KI-Assistenten im Büro: Zoom, Microsoft und OpenAI starten Agenten
04.06.2026 - 07:21:11 | boerse-global.deZoom, Salesforce, Microsoft und OpenAI bringen autonome KI-Assistenten auf den Markt, die selbstständig Aufgaben erledigen.
Die erste Juniwoche 2026 markiert einen Wendepunkt in der Büroarbeit. Gleich mehrere Tech-Schwergewichte haben zeitgleich „agentische" KI-Tools vorgestellt, die weit über einfache Chatfunktionen hinausgehen. Statt nur Fragen zu beantworten, sollen diese digitalen Mitarbeiter eigenständig Termine planen, Dokumente erstellen und Arbeitsabläufe steuern.
Zoom und Salesforce setzen auf autonome Workflows
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Zoom startete am 2. Juni mit ZoomMate, einer KI-gestützten Arbeitsplattform. Das System wandelt Gesprächsinhalte aus Meetings direkt in erledigte Aufgaben um. Es durchsucht nicht nur das Zoom-Ökosystem, sondern auch Drittanbieter wie ServiceNow, Salesforce, Workday, Slack und Jira.
Parallel dazu bringt Zoom die AI Productivity Suite an den Start – mit den Tools Canvas, Slides, Sheets und Paper. Diese Anwendungen erstellen automatisch Dokumente, Präsentationen und Tabellen basierend auf Teamdiskussionen. In Nordamerika kostet ZoomMate 20 Euro pro Nutzer und Monat, die Produktivitätssuite gibt es für 10 Euro. Eine Ausweitung auf Europa und Asien ist für die zweite Jahreshälfte geplant.
Salesforce zog am selben Tag nach: Der Agentforce Coworker startete in der Beta-Phase. Der KI-Kollege ist an das Data-360-Ökosystem angebunden und orchestriert verschiedene Agenten, die plattformübergreifend arbeiten. Zunächst auf Salesforce-Umgebungen beschränkt, soll er künftig auch in Microsoft Teams, ChatGPT und Claude verfügbar sein.
Microsoft und OpenAI definieren die KI-Identität neu
Microsoft präsentierte am 2. Juni Scout – einen „immer aktiven" persönlichen Agenten mit eigener digitaler Identität. Scout arbeitet in Microsoft 365-Anwendungen wie Teams, Outlook, OneDrive und SharePoint. Angetrieben von OpenClaw, ist das Tool derzeit im privaten Vorschaumodus für Frontier-Kunden verfügbar.
Ab dem 16. Juni werden die neuen Work-IQ-APIs allgemein verfügbar sein. Diese Schnittstellen ermöglichen die Integration von Chat, Kontext und Spezialwerkzeugen in maßgeschneiderte Arbeitsumgebungen. Die Abrechnung erfolgt verbrauchsbasiert über Copilot Credits, gesteuert durch ein neues Dashboard.
OpenAI wiederum startete am 4. Juni Workspace Agents in ChatGPT – speziell für Teamumgebungen. Diese Codex-basierten Agenten lassen sich organisationsweit teilen und laufen in der Cloud. Verfügbar für Business-, Enterprise- und Education-Kunden, wechselte der Zugang nach einer kostenlosen Testphase im Mai auf ein Kreditmodell.
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Spezialisierte Tools für Dokumentation und Marketing
Auch kleinere Anbieter mischen mit: Plaud launchte am 2. Juni seinen Team-Workspace in Großbritannien. Die Plattform zentralisiert Meeting-Notizen für über zwei Millionen Nutzer weltweit. Mit Zertifizierungen nach ISO 27001, GDPR, SOC 2 und HIPAA sowie Rechenzentren in der EU, den USA, Singapur und Japan setzt Plaud auf höchste Sicherheitsstandards. Die Preise starten bei etwa 18 Euro pro Nutzer und Monat bei Jahresabrechnung.
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