KI-Fachkräfte, HR-Experten

KI-Fachkräfte: 94% HR-Experten erwarten völlig neue Positionen

19.06.2026 - 09:02:56 | boerse-global.de

94 Prozent der HR-Experten erwarten neue KI-Einstiegspositionen, während 60 Prozent die eigenen Weiterbildungsprogramme als unzureichend bewerten.

KI-Studie: Neue Jobs entstehen, doch Weiterbildung hinkt hinterher
KI-Fachkräfte - A diverse group of IT professionals collaborates in a modern office, surrounded by glowing data visualizations and holographic interfaces. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Eine aktuelle Studie von Cognizant und Pearson unter 750 HR-Experten aus den USA, Großbritannien und Indien zeigt: 94 Prozent der Personalverantwortlichen rechnen damit, dass KI innerhalb der nächsten fünf Jahre völlig neue Einstiegspositionen schaffen wird. Doch die Kehrseite der Medaille: 60 Prozent der Befragten geben zu, dass ihre aktuellen Weiterbildungsprogramme mit der rasanten KI-Entwicklung nicht Schritt halten können.

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Die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz schafft nicht nur neue Jobs, sondern bringt auch komplexe rechtliche Anforderungen für Unternehmen mit sich. Dieser kostenlose Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act hilft Ihnen, die neuen Pflichten und Risikoklassen der KI-Verordnung sicher zu verstehen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt

Tech-Konzerne starten neue Qualifizierungsoffensiven

Um diese Lücke zu schließen, haben Technologieunternehmen und Bildungseinrichtungen eine Reihe von Initiativen gestartet. LinkedIn und Adobe haben gemeinsam einen kostenlosen Kurs namens „AI Essentials for Marketers" aufgelegt. Der Bedarf ist enorm: LinkedIn verzeichnet einen Anstieg von 113 Prozent bei Stellenausschreibungen im Marketing, die KI-Kenntnisse erwähnen. Der Kurs deckt digitales Marketing, Content-Erstellung und Datenanalyse ab – inklusive Zertifikaten für das eigene Profil.

Canonical hat mit der „Canonical Academy" eine neue Plattform für Systemadministratoren geschaffen. Bereits verfügbar sind Prüfungen für Linux Terminal und Ubuntu Desktop, weitere Zertifizierungen für Ubuntu Server und DevOps sind in Planung.

IBM bleibt seinem Ziel treu, bis 2030 weltweit 30 Millionen Menschen über die Plattform SkillsBuild zu schulen. Für Juni und Juli 2026 sind virtuelle Lernveranstaltungen geplant – kostenlos und mit offiziellen Zertifikaten.

Hochschulen setzen auf angewandte KI und Cybersicherheit

Auch die akademische Welt reagiert. Im britischen St Helens College starten im September 2026 neue Programme: ein einjähriger Level-2-Kurs in IT-Grundlagen und ein zweijähriges Higher National Diploma in Digital Technologies mit Schwerpunkt Cybersicherheit.

In Indien öffnet das IIT Madras über seine Abteilung IITM Pravartak die Bewerbungsphase für den dritten Durchgang seines siebenmonatigen „Advanced Certificate in Applied AI and Deep Learning". Das Programm richtet sich an Ingenieure und Naturwissenschaftler und behandelt unter anderem Generative KI und MLOps. Das IIT Roorkee bietet in Partnerschaft mit TeamLease EdTech ein sechsmonatiges Executive-Programm für KI-Anwendungen im digitalen Handel an.

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Mit dem technologischen Fortschritt steigen auch die Gefahren durch Cyberkriminalität, die neue rechtliche Pflichten für Unternehmer nach sich ziehen. Dieser Gratis-Report klärt auf, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihr Unternehmen proaktiv vor aktuellen Bedrohungen schützen. Neue KI-Gesetze, neue Cyberrisiken: Was kommt wirklich auf Ihr Unternehmen zu?

In Ghana hat die KNUST School of Business ein Digital Skills Lab mit 200 Computern eröffnet. Der Fokus liegt auf FinTech, Cloud Computing und Datenanalyse – Schlüsselqualifikationen für den Arbeitsmarkt von morgen.

Milliarden-Investitionen in Entwicklungsländer

Regierungen und NGOs setzen auf groß angelegte Jugendprogramme. In Gabun startete am 15. Juni 2026 das Programm Numérik'Avenir an der Omar-Bongo-Universität. Finanziert von VAALCO Energy Gabun, sollen 2.000 junge Menschen in digitalen Werkzeugen geschult werden. Die erste Gruppe beginnt am 22. Juni.

In Mittel- und Osteuropa erhält die Initiative Talents for Tech 2,7 Millionen Euro von Google.org. Ziel ist es, bis Januar 2028 rund 11.000 Menschen in sieben Ländern – darunter Polen, Rumänien und Tschechien – KI-Kenntnisse zu vermitteln.

In Südafrika, wo die Jugendarbeitslosigkeit bei alarmierenden 60,9 Prozent liegt, haben FNB und die University of Johannesburg eine kostenlose App Academy gestartet. Das Ziel: 50.000 Absolventen mit Kenntnissen in App-Entwicklung und Unternehmertum. Ein lohnendes Unterfangen: Laut Salesforce und PwC können KI-bezogene Fähigkeiten Gehaltsaufschläge von bis zu 56 Prozent bringen.

Neue Rollen, neue Gehälter

Die Integration von KI verändert auch etablierte Software-Ökosysteme. Der KI-Assistent Joule von SAP automatisiert Aufgaben im Vertriebsmodul SD – vom Erstellen von Bestellungen aus E-Mails bis zur Vorhersage von Lieferverzögerungen. Der Arbeitsmarkt reagiert: Im Juni 2026 listete Glassdoor allein in Kanada 424 offene SAP-Stellen. Erfahrene SAP-SD-Spezialisten verdienen dort zwischen 130.000 und 170.000 Kanadischen Dollar (rund 85.000 bis 110.000 Euro).

Um den Einstieg in diese technischen Berufe zu erleichtern, überarbeitet der deutsche Anbieter GFN seine Umschulungsmodelle. Ab Januar 2027 wird es sozialpädagogische Unterstützung und erweiterte projektbasierte Formate geben. Teilnehmer können ihre praktische Arbeit auf Plattformen wie GitHub dokumentieren – ein entscheidender Vorteil, wenn es um den Nachweis der IT-Bereitschaft geht.

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