KI-Integration, Millionen

KI-Integration: 5,6 Millionen Jugendliche drohen arbeitslos

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 04:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die ILO warnt: Künstliche Intelligenz gefährdet weltweit Millionen Arbeitsplätze junger Menschen und erhöht die Jugendarbeitslosigkeit.

ILO-Bericht: KI-Integration erschwert Berufseinstieg für Jugendliche
Eine junge Person sitzt nachdenklich vor einem Laptop in einem modernen, hellen Büro. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Mitte August von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) veröffentlichter Bericht verdeutlicht, dass die fortschreitende Integration Künstlicher Intelligenz (KI) erhebliche neue Hürden für junge Menschen beim Einstieg in das Berufsleben schafft. Die technologische Transformation droht demnach, die Anpassungsfähigkeit der weltweiten Bildungssysteme zu überholen und etablierte Einstiegswege in den Arbeitsmarkt zu destabilisieren.

Wie die Organisation aufzeigt, sind etwa 6,1 Prozent der Arbeitsplätze in der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen einer starken KI-Exposition ausgesetzt. Die Experten der ILO warnen vor den potenziellen Folgen dieser Entwicklung: Sollten lediglich 10 Prozent dieser spezifischen Stellen wegfallen, könnten weltweit rund 5,6 Millionen junge Menschen zusätzlich in die Arbeitslosigkeit rutschen.

Globale Jugendarbeitslosigkeit nimmt leicht zu

Die Daten für das Jahr 2025 beziffern die globale Jugendarbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen auf 12,4 Prozent. Damit betrifft die Erwerbslosigkeit etwa 67 Millionen junge Menschen weltweit. Dies stellt einen Anstieg gegenüber dem Jahr 2024 dar, in dem die Quote bei 12,3 Prozent gelegen hatte. Ein besonderes Augenmerk legt die ILO zudem auf die sogenannte NEET-Quote, welche Jugendliche erfasst, die weder einer Arbeit nachgehen noch sich in einer Ausbildung oder Schulung befinden. Diese Quote lag im Jahr 2025 bei 20 Prozent, was insgesamt 257 Millionen junge Menschen betrifft.

Anzeige

Die rasante Integration von KI-Systemen am Arbeitsplatz erfordert von Unternehmen nicht nur technologische Anpassungen, sondern auch die Einhaltung neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet einen kompakten Überblick über Fristen, Pflichten und Risikoklassen des EU AI Acts. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

In der regionalen Betrachtung stieg die Jugendarbeitslosigkeit in acht von elf untersuchten Subregionen an. Dabei waren die stärksten Zuwächse paradoxerweise in Ländern mit hohem Einkommen zu verzeichnen. In Nordamerika kletterte die Arbeitslosenquote unter jungen Menschen im Jahr 2025 auf 9,8 Prozent, nachdem sie zwei Jahre zuvor noch bei 8,3 Prozent gelegen hatte. Für Europa wird die Jugendarbeitslosigkeit im Jahr 2025 auf 15 Prozent beziffert.

Erhebliche regionale Disparitäten und informelle Beschäftigung

Besonders prekär bleibt die Lage in den arabischen Staaten mit einer Arbeitslosenquote von 26,2 Prozent sowie in Nordafrika mit 22,6 Prozent. In Ländern mit niedrigem Einkommen wird die Problematik durch eine hohe NEET-Quote von 27,9 Prozent verschärft. Zudem weist die ILO darauf hin, dass fast neun von zehn jungen Arbeitnehmern in diesen einkommensschwachen Regionen in informellen Beschäftigungsverhältnissen tätig sind.

Anzeige

Während die technologische Transformation neue Anforderungen an die Arbeitswelt stellt, müssen Verantwortliche in IT- und Rechtsabteilungen die rechtlichen Details der neuen Verordnungen im Blick behalten. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Report, welche KI-Systeme als Hochrisiko eingestuft werden und wie Sie Ihr Unternehmen absichern. Gratis-Leitfaden zur KI-Verordnung herunterladen

Trotz der aktuellen Herausforderungen durch die KI-Integration und den Anstieg in hochentwickelten Volkswirtschaften prognostiziert die Organisation für die Jahre 2026 und 2027 eine Privatstabilisierung der globalen Jugendarbeitslosigkeit auf einem Niveau von 12,3 Prozent. Dennoch bleibe die Integration der jungen Generation in einen sich technologisch rasant wandelnden Arbeitsmarkt eine der zentralen Aufgaben für die kommenden Jahre, da die Gefahr bestehe, dass traditionelle Ausbildungspfade nicht mehr mit den Anforderungen der Industrie schritthalten könnten.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 69938530 |