KI-Betrug, SEBI

KI-Betrug: SEBI warnt vor Deepfakes gegen Finanzabteilungen

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 19:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Indiens Börsenaufsicht SEBI meldet Zunahme von KI-gestützten Betrugsversuchen, bei denen Täter als Führungskräfte auftreten.

Indische SEBI warnt vor KI-Cyberbetrug in Finanzabteilungen
Verschwommene Gestalt im Anzug mit verdecktem Gesicht, manipuliert digitale Schnittstellen und Codezeilen, symbolisiert Cyberbetrug. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Kriminelle nutzen Künstliche Intelligenz, um sich als Top-Manager auszugeben und Millionenbeträge zu erbeuten.

Die Warnung vom 17. Juli 2026 richtet sich an alle börsennotierten Unternehmen und regulierten Finanzinstitute. Auslöser waren Meldungen des indischen Cybercrime-Koordinationszentrums I4C, das eine besorgniserregende Zunahme dieser Angriffe registrierte.

Deepfakes und Stimmklone als Tatwerkzeuge

Die Täter setzen auf hochmoderne Technologie. Mit KI-generierten Deepfakes und Stimmklonen imitieren sie CEOs und Vorstandsvorsitzende – live in Videokonferenzen oder per Sprachnachricht. Die Opfer erhalten täuschend echte Anweisungen, dringend Überweisungen zu tätigen.

Die Angriffskette beginnt meist harmlos: Eine E-Mail, eine WhatsApp-Nachricht oder eine Einladung über Microsoft Teams. Häufig enthalten diese Nachrichten komprimierte .zip-Dateien. Öffnet ein Mitarbeiter sie, installiert sich Schadsoftware, die WhatsApp-Web-Sitzungen kapert und Kontaktlisten manipuliert. Von dort aus senden die Betrüger dann scheinbar legitime Zahlungsaufforderungen.

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Prävention: Misstrauen als Schutzschild

Die SEBI hat konkrete Schutzmaßnahmen veröffentlicht. Der wichtigste Grundsatz: Niemals Überweisungen nur auf Anweisungen aus Messengern oder sozialen Netzwerken tätigen. Stattdessen müssen Mitarbeiter solche Anfragen über unabhängige Kanäle – etwa einen direkten Anruf beim Vorgesetzten – verifizieren.

Weitere Empfehlungen der Aufsichtsbehörde:
- WhatsApp-Web-Sitzungen nach Gebrauch stets beenden
- Keine ausführbaren Dateien oder Software aus unbekannten Quellen herunterladen
- Strenge interne Prüfprotokolle für alle eiligen Zahlungsanfragen einführen

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Die SEBI fordert Unternehmen auf, verdächtige Aktivitäten oder erfolgreiche Betrugsfälle sofort zu melden. Betroffene können die nationale Cybercrime-Hotline unter 1930 anrufen oder eine Anzeige über das offizielle Regierungsportal für Cyberkriminalität erstatten.

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