KI-Nutzung, KMU

KI-Nutzung bei britischen KMU: Von 22 auf 47 Prozent gestiegen

Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 23:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microsoft erweitert Copilot mit Anschlussfragen und Passport-Daten. Britische KMU nutzen KI häufiger, nennen aber Sicherheit als größte Hürde.

Microsoft testet Copilot-Nachfragen und integriert Euromonitor-Daten
Ein minimalistischer, lichtdurchfluteter Büroraum mit klaren Linien und natürlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft erprobt derzeit ein neues Feld für Anschlussfragen in den KI-Suchergebnissen von Copilot. Das sogenannte „Ask follow-up"-Feld soll Nutzern ermöglichen, direkt im Anschluss an eine Suchanfrage weiterführende Fragen zu stellen, ohne den Kontext zu verlieren. Die Testphase fällt in eine Zeit, in der kleine und mittlere Unternehmen das Tool zunehmend in ihre täglichen Abläufe integrieren.

KI-Nutzung bei britischen KMU wächst deutlich

Wie aktuelle Zahlen zeigen, ist die Nutzung von KI-Anwendungen unter britischen Kleinunternehmen sprunghaft gestiegen: von 22 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 47 Prozent. Weitere 13 Prozent der Unternehmen planen die Einführung innerhalb der kommenden sechs bis zwölf Monate, sodass insgesamt 61 Prozent der befragten Betriebe KI bereits nutzen oder deren Einsatz konkret vorbereiten.

Trotz dieser wachsenden Verbreitung bleibt die Zuversicht gedämpft: Nur 19 Prozent der britischen KMU zeigen sich sehr zuversichtlich im Umgang mit KI-Technologien. Als größte Hürden nennen die Unternehmen Sicherheitsbedenken (44 Prozent), einen fehlenden klaren Nutzen (39 Prozent), allgemeine Unsicherheit (37 Prozent) sowie Zweifel an der Genauigkeit der Ergebnisse (36 Prozent).

Bei den konkreten Anwendungsfeldern dominieren die Content-Erstellung mit 63 Prozent, gefolgt von Problemlösung mit 53 Prozent und Ideenfindung mit 50 Prozent. Diese Daten stammen aus einer Umfrage von Simply Business unter 1.842 Eigentümern britischer Kleinunternehmen, die zwischen dem 30. Juli und dem 7. August 2026 durchgeführt wurde.

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Euromonitor-Integration als erste Agenten-Kooperation mit Drittanbieter

Parallel zur Copilot-Suchfunktion erweitert Microsoft die Plattform um eine Integration mit dem Marktforschungsunternehmen Euromonitor. Dessen Datenbank Passport wird künftig direkt in Microsoft 365 Copilot eingebunden – die erste Agenten-Integration mit einem externen Anbieter dieser Art. Nutzer können dadurch in natürlicher Sprache Fragen stellen und erhalten Antworten mit entsprechenden Quellenangaben aus der Passport-Datenbank.

Euromonitor-CTO Chris Fosberry verwies auf die langjährige Erfahrung seines Unternehmens mit „50 Jahren Insights", die nun über die neue Schnittstelle zugänglich gemacht würden.

Microsoft-Vizepräsident Rob Howard betonte seinerseits die Bedeutung vertrauenswürdiger Intelligenz für die Weiterentwicklung von Copilot. Die Passport-Integration steht dabei ausschließlich Organisationen zur Verfügung, die sowohl über Copilot- als auch über Passport-Lizenzen verfügen.

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Die parallele Entwicklung von Suchfunktionen und Drittanbieter-Integrationen verdeutlicht, wie Microsoft Copilot sowohl für Einzelnutzer als auch für Unternehmenskunden weiter ausbaut. Während die getestete Nachfrage-Funktion die Nutzererfahrung bei alltäglichen Suchanfragen verbessern soll, richtet sich die Euromonitor-Anbindung an Organisationen mit spezifischem Bedarf an Marktforschungsdaten.

Beide Entwicklungen fallen in eine Phase, in der insbesondere kleinere Unternehmen KI-Werkzeuge zunehmend annehmen, gleichzeitig aber weiterhin Vorbehalte hinsichtlich Sicherheit und Nutzen äußern.

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