KI ins Gerät: Schaeffler und Sonatus rüsten acht Millionen Autos auf
10.06.2026 - 19:56:21 | boerse-global.de
Eine Welle neuer Produkte und Partnerschaften zeigt: Künstliche Intelligenz wandert zunehmend vom Rechenzentrum direkt ins Gerät. Vom Auto über den Laptop bis zur Spielekonsole setzen Hersteller auf lokale Rechenpower statt Cloud-Abhängigkeit.
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Autos lernen in Echtzeit
Der Automobilzulieferer Schaeffler und der Software-Spezialist Sonatus haben heute eine globale Partnerschaft bekannt gegeben. Ziel ist es, die KI-Software von Sonatus direkt in Schaefflers Steuergeräte zu integrieren. Die Technologie erfasst und verarbeitet Daten in Echtzeit – direkt am Ort des Geschehens, dem sogenannten Edge. Sonatus ist bereits in über acht Millionen Fahrzeugen weltweit im Einsatz. Das dürfte die Entwicklung hin zum softwaredefinierten Fahrzeug deutlich beschleunigen.
Sicherheit auf neuem Niveau
Ebenfalls heute hat das Unternehmen BlueRock eine Open-Source-Version des NOVA-Microhypervisors veröffentlicht. Die unter GPL v2 lizenzierte Software ermöglicht hardwaregestützte Isolation zwischen virtuellen Maschinen, Geräten und Speicher. Besonders spannend: Die Unterstützung für AMDs IOMMU-Technologie erlaubt eine bisher unerreichte Trennung auf Hardware-Ebene. Virtuelle Maschinen können dabei bis zu 256 Terabyte RAM adressieren – ein Wert, der selbst für große Rechenzentren beeindruckend ist.
Das Sicherheitsunternehmen XBOW hat zudem einen Blick auf die neueste KI-Generation gewfen. Bei Tests von Anthropics Mythos Preview – einem noch unveröffentlichten Modell – fanden die Forscher eine 42 Prozent höhere Trefferquote bei der Identifikation von Code-Schwachstellen im Vergleich zum Vorgänger Opus 4.6. Der Haken: Das Modell ist rund fünfmal teurer und zeigt Schwächen bei allgemeinen Urteilsaufgaben. Kein Wunder also, dass die Frage nach dem Preis-Leistungs-Verhältnis offen bleibt.
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Neue Laptops mit eingebauter KI
ASUS hat mit dem ExpertCenter P600 All-in-One einen Business-PC vorgestellt, der auf den AMD Ryzen AI 7 setzt. Dessen neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) schafft 50 Billionen Operationen pro Sekunde (TOPS). Zusammen mit bis zu 64 GB DDR5-RAM und TPM 2.0 ist das Gerät für lokale KI-Berechnungen optimiert – ohne Cloud-Anbindung.
Acer zieht nach: Der Swift 16 AI nutzt den neuen Intel Core Ultra Series 3 (Codename Panther Lake) und kommt mit einem 16-Zoll-OLED-Display. Ab 1.799 Euro bietet das Notebook zwischen 11 und 12 Stunden Akkulaufzeit. Für Leistungshungrige gibt es den Predator Helios 18 AI mit Core Ultra 9 290HX Plus und RTX 5090 – ein echter Gaming-Bolide.
Tablets und Kameras im KI-Fieber
Das Honor MagicPad 4 setzt auf den Snapdragon 8 Gen 5 und ein 12,3 Zoll großes OLED-Display mit 165 Hertz. Mit nur 4,8 Millimetern Dicke und 450 Gramm Gewicht ist es extrem portabel – verzichtet aber auf einen Fingerabdruckscanner. Der Preis liegt umgerechnet bei etwa 850 Euro.
Insta360 bringt mit der Luna Ultra eine Kamera, die Leica-Optiken mit einem abnehmbaren 2-Zoll-OLED-Touchscreen kombiniert. Der Bildschirm dient als Fernbedienung und funktioniert bis zu 20 Meter weit. Die Kamera filmt in 8K bei 30 Bildern pro Sekunde und bietet 14 Blendenstufen Dynamikumfang – ein Traum für Filmemacher.
Steam-Controller und Highspeed-Tastaturen
Valve hat heute den neuen Steam Controller für 100 US-Dollar vorgestellt. Die Besonderheit: TMR-Sticks mit kapazitiver Berührung, zwei Trackpads und eine Akkulaufzeit von 35 Stunden. Zeitgleich tauchte ein Tutorial-Video zur „Steam Frame"-Software auf. Und FCC-Unterlagen deuten auf eine neue Steam Machine hin, die bis zum 29. Juni erscheinen könnte – mit einem Preis von möglicherweise über 1.000 Dollar.
Auf der Computex 2026 in Taiwan zeigte Colorful die Magnex XC87-Serie: mechanische Tastaturen im 80-Prozent-Format aus Aluminium mit einer Abfragerate von 8.000 Hertz und integrierten OLED-Displays. Die Botschaft ist klar: Selbst bei Tastaturen wird lokal und schnell verarbeitet.
