphone 6 setzt dagegen auf Langlebigkeit: Experten gaben ihm Bestnoten für Reparierbarkeit. Akku, Display und Kameras sind modular austauschbar. Der Software- und Ersatzteil-Support ist bis 2033 ausgelegt.

Studien des Fraunhofer-Instituts belegen: Eine Verlängerung der Nutzungsdauer von drei auf fünf Jahre reduziert den CO2-Fußabdruck eines Smartphones um ein Drittel.

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