KI-Geschäftsdokumente: 95 Prozent müssen vor der Nutzung nachbearbeitet werden
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 17:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Erstellung von Geschäftsdokumenten ist in vielen Unternehmen inzwischen fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Dennoch erfordern die automatisch erzeugten Inhalte in fast allen Fällen menschliche Nacharbeit.
Laut der Untersuchung „The Business-Ready AI Gap 2026“ des Softwareanbieters Templafy, über die Medien am 1. Oktober 2026 berichteten, müssen 95 % der befragten Wissensarbeiter KI-generierte Geschäftsdokumente vor ihrer finalen Nutzung manuell nachbearbeiten.
Die Ergebnisse verdeutlichen eine Diskrepanz zwischen der schnellen Erzeugung von Texten und Entwürfen und deren tatsächlicher Einsatzreife im geschäftlichen Kontext.
Hohe Nutzungsfrequenz bei anhaltendem Prüfaufwand
Aus der Untersuchung geht hervor, dass 90 % der Wissensarbeiter in den USA und im Vereinigten Königreich KI für die Erstellung von Geschäftsdokumenten mindestens wöchentlich verwenden. Die Technologie hat sich damit in der Breite etabliert, führt im Arbeitsalltag jedoch zu einem spürbaren Korrekturaufwand. Im Schnitt verbringen die Befragten fast 4 Stunden pro Woche mit der Überarbeitung und Anpassung der von KI erzeugten Ausgaben.
Wer sich mit dem Einsatz moderner Technologien im Unternehmen befasst, sollte auch die rechtlichen Rahmenbedingungen kennen. Dieser kostenlose Report klärt auf, welche KI-Systeme als Hochrisiko gelten und was Verantwortliche jetzt konkret tun müssen. Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act jetzt kostenlos herunterladen
Dieser Prüfprozess schmälert den erhofften Effizienzgewinn erheblich: 48 % der Teilnehmer gaben an, dass die notwendige Prüfung und Korrektur kaum Zeitersparnis übrig lasse. Die Umfrage stützt sich auf Angaben von 2.000 KI-nutzenden Wissensarbeitern in Unternehmen aus den USA und dem Vereinigten Königreich mit jeweils mehr als 100 Beschäftigten. Die Datenerhebung fand im August 2026 statt.
Plattformdaten zeigen Potenzial automatisierter Workflows
Neben den Befragungsergebnissen umfasst der Bericht auch Auswertungen aus internen Nutzungsstatistiken der Plattform von Templafy. Diese Daten deuten darauf hin, dass strukturiertere Automatisierungen und sogenannte KI-Agenten die Bearbeitungsdauer im Prozess verringern können. In über 29.000 analysierten Sitzungen mit KI-Agenten sank die mediane Dokumenterstellungszeit von rund 2 Stunden ohne Agenten auf 8 Minuten.
Damit die gewonnene Zeit durch effiziente Abläufe nicht an anderer Stelle verloren geht, hilft ein strukturiertes Aufgabenmanagement. Dieses kostenlose Themenheft verrät, wie Sie Ihren Tag in nur 5 Minuten so planen, dass Sie Ihre Aufgaben stressfrei bewältigen. 7 bewährte Zeitmanagement-Methoden gratis sichern
Gleichzeitig verzeichnete der Anbieter eine deutliche Zunahme beim Einsatz dieser Werkzeuge: Die Agentennutzung bei aktivierten Nutzern stieg von 31 % im Dezember 2025 auf 66 % im August 2026.
Die Erhebung macht insgesamt deutlich, dass der praktische Nutzen generativer Systeme im Büroalltag stark davon abhängt, wie nahtlos die erzeugten Dokumente bestehende Qualitätsstandards und Formatvorgaben erfüllen, ohne dass Anwender einen Großteil der gewonnenen Zeit in die anschließende Fehlersuche und Formatierung investieren müssen.
