Fabrik, Mittelstand

KI in der Fabrik: Mittelstand steigert Produktivität um 22 Prozent

11.06.2026 - 04:01:41 | boerse-global.de

KI steigert Produktivität in der Industrie um durchschnittlich 22 Prozent. Mittelständler erzielen die größten Effizienzgewinne.

KI-Studie: Mittelstand profitiert von smarter Fabrik-Produktion
Fabrik - Ein Roboterarm in einer modernen Fabrik, der präzise Bauteile handhabt, mit subtilen digitalen Überlagerungen, die KI-Datenflüsse darstellen. 11.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Künstliche Intelligenz sorgt in der industriellen Produktion für messbare Gewinne – und der Mittelstand ist der größte Profiteur.

Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Unternehmen steigern ihre Produktivität durch KI im Schnitt um 22 Prozent. In Spitzenfällen sind sogar 80 Prozent drin. Die sogenannte Zukunftsmacher-Studie, für die 55 Tiefeninterviews geführt wurden, belegt den Trend.

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Während die Produktivität durch KI massiv steigt, wachsen auch die regulatorischen Anforderungen an Unternehmen durch den EU AI Act. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle neuen Pflichten und Fristen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

20 Prozent der Digitalisierungsbudgets fließen bereits in KI-Projekte. Bis 2028 soll der Wertbeitrag auf 31 Prozent klettern.

Datenqualität entscheidet über Erfolg

Doch die Technologie allein reicht nicht. Beim Roundtable „KI in der Smart Factory“ am 9. Juni betonten Experten von MPDV und VACOM: Ohne saubere Daten und ein semantisches Fabrikmodell bleibt die smarte Fabrik ein Traum.

Die MOESCHTER Group zeigt, was möglich ist: KI-gestützte Systeme steigerten die Liefertreue um 11 Prozentpunkte. Die Durchlaufzeiten sanken um 49 Prozent. Und für die Fertigungssteuerung reichen heute drei statt fünf Mitarbeiter.

Auch die Instandhaltung profitiert. Lösungen wie der 8D-Assist oder der FMEA-Assist von Böhme & Weihs bringen Expertenwissen per Dialog direkt an die Maschinen. Ziel: Fehlersuche beschleunigen, Stillstandzeiten minimieren.

Logistik wird zur orchestrierten KI-Welt

Die Otto Group setzt auf einen herstellerunabhängigen Koordinationsmechanismus für Roboterflotten. Basis ist ein digitaler Zwilling, entwickelt mit NVIDIA und Reply. Die Verfügbarkeitsziele: 99,95 Prozent.

Parallel modernisieren Low-Code-Plattformen bestehende ERP-Systeme wie SAP. KI-Agenten erstellen eigenständig Bestellvorschläge oder Serviceaufträge – ohne tiefe Eingriffe in den Kern der Systeme.

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Der Einsatz von KI-Agenten und vernetzten Systemen in der Produktion erfordert neue Sicherheitsstrategien für die gesamte IT-Infrastruktur. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie Sicherheitslücken schließen und gleichzeitig die neuesten gesetzlichen Anforderungen erfüllen. IT-Sicherheit stärken ohne teure Investitionen: So schützen clevere Unternehmer ihre Firma vor Cyberangriffen

Autoindustrie und Rohstoffe: KI auf dem Vormarsch

KPIT Technologies führt sein KI-Produkt Beacon bei globalen Autobauern ein. Ziel: Softwareentwicklung für Fahrzeuge beschleunigen und verbilligen.

Mercedes-Benz hat im Juni am Standort Berlin-Marienfelde die Großserienproduktion von Axialflussmotoren gestartet. Die 30.000 Quadratmeter große Fertigung umfasst 98 Prozessschritte – 35 davon gelten als weltweit neuartig. Die Motoren kommen unter anderem im AMG GT 4-Türer Coupé zum Einsatz.

International zeigt der Bergbaukonzern Vale, was KI leistet: Eine neue Anlage im brasilianischen Minas Gerais steigerte die Produktivität um 25 Prozent.

Energieeffizienz wird zum KI-Ziel

Das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Projekt „Green Prod“ der Hochschule Pforzheim entwickelt „grüne digitale Energiezwillinge“. Sie sollen Produktionsabläufe energieoptimiert steuern und CO2-Emissionen einzelnen Produkten zuordnen.

Für den Schutz der sensiblen KI-Infrastrukturen arbeiten Siemens und Infineon an neuen Halbleiter-Leistungsschaltern. Die Siliziumkarbid-Module schalten im Mikrosekundenbereich – deutlich schneller als mechanische Systeme.

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