Studium, Studierenden

KI im Studium: 80% der Studierenden nutzen sie wöchentlich

Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 08:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

15 Doktorarbeiten mit summa cum laude geehrt. KI-Studie zeigt Grenzen digitaler Systeme im Klinikalltag auf.

Promotionspreise 2026: Auszeichnungen für Spitzenforschung in Deutschland
Eine promovierende Person arbeitet konzentriert an einem Laptop in einem modernen, hellen Büro an ihrer Abschlussarbeit. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die letzte Phase einer Promotion entscheidet über den Erfolg der gesamten Arbeit. Wer in Bielefeld, Erlangen oder Tübingen forscht, zeigt: Methodische Präzision und der kluge Umgang mit digitalen Tools machen den Unterschied.

Summa cum laude: 15 herausragende Doktorarbeiten ausgezeichnet

Die Universitätsgesellschaft Bielefeld ehrte im Juli 2026 insgesamt 15 Promovierende des Jahrgangs 2025. Ihre Arbeiten erhielten die Bestnote summa cum laude. Zu den Preisträgern zählen Dr. Laura Schulte (Biologie), Dr. René Haverkamp (Chemie) und Dr. Philipp Jann (Psychologie).

Letzterer bekam zusätzlich den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung. Seine Dissertation zur psychosozialen Notfallversorgung gewann in der Sektion Sozialwissenschaften – dotiert mit 25.000 Euro. Die offizielle Verleihung findet im Dezember 2026 in Berlin statt.

Mensch gegen Maschine: Wenn Software nicht alles kann

Dr. Jacqueline Bauer vom Uniklinikum Erlangen erhielt den ADKA-Promotionspreis 2026. Sie untersuchte ein klinisches Entscheidungsunterstützungssystem für die Krankenhauspharmazie. Das Ergebnis: Das digitale System generierte in 82 Prozent der Fälle korrekte Warnungen. Doch Experten stuften nur 20 Prozent dieser Hinweise als patientenrelevant ein.

Noch deutlicher: Stationsapotheker identifizierten mehr Medikationsfehler als die Software. Die Studie zeigt, warum menschliche Expertise gegenüber rein technischen Lösungen unverzichtbar bleibt.

KI im Hörsaal: 80 Prozent der Studierenden nutzen sie wöchentlich

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) befragte im Wintersemester 2025/26 mehr als 28.000 Studierende. Ergebnis: Rund 80 Prozent greifen wöchentlich auf Künstliche Intelligenz zurück. Fast die Hälfte nutzt KI sogar täglich.

Doch die Hochschulen hinken hinterher. Die Befragten bewerteten die Angebote zur Vermittlung von KI-Kompetenzen nur als mäßig. Dabei wäre genau das der Schlüssel für eine produktive Nutzung in der Abschlussphase.

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Die zunehmende Nutzung von KI-Systemen in Forschung und Lehre erfordert eine fundierte Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen, wie sie der neue EU AI Act vorgibt. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden bietet Ihnen einen kompakten Überblick über alle neuen Anforderungen, Pflichten und Fristen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen

Strukturiert forschen: Das MTO-Prinzip

Das Kompetenzzentrum WIRKsam veröffentlichte im Juli 2026 eine neue Broschüre. Sie beschreibt eine sogenannte Fokussierungsphase für komplexe Einführungsprozesse. Im Zentrum steht das Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation (MTO). Ziel: ein tragfähiges Lastenheft durch partizipative Gestaltung.

Professorinnenprogramm: 44 Hochschulen erfolgreich

In der dritten Auswahlrunde des Professorinnenprogramms 2030 setzten sich 44 von 51 teilnehmenden Hochschulen durch – darunter die Technische Hochschule Mittelhessen. Sie können nun Anschubfinanzierungen für unbefristete Professuren weiblicher Wissenschaftler beantragen.

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Parallel stärkt die Universität Tübingen den Technologietransfer. Sie trat im Juli 2026 dem Innovationsnetzwerk NXTGN bei. Gemeinsam mit den Universitäten Freiburg und Hohenheim will sie die Gründungskultur in Baden-Württemberg fördern. Für Promovierende eröffnen sich so Perspektiven direkt nach der Dissertation.

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