KI-Betrug, Device-Code-Phishing

KI-Betrug: Device-Code-Phishing springt um 1.380 Prozent

Veröffentlicht am: 05.07.2026 um 08:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kriminelle nutzen Deepfakes und KI für professionelle Anlagebetrugsmaschen. Schäden in Millionenhöhe gemeldet.

KI-Betrugswelle: Sparkassen warnen vor 250-Euro-Falle
Ein Smartphone zeigt eine betrügerische Investmentplattform mit einem Glitch-Effekt, während im Hintergrund jemand am Laptop tippt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Sparkassen-Finanzgruppe und mehrere Polizeibehörden schlagen Alarm.

Die Betrugswelle rollt über soziale Medien und Messenger-Dienste wie WhatsApp. Potenzielle Opfer werden mit einem niederschwelligen Einstieg geködert: einer angeblichen Investition von 250 Euro.

Die 250-Euro-Falle

Auf professionell gestalteten Webseiten sehen die Nutzer schnell hohe Gewinne – angeblich mehrere tausend Euro. Sobald sie das Geld abheben wollen, verlangen die Täter angeblich fällige Steuern, Gebühren oder Versicherungsbeiträge.

Echte Banken fordern niemals Vorauszahlungen für Auszahlungen. Darauf weisen die Sicherheitsbehörden in aktuellen Mitteilungen ausdrücklich hin.

Deepfakes und skalierbare Infrastruktur

Die Qualität der Betrugsversuche hat massiv zugenommen. Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg warnt vor gefälschten Videos mit Prominenten wie TV-Arzt Eckart von Hirschhausen. Die Täter nutzen Deepfakes, um Vertrauen zu erwecken.

Ein Anleger im Pongau verlor 40.000 Euro durch ein KI-generiertes Video mit einem Fernsehstar. Im Kreis Kusel entstand ein Schaden von mindestens 100.000 Euro durch vermeintliche Krypto-Anlagen.

Anzeige

Die Betrugswelle mit KI-Deepfakes und Device-Code-Phishing wächst rasant – allein im ersten Halbjahr 2026 um 1.380 Prozent. In diesem Report erfahren Sie, wie Sie die 250-Euro-Falle erkennen, Banking-Trojaner abwehren und nach einem Phishing-Klick richtig reagieren. Jetzt kostenlosen Schutz-Report anfordern

Sicherheitsforscher haben über 236.000 betrügerische Webseiten identifiziert. Kriminelle missbrauchen Infrastrukturen wie die DCloud Uni-App, um massenhaft Phishing-Seiten zu erstellen.

Branchenanalysten von Norton berichten: Über 78 Prozent der blockierten mobilen Bedrohungen in Deutschland entfielen auf Scams. Besonders rasant wächst das Device-Code-Phishing – im ersten Halbjahr 2026 stieg es um 1.380 Prozent.

Millionen-Schäden und neue Trojaner

Das LKA Baden-Württemberg meldet für 2025 eine Schadenssumme von 212 Millionen Euro durch Deepfake-Betrug. Die Dunkelziffer wird auf bis zu eine Milliarde Euro geschätzt.

Ein 60-jähriger Mann verlor im Frühjahr über 120.000 Euro durch eine KI-gestützte Werbe-Masche. Ende Juni konnten Ermittler einen 16-jährigen Tatverdächtigen festnehmen, der als Geldabholer fungierte.

Seit Mai 2026 greift der Banking-Trojaner Ousaban gezielt Kunden europäischer Großbanken an. Die Schadsoftware verbreitet sich über präparierte PDF-Dokumente und stiehlt Zugangsdaten in Echtzeit.

Anzeige

Ein gefälschtes Video mit einem TV-Arzt kostete einen Anleger 40.000 Euro. Der Banking-Trojaner Ousaban stiehlt Zugangsdaten in Echtzeit. Lernen Sie mit diesem Report, wie Sie Ihr Smartphone in 3 Schritten absichern – bevor die Täter zuschlagen. Smartphone-Sicherheits-Check jetzt sichern

Auch „Love-Scamming“ und gefälschte E-Mails zu einer angeblichen staatlichen „Klimabeihilfe“ werden gemeldet.

Experten raten: Bei unaufgeforderten Anlageangeboten und Handlungsdruck skeptisch bleiben. Im Zweifel direkt die Hausbank kontaktieren und keine sensiblen Daten oder Zahlungen leisten.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

de | wissenschaft | 69693557 |