KI-Ausfälle am 3. September: ChatGPT, Claude und Gemini offline
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 21:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am 3. September 2026 kam es zu einer beispiellosen Serie von technischen Ausfällen bei den weltweit führenden Anbietern künstlicher Intelligenz. Die Dienste ChatGPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Gemini von Google verzeichneten nahezu zeitgleich erhebliche Störungen, die Nutzer in zahlreichen Regionen vor erhebliche Herausforderungen stellten.
OpenAI meldet erhöhte Fehlerraten und Nutzerbeschwerden
Für den Marktführer OpenAI begann die Störung am 3. September zwischen 10:58 Uhr und 11:22 Uhr UTC. Das Unternehmen bestätigte in diesem Zeitraum erhöhte Fehlerraten für seinen Chatbot ChatGPT sowie für das Entwickler-Tool Codex. Betroffen waren neben der Weboberfläche auch die mobilen Anwendungen sowie die Desktop-Versionen. Nutzer berichteten von einem ungewöhnlichen Verhalten des Systems und anhaltenden Leistungsproblemen.
Innerhalb einer Stunde gingen mehr als 20.000 Fehlermeldungen von Anwendern ein. Erst gegen 18:45 Uhr am selben Tag normalisierte sich der Betrieb von ChatGPT wieder. Trotz dieses Vorfalls liegt die durchschnittliche Verfügbarkeit der OpenAI-Dienste für das Jahr 2026 weiterhin bei mindestens 99,9 %.
Während der laufenden Störung sorgte OpenAI zudem für Diskussionen in den sozialen Medien, da das Unternehmen ein Teaser-Video für ein neues Modell namens „Astra“ veröffentlichte.
Das Video erreichte innerhalb einer Stunde 744.000 Aufrufe, löste jedoch bei vielen Anwendern Kritik am gewählten Zeitpunkt der Veröffentlichung aus. Berichten zufolge könnte Astra ein Upgrade von GPT-5.6 auf GPT-6 markieren. Die genaue Ursache der technischen Probleme blieb zunächst ungeklärt.
Partielle Ausfälle bei Anthropic und Claude
Auch der Wettbewerber Anthropic sah sich am 3. September mit technischen Schwierigkeiten konfrontiert. Ab etwa 9:40 Uhr EDT traten partielle Störungen auf, die verschiedene Modellvarianten betrafen.
Zunächst waren Claude Mythos 5.1, Fable 5.1 und Opus 5 beeinträchtigt; später weiteten sich die Fehler auf die Versionen Mythos/Fable 5 sowie Opus 4.8 und 4.6 aus.
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Betroffen waren der Zugang über claude.ai sowie die entsprechende Programmierschnittstelle (API). Die Claude Console blieb hingegen durchgehend betriebsbereit. Das Unternehmen bestätigte die Störung und gab an, die Ursache bis 13:41 Uhr UTC identifiziert zu haben. Bereits am Vortag, dem 2. September 2026, hatte das Modell Claude Sonnet 5 einen kurzzeitigen Ausfall von 25 Minuten Dauer verzeichnet.
Weltweite Verbindungsprobleme bei Google Gemini
Parallel zu den Vorfällen bei OpenAI und Anthropic meldeten Nutzer des Google-Dienstes Gemini ebenfalls signifikante Probleme. Die Störungen begannen laut Analysen von Überwachungsdiensten gegen 8:44 Uhr EDT und dauerten rund zwei Stunden an. Zwar handelte es sich nicht um einen vollständigen Netzausfall, doch Anwender berichteten weltweit über Fehlermeldungen, hohe Latenzzeiten und langsame Antwortgeschwindigkeiten bei der KI-Generierung.
Besonders betroffen waren Regionen in Indien – darunter Delhi, Gujarat und Chandigarh – sowie das Vereinigte Königreich. Darüber hinaus wurden Beeinträchtigungen aus Frankreich, Belgien, der Türkei, Jordanien, Griechenland, Spanien, Singapur, Indonesien, Vietnam und der Schweiz gemeldet. Google hat den Ausfall bisher nicht offiziell bestätigt und keine Angaben zur Ursache gemacht.
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Neben den drei Branchenriesen kam es im selben Zeitraum auch bei kleineren Anbietern wie Grok zu vereinzelten Störungen. Die zeitliche Überschneidung der Vorfälle bei den wichtigsten Akteuren der Branche verdeutlicht die aktuelle Fragilität der globalen KI-Infrastruktur.
