KI-Markt, ChatGPT

KI-Markt: ChatGPT fällt unter 50%, Gemini und Claude gewinnen

24.06.2026 - 14:02:30 | boerse-global.de

Neue Publikationen helfen bei der Orientierung im KI-Dschungel, während ChatGPTs Marktanteil unter 50 Prozent fällt.

KI-Markt im Wandel: Neue Ratgeber und sinkende ChatGPT-Dominanz
KI-Markt - Digital representation of three interconnected AI logos (ChatGPT, Gemini, Copilot) symbolizing multi-vendor AI workflows and education. 24.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während ChatGPT, Gemini und Copilot um die Gunst der Nutzer buhlen, erscheinen jetzt zwei neue Ratgeber, die Orientierung bieten sollen.

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Praktische Hilfe für Einsteiger und Profis

In Japan hat One Publishing am Mittwoch einen Verbraucherleitfaden veröffentlicht. Das Buch mit dem Titel „500 Yen de Wakaru ChatGPT?Gemini?Copilot" kostet umgerechnet rund 3,30 Euro und gehört zu einer erfolgreichen Bildungsreihe, die bereits über elf Millionen Exemplare verkauft hat. Es erklärt Schritt für Schritt, wie sich die drei großen KI-Dienste für Schreibaufgaben, Recherche, Ideenfindung und Illustrationen nutzen lassen. Der Fokus liegt darauf, für jede Aufgabe das passende Werkzeug zu wählen.

Auch für den professionellen Bereich gibt es Neues: Die American Association of Law Libraries hat einen speziellen Leitfaden für den Einsatz von KI in der juristischen Recherche veröffentlicht. Experten wie Nicole Belbin, Sara V. Pixon, Laura Moorer und Amy Small zeigen darin, wie Nicht-Juristen KI-Prompts formulieren, ihre Daten schützen und KI-generierte Rechtsinformationen überprüfen können.

Marktanteile verschieben sich

Die Veröffentlichungen kommen zu einem spannenden Zeitpunkt. Aktuelle Daten zeigen: ChatGPTs globaler Marktanteil bei KI-Assistenten ist erstmals unter die 50-Prozent-Marke gefallen und liegt jetzt bei 46,4 Prozent. Google Gemini konnte auf 27,7 Prozent zulegen, während Anthropics Claude auf 10,3 Prozent kommt.

Kein Wunder also, dass Nutzer zunehmend auf mehrere Plattformen setzen. Branchenanalysten haben die Stärken der einzelnen Dienste genau unter die Lupe genommen:

  • Claude gilt als Spitzenreiter bei kreativen Texten und komplexen Denkaufgaben, besonders in der Programmierung.
  • Gemini punktet mit tiefer Integration in Google Workspace und Echtzeit-Suchfunktionen.
  • ChatGPT bleibt die erste Wahl für allgemeine Recherche, Textarbeit und Sprachinteraktionen.
  • Microsoft Copilot überzeugt bei der Live-Websuche und technischen Aufgaben über neue Terminal-Schnittstellen.
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Plattformen erweitern ihre Funktionen

Die Anbieter treiben die Entwicklung weiter voran. Google hat am Montag ein neues Tool in Google Sheets ausgerollt: Gemini kann jetzt automatisch Formelfehler erkennen und beheben, indem es die Datenstrukturen analysiert. Die Funktion ist zunächst im Rahmen einer Aktion bis zum 15. Juli verfügbar.

Einen Tag später brachte Anthropic „Claude Tag" auf den Markt – eine Beta-Funktion für Enterprise- und Team-Kunden. Damit kann die KI direkt in Slack Aufgaben erledigen. Auch GitHub hat nachgelegt: Die Copilot-CLI-Terminal-Schnittstelle ist jetzt allgemein verfügbar und erlaubt Entwicklern, Issues und Pull Requests über eine einheitliche Befehlsoberfläche zu verwalten.

Beeindruckende Effizienzgewinne – und hohe Kosten

Die Praxis zeigt, was mit den neuen Tools möglich ist. Virgin Atlantic berichtet, dass der Einsatz von OpenAIs Codex den Code-Aufwand um bis zu 80 Prozent reduzierte. Aufgaben, die früher zwei Wochen dauerten, sind jetzt in weniger als einer Stunde erledigt.

Doch die Kehrseite der Medaille sind die enormen Kosten. Neue Berichte zeigen: OpenAIs Umsatz erreichte 2025 zwar 13 Milliarden US-Dollar – die Ausgaben lagen aber bei rund 34 Milliarden US-Dollar. Die aktuellen KI-Preismodelle sind offenbar noch massiv subventioniert. Die Frage ist nur: Wie lange noch?

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