KI-Betrug, Anrufe

KI-Betrug eskaliert: 1.000+ gefälschte Anrufe in Thüringen

30.05.2026 - 00:05:40 | boerse-global.de

Kriminelle nutzen stumme Anrufe und KI-Stimmenklone für immer perfidere Betrugsmaschen. Behörden melden hohe Schadenssummen.

KI-Betrug eskaliert: 1.000+ gefälschte Anrufe in Thüringen - Foto: über boerse-global.de
KI-Betrug eskaliert: 1.000+ gefälschte Anrufe in Thüringen - Foto: über boerse-global.de

Kriminelle nutzen sogenannte Silent Calls, um aktive Telefonnummern zu identifizieren. Die Masche: Autodialer wählen massenhaft Nummern, brechen sofort ab oder bleiben stumm. Wer rangeht, bestätigt seine Erreichbarkeit. Die Daten landen im Darknet und dienen als Grundlage für Phishing, Smishing oder Schockanrufe.

Anzeige

Da Kriminelle immer häufiger über das Smartphone versuchen, an sensible Daten und Finanzen zu gelangen, ist ein proaktiver Schutz unverzichtbar. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Maßnahmen, um Ihr Android-Gerät gegen Hacker und Betrugsversuche abzusichern. 5 Schutzmaßnahmen für Ihr Smartphone jetzt kostenlos entdecken

Experten raten: Bei unbekannten Nummern nicht abheben, bei Stille sofort auflegen. Betroffene sollen die Nummer der Bundesnetzagentur melden.

KI macht Betrug perfider

In den Wochen vor Ende Mai verzeichneten die Behörden eine neue Eskalationsstufe. Allein in Thüringen wurden über 1.000 KI-gestützte Anrufe registriert. Die Täter klonen mit nur zehn Sekunden Audiomaterial aus sozialen Medien täuschend echte Stimmen von Angehörigen. KI-Übersetzungstools kaschieren zudem Sprachbarrieren.

Die Folgen sind dramatisch. Am 28. Mai übergab ein Senior in München-Pasing Wertsachen im niedrigen sechsstelligen Bereich an einen falschen Polizeibeamten. Am selben Tag erbeuteten Betrüger in Brunsbüttel 18.000 Euro von einer 82-Jährigen – sie täuschten einen bevorstehenden Überfall vor.

Anzeige

Ob Banking, WhatsApp oder Telefonie – die Sicherheit Ihrer digitalen Konten ist heute wichtiger denn je, um sich vor Identitätsdiebstahl zu schützen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie Passwörter durch sicherere Methoden ersetzen und Ihre Accounts effektiv absichern. Kostenlosen Sicherheits-Report für Online-Konten anfordern

Im Raum Ingolstadt, Neuburg und Manching meldete die Polizei am 29. Mai Gesamtschäden von 81.000 Euro durch Call-Center-Betrug. In Zwickau konnte ein versuchter Betrug über 95.000 Euro Kaution für einen angeblichen Unfall einer Enkelin nur durch das Eingreifen eines Pflegedienstmitarbeiters verhindert werden.

Falsche Briefe der Bundesnetzagentur im Umlauf

Neben Anrufen gibt es auch schriftliche Täuschungsversuche. Seit Mai werden gefälschte Briefe im Namen der Bundesnetzagentur an Besitzer von Photovoltaik-Anlagen verschickt. Die Absender fordern unter Androhung von Sanktionen 41,60 Euro für angebliche Fehlregistrierungen im Marktstammdatenregister. Als Absender wird eine nicht existierende Außenstelle in Sömmerda angegeben.

Steuerliche Absetzbarkeit fraglich

Wer auf Trickbetrug hereinfällt, kann die Verluste nicht ohne Weiteres von der Steuer absetzen. Das Finanzgericht Münster wies 2025 eine Klage ab, die Verluste aus einem Schockanruf als außergewöhnliche Belastung anerkennen wollte. Begründung: Die Aufwendungen seien nicht zwangsläufig. Der Bundesfinanzhof muss nun höchstrichterlich klären.

Sicherheitsberater empfehlen bei verdächtigen Anrufen: Keine persönlichen Informationen preisgeben. Bei Schockanrufen hilft ein Rückruf unter der abgespeicherten Nummer der Angehörigen. Banken und Polizei fordern niemals TANs oder Bargeldübergaben am Telefon.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wissenschaft | 69445624 |