KI in Schulen: 97% der Schüler fühlen sich stärker eingebunden
25.05.2026 - 23:22:40 | boerse-global.deMindmaps per Mausklick, personalisierte Lernpläne vom Algorithmus und offene Lernlandschaften statt Frontalunterricht. Die Digitalisierung verändert die Schule grundlegend – und das Tempo nimmt zu.
EdrawMind: KI soll das Wissensmanagement revolutionieren
Softwarehersteller Wondershare hat seine Diagramm-Lösung EdrawMind um einen KI-Agent-Workspace erweitert. Die neue Umgebung namens EdrawMind AI erstellt Mindmaps, Kanban-Boards und Präsentationsfolien automatisiert. Möglich machen das Funktionen wie Multi-Round-Dialoge, tiefgehendes Dateiverständnis und eine integrierte Online-Suche.
Warum so viele Deutsche ChatGPT nutzen – aber kaum einer weiß, wie man es richtig anwendet. Ein kostenloser Ratgeber zeigt, wie Sie die KI sofort für Ihren Alltag nutzen können – ganz ohne Vorkenntnisse. Einsteiger-Ratgeber jetzt kostenlos herunterladen
Der Markt für solche Tools wächst rasant. Branchenanalysten schätzen das Volumen bis 2032 auf knapp 17,8 Milliarden US-Dollar. Für Schüler bedeutet das: Mindmaps entstehen nicht mehr mühsam von Hand, sondern per Knopfbruck aus umfangreichen Lehrmaterialien.
Vietnam als Testlabor: 97 Prozent fühlen sich stärker eingebunden
Besonders weit sind die FPT-Schulen in Hai Phong. Seit Mai 2026 läuft dort ein Pilotprojekt mit KI als pädagogischem Assistenten. Tools wie Gemini und NotebookLM von Google erstellen personalisierte Wiederholungspläne. Das System analysiert Stärken und Schwächen der Schüler, verteilt Aufgaben und bewertet die Ergebnisse.
Die Resonanz ist beeindruckend: 97,33 Prozent der Schüler gaben an, sich durch die digitale Umgebung stärker in den Unterricht eingebunden zu fühlen.
Auch die Giang Vo Secondary School in Hanoi sammelt Erfahrungen. Im Projekt „Google Digital Classroom“ arbeiten 156 Schüler und 21 Lehrer in drei Pilotklassen. Alle Lehrkräfte sind Google Certified Educator-zertifiziert. Das Ergebnis: Über 93 Prozent der Schüler finden den Lernstoff leichter aufnehmbar, 92,4 Prozent berichten von besseren IT-Kenntnissen.
Für das Schuljahr 2026/27 ist die Ausweitung auf die Klassen 6 bis 8 geplant. Über 1.900 Chromebooks sollen angeschafft werden – Investitionen von mehr als 17,6 Milliarden VND.
Europa setzt auf neue Lernorte
Während Asien auf Technologie setzt, experimentiert Europa mit neuen Raumkonzepten. In der Schweiz gewinnen sogenannte Lernlandschaften an Bedeutung. Eine Delegation aus dem baselländischen Reinach besuchte kürzlich Einrichtungen in Herisau, die dieses Modell seit 2010 erfolgreich betreiben.
Ein Drittel des Unterrichts findet dort in großflächigen, büroähnlichen Räumen statt. Schüler arbeiten niveauübergreifend und selbstständig an ihren Aufgaben. Die jährlichen Mehrkosten liegen bei rund 180.000 CHF – doch die Verantwortlichen berichten von höheren Übergangsquoten auf weiterführende Schulen.
Urlaub planen, Sprachen lernen, Zeit sparen: So erledigt ChatGPT Ihre Alltagsaufgaben in Sekunden. Der kostenlose PDF-Report liefert fertige Anleitungen und Beispiel-Prompts, um KI-Tools praktisch und unkompliziert in den Alltag zu integrieren. Gratis PDF-Report mit ChatGPT-Prompts sichern
Auch in Deutschland wird umgedacht. An der Angelaschule in Osnabrück plant die Schulleitung eine radikale Umgestaltung: Klassische Klassenarbeiten, Frontalunterricht und die traditionelle Lehrerrolle sollen zugunsten des selbstgesteuerten Lernens zurücktreten.
Selbstwirksamkeit als Schlüsselkompetenz
Hinter all diesen Entwicklungen steckt ein klares pädagogisches Ziel. Myrle Dziak-Mahler von der Lernlog gGmbH betonte heute, dass die Mitentscheidung über den eigenen Lernprozess eine Schlüsselkompetenz sei. Wenn Schüler Wissen eigenständig strukturieren und visualisieren können – sei es durch KI-Agenten oder in offenen Lernlandschaften –, werden sie vom passiven Empfänger zum aktiven Gestalter.
Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigte am Wochenende das nationale Finale des „Green STEM 2026“-Wettbewerbs in Hanoi. 33 Teams aus 19 Schulen traten unter dem Motto „Ökologisches Gleichgewicht“ an. Die Aufgaben forderten genau jene Kompetenzen, die KI-Tools unterstützen: komplexe Probleme durchdringen, Daten vernetzen und kreative Lösungen entwickeln. Die erfolgreichsten Teams dürfen ihre Konzepte beim World GreenMech Contest präsentieren.
Was kommt als Nächstes?
Die Zeichen stehen auf weitere Verschmelzung von Pädagogik und Technologie. Während Softwareanbieter ihre KI-Workspaces verfeinern, müssen Schulen die finanziellen und personellen Ressourcen bereitstellen. Programme wie „Mind Care“ in Da Nang zeigen, dass der soziale Aspekt nicht vernachlässigt wird: Neben KI-gestütztem 24/7-Support gibt es dort auch psychologische Beratung gegen Prüfungsdruck.
Der Fokus wird in den kommenden Jahren voraussichtlich auf der Steigerung der Schülerbeteiligung und der Vorbereitung auf eine digitalisierte Arbeitswelt liegen.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
