KI-Phishing, ChatGPT-Mails

KI-Phishing: ChatGPT-Mails erreichen 54 Prozent Klickrate

Veröffentlicht am: 09.06.2026 um 22:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Lloyds Bank meldet 68 Prozent aller Betrugsfälle auf Metas Plattformen. Illegale Casino-Werbung umgeht KI-Moderation, während KI-Phishing neue Rekord-Klickraten erzielt.

Meta-Plattformen dominieren Betrugsstatistik: Lloyds Bank schlägt Alarm
Eine dunkle Gestalt in einem Kapuzenpulli tippt auf einem Laptop, umgeben von leuchtenden digitalen Linien und Social-Media-Symbolen, die Online-Betrug darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Besonders brisant: In 13 Ländern mit strikten Glücksspielverboten schalteten Anbieter erfolgreich Anzeigen für illegale Casinos auf Facebook und Instagram. Die Täter tarnen ihre Inhalte als harmlose Apps – und umgehen damit Metas KI-Moderation.

KI macht Phishing gefährlicher

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Der Microsoft Digital Defense Report 2025 zeigt, wie sich die Bedrohungslage verändert hat. Phishing-Mails, die mit ChatGPT erstellt wurden, erreichen eine Klickrate von 54 Prozent. Herkömmliche Versuche kommen nur auf 12 Prozent.

Seit Mai läuft eine Kampagne mit täglich bis zu 100.000 gefälschten E-Mails im Namen von KI-Dienstleistern. Ziel: Nutzerdaten abgreifen.

Das FBI meldet für die USA Verluste von fast 900 Millionen Dollar durch KI-gestützten Betrug im vergangenen Jahr. Besonders junge Nutzer unter 20 Jahren sind betroffen – die Beschwerden stiegen um 74 Prozent.

Betrüger imitieren bekannte Marken

Parallel manipulieren Kriminelle Suchergebnisse von KI-Diensten. Sie imitieren Marken wie Dunelm oder Russell & Bromley mit gefälschten Domains und locken mit Rabatten von bis zu 80 Prozent. Auch das FBI warnt vor einer Phishing-Welle rund um die FIFA-WM 2026.

Meta reagiert mit neuen Regeln

Die Plattform Finanzfluss verklagte Meta, um härtere Maßnahmen gegen betrügerische Werbung zu erzwingen. Meta reagiert mit neuen Transparenzregeln für Programmierschnittstellen. Drittanbieter müssen Werbebudgets und Servicegebühren künftig strikt trennen.

Seit Ende April integriert der Konzern Dienste wie Threads und Meta AI in ein zentrales Accounts Center. Es nutzt geräteübergreifende Verschlüsselung zur Standortüberwachung. Bei Unstimmigkeiten zwischen den Login-Daten drohen Kontosperrungen.

Für Jugendliche gelten jetzt strengere Filter für sensible Bereiche wie Dating und Glücksspiel.

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Verunsicherung durch widersprüchliche Kommunikation

Während für Instagram eine Abkehr von der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Direktnachrichten gemeldet wurde, kursieren bei WhatsApp irreführende Kettenbriefe. Sie behaupten, Meta AI könne künftig alle privaten Chats mitlesen.

Fachleute stellen klar: Die Verschlüsselung bei WhatsApp bleibt bestehen. Allerdings weisen sie darauf hin, dass Metadaten wie IP-Adressen und Standorte weiterhin erhoben und konzernintern geteilt werden.

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