KI-Entlassungen: 80% der Firmen erzielen nicht erhoffte Gewinne
28.05.2026 - 05:30:51 | boerse-global.deAm 27. Mai 2026 kündigte die OpenAI Foundation ein Programm namens „Economic Futures in the Age of AI“ an – mit einem Startbudget von umgerechnet rund 230 Millionen Euro. Das Geld fließt in Forschungsprojekte, Zuschüsse und direkte Hilfsangebote für Arbeitnehmer, die vom Wandel des Arbeitsmarktes betroffen sind.
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Drei Säulen für die Arbeitswelt von morgen
Die Finanzierung konzentriert sich auf drei Schwerpunkte. Erstens: unabhängige Mess- und Prognoseinstrumente, um besser zu verstehen, wie KI die Arbeitsmärkte verändert. Zweitens: direkte Unterstützung für Arbeitnehmer und Regionen, die kurzfristig unter der Umstellung leiden. Drittens: neue Modelle, um die wirtschaftlichen Gewinne der KI-Technologie breiter zu verteilen.
Die ersten konkreten Projekte sollen noch in diesem Jahr starten. Die Ankündigung folgt auf ein breiteres Versprechen vom März 2026: Damals erklärte OpenAI, mindestens eine Milliarde Euro über seinen Non-Profit-Arm für soziale und wirtschaftliche Projekte bereitzustellen.
CEO Altman: „Job-Apokalypse blieb aus“
Bemerkenswert ist der Tonwechsel in der Führungsetage. Auf einer Konferenz in Sydney am 26. Mai 2026 räumte OpenAI-CEO Sam Altman ein, dass seine früheren Befürchtungen einer massiven Jobvernichtung nicht eingetroffen seien. Er sei erleichtert, dass er sich geirrt habe, so Altman. Er habe mit einer deutlich stärkeren Eliminierung von Einstiegsjobs im Bürobereich gerechnet.
Viele Tätigkeiten erforderten weiterhin menschlichen Kontakt und kritisches Denken – Fähigkeiten, die Technologie nur schwer ersetzen könne. Diese Einschätzung unterscheidet sich von anderen Branchengrößen, die jüngst vorhersagten, dass KI innerhalb von fünf Jahren bis zur Hälfte aller Einstiegspositionen in Büros ersetzen könnte.
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Milliardenbewertung und Börsenpläne
Die OpenAI Foundation hält derzeit 26 Prozent am gewinnorientierten Unternehmensteil. Historische Bewertungen dieses Anteils lagen bei umgerechnet etwa 120 Milliarden Euro. Neuere Gerichtsverfahren deuten jedoch auf einen Gesamtwert von rund 785 Milliarden Euro hin.
Beobachter sehen einen Zusammenhang: Der milliardenschwere Hilfsfonds kommt just zu dem Zeitpunkt, als OpenAI einen vertraulichen Börsengang vorbereitet. Das Programm gilt als Teil eines sozialen Verantwortungsrahmens für den Gang an die Börse.
Gartner-Studie: KI-Entlassungen bringen oft nicht die erhofften Gewinne
Parallel veröffentlichte das Marktforschungsunternehmen Gartner am 27. Mai 2026 eine Studie mit 350 Führungskräften weltweit. Ergebnis: 80 Prozent der Unternehmen mit KI-Pilotprojekten haben Personal abgebaut – doch die Entlassungen brachten nicht immer die erwarteten finanziellen Vorteile. Die höchsten Renditen erzielten Firmen, die KI zur Unterstützung ihrer Mitarbeiter einsetzten, statt sie zu ersetzen.
Juristische Klarstellung
Der Vorstoß folgt zudem auf den Abschluss eines bedeutenden Rechtsstreits. Am 25. Mai 2026 wies eine Jury in Oakland, Kalifornien, eine Klage gegen OpenAI und seinen CEO ab. Der Prozess offenbarte die enormen Kosten der KI-Entwicklung: Interne Kommunikation aus früheren Jahren zeigte, dass der Wettbewerb in diesem Bereich Milliarden Dollar jährlich verschlingt. Diese finanziellen Anforderungen waren der Hauptgrund für OpenAIs Wandel von einer reinen Non-Profit-Organisation zur heutigen Mischstruktur.
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