Arbeitsplatz, Ergebnisse

KI am Arbeitsplatz: 48 Prozent müssen Ergebnisse umfassend korrigieren

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 13:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Viele Beschäftigte korrigieren KI-Ergebnisse nachträglich; fehlende Prüfregeln und zusätzlicher Kontrollaufwand können Abläufe verzögern.
Ein ordentlicher, minimalistischer Arbeitsplatz mit einem Stapel leerer weißer Dokumente auf einem Holztisch bei Tageslicht. Illustration mit AI erstellt.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in Unternehmen führt in vielen Fällen zu erheblichem Prüf- und Korrekturaufwand. Dies geht aus einer Erhebung von Use.AI hervor, über die Branchenmedien am 20. Oktober 2026 berichteten. Für die Untersuchung wurden 8.316 Erwachsene befragt, die generative Technologien am Arbeitsplatz nutzen.

Das Teilnehmerfeld umfasst Beschäftigte aus den USA, Großbritannien, der Europäischen Union, Kanada, Australien und Lateinamerika. Demnach muss fast die Hälfte der Anwender die gelieferten Ergebnisse nachträglich tiefgreifend anpassen.

Zeitaufwand für Nacharbeiten übersteigt oft die Ersparnis

Die Detailergebnisse zeigen deutliche Reibungsverluste bei der täglichen Nutzung. 48% der Befragten gaben an, KI-Output erhalten zu haben, der umfassend korrigiert werden musste. Bei 43% war die gelieferte Qualität so unzureichend, dass sie Ergebnisse komplett neu erstellen oder die mit KI-Unterstützung erstellte Arbeit von Kollegen vollständig neu erledigen mussten.

Dieser Umstand schlägt sich auch im zeitlichen Aufwand nieder: 41% der Umfrageteilnehmer benötigten mehr Zeit für das Prüfen, Filtern und Verifizieren von KI-Ergebnissen. Zudem empfanden 39% der Beschäftigten den Kontrollaufwand als zeitintensiver als die eigentliche Aufgabe selbst. In der Folge gaben 37% der Teilnehmer an, dass die notwendigen Nacharbeiten betriebliche Entscheidungen verzögerten.

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Mangelnde Vorgaben begünstigen Kontrolllücken

Gleichzeitig verweist die Erhebung auf organisatorische Defizite im betrieblichen Umfeld. Bei 58% der Befragten existieren beim jeweiligen Arbeitgeber keine klaren Prüfregeln für KI-generierte Inhalte. Dies begünstigt Nachlässigkeiten bei der internen Weitergabe: 34% der befragten Fachkräfte räumten ein, KI-gestützte Arbeitsergebnisse weitergeleitet zu haben, ohne diese zuvor vollständig gelesen zu haben. Obwohl die Systeme rasch Resultate ausgeben, bleibt die Qualität demnach oft unzureichend.

Trotz der Mängel berichten viele Beschäftigte von Vorteilen bei bestimmten Tätigkeiten. So gaben 62% an, dass KI Arbeiten erleichtere, die sie andernfalls gar nicht in Angriff genommen hätten, darunter die Ausarbeitung von Memos, Präsentationen oder Programmiercode.

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Die Ergebnisse von Use.AI beruhen auf Selbstauskünften der Teilnehmer und liefern keinen statistischen Nachweis über den tatsächlichen Netto-Produktivitätseffekt. Fachleute raten Unternehmen und insbesondere kleineren sowie mittleren Betrieben deshalb dazu, KI-Werkzeuge mit Vorsicht einzuführen, erzeugte Inhalte konsequent zu kontrollieren und Mitarbeiter im Umgang mit den Werkzeugen gezielt zu schulen.

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