Produktion, Produktivitätssprung

KI in Produktion: 20% Produktivitätssprung bei Bosch und Siemens

26.06.2026 - 03:19:49 | boerse-global.de

Agentische KI-Systeme etablieren sich als autonome Partner in Firmen. Hohe Investitionen und steigende Produktivität belegen den Trend.

KI-Wandel: Agentische Systeme als neue Partner für Unternehmen
Produktion - Unternehmer und Manager interagieren mit KI-gestützten Systemen, die als autonome Partner in Geschäftsprozesse integriert sind. 26.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Statt isolierter Chatbots etablieren sich nun „agentische KI-Systeme“ als autonome Partner für Gründer, Manager und Produktionsleiter.

Spezialisierte Unterstützung für Gründer

Das am 25. Juni gestartete Unternehmen CoFounder.AI verfolgt einen neuen Ansatz: „Software as a Partner“ (SaaP). Das System stellt Gründern spezialisierte KI-Experten zur Seite, die proaktiv agieren und etwa die Rolle eines virtuellen Mitgründers übernehmen. Über 8.000 Interessenten stehen bereits auf der Warteliste.

Seit dem 24. Juni ist zudem das Tool Startup Advisor verfügbar. Es soll die hohe Scheiterquote von Startups senken – rund 90 Prozent aller Neugründungen gehen schief. Die KI hilft bei der Ideenvalidierung, Finanzmodellierung und Go-to-Market-Strategien. Auch das Berliner Startup nunq setzt auf tiefenintegrierte Assistenten, die sich direkt in die Arbeitsumgebung der Nutzer einbetten.

Operative Exzellenz in Produktion und Gastronomie

Das Berliner Unternehmen Almetra gab am 25. Juni den Abschluss einer Series-A-Finanzierungsrunde über 16,3 Millionen Euro bekannt. Seine Software analysiert Produktionsabläufe und wird bereits von Bosch, ABB und Siemens Energy eingesetzt. Kunden konnten ihre Produktivität um 20 Prozent steigern.

In der Gastronomie ersetzt KI manuelle Planungen. Das Gastro-Tech-Unternehmen Nesto bietet eine Prognosesoftware, die Excel-Tabellen und Entscheidungen nach Bauchgefühl ablösen soll. Die Gustoso-Gruppe mit 220 Restaurants nutzt das System bereits.

Integration in etablierte Ökosysteme

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Während agentische KI-Systeme die Produktivität steigern, müssen Unternehmen gleichzeitig die komplexen rechtlichen Anforderungen der neuen EU-Gesetzgebung im Blick behalten. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle Risikoklassen, Pflichten und Fristen des EU AI Acts. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Ein Schlüsselfaktor für die breite Akzeptanz ist die nahtlose Einbindung in vorhandene Softwarelandschaften. Eudia kündigte am 25. Juni eine Kooperation mit Microsoft an: „Expert Digital Twins“ werden direkt in Microsoft 365 integriert. Damit stehen KI-Assistenten in Outlook oder SharePoint zur Verfügung. Auch dotSource stellte einen KI-Assistenten für Microsoft Teams vor, der Governance- und Compliance-Anforderungen berücksichtigt.

Parallel wächst das Angebot europäischer Lösungen. Die am 25. Juni gestartete Plattform eustella nutzt quelloffene Modelle auf einer in Deutschland gehosteten Cloud-Infrastruktur. Unternehmen wie Bitpanda oder Geizhals setzen auf die europäischen Sicherheitsstandards.

Hohe Investitionsbereitschaft

Die wirtschaftliche Bedeutung zeigt sich in massiven Kapitalzuflüssen. Das Cybersicherheits-Startup DREAM von Sebastian Kurz und Shalev Hulio schloss am 24. Juni eine Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar ab – bei einer Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Das Berliner Startup Qorelo sicherte sich 3,5 Millionen US-Dollar, Mercedes-Benz ist bereits Kunde.

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Der finanzielle Erfolg scheint die Investitionen zu rechtfertigen. Ein Bericht des Anbieters Box zeigt: 80 Prozent der befragten Unternehmen erzielen bereits einen messbaren Return on Investment durch KI. Der Anteil der Firmen mit fortgeschrittenem KI-Reifegrad stieg innerhalb eines Jahres von 8 auf 64 Prozent.

Hürden bleiben

Der Verband Bitkom identifiziert noch Hindernisse. Zwar habe sich die Nutzung von KI in Unternehmen seit 2024 auf 40 Prozent verdoppelt. Doch rechtliche Unsicherheiten und ein Mangel an Know-how bremsen die schnellere Verbreitung. Dennoch prognostizieren Experten: Bis 2028 wird KI im Büroalltag so selbstverständlich sein wie die E-Mail.

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