Kettentrick, Betrüger

Kettentrick: Betrüger stehlen Schmuck von Senioren auf der Straße

09.06.2026 - 16:39:07 | boerse-global.de

Polizei registriert bundesweit vermehrte Fälle des Kettentricks. Die Täter nutzen die Hilfsbereitschaft älterer Menschen aus und ersetzen echten Schmuck durch Modeschmuck.

Kettentrick: Polizei warnt vor dreisten Schmuckdiebstählen an Senioren
Kettentrick - Eine ältere Frau mit besorgtem Ausdruck, die Hände gefaltet, im Freien, mit verschwommenen Gestalten im Hintergrund. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Trickdiebe nutzen die Hilfsbereitschaft älterer Menschen aus. In mehreren Bundesländern kam es zu Vorfällen, bei denen die Täter wertvollen Schmuck durch billige Modeschmuck-Ketten ersetzen.

Die Sicherheitsbehörden schlagen Alarm. In den vergangenen Tagen häuften sich die Anzeigen wegen einer besonders dreisten Betrugsmasche: dem sogenannten Kettentrick. Die Polizei gab am heutigen Dienstag entsprechende Warnhinweise heraus.

So gehen die Täter vor

Anzeige: Die Polizei meldet mehrere Fälle des Kettentricks – allein in den letzten Tagen wurden Senioren in Meerbusch, Haan und Holzwickede bestohlen. Mit drei einfachen Verhaltensregeln und einer Checkliste können Angehörige ihre Eltern schützen. Kostenlosen Schutz-Leitfaden anfordern

Die Masche ist perfide. Die Täter sprechen ihre Opfer meist aus einem Fahrzeug heraus an und fragen nach dem Weg – etwa zum nächsten Krankenhaus. Als Dank für die Hilfe wollen sie dem Gegenüber angeblich eine Kette umhängen oder anstecken.

Doch der Schein trügt. In dem Moment, in dem die Täter körperliche Nähe herstellen, entwenden sie unbemerkt den echten Schmuck der Opfer. Die Taten passieren auf offener Straße, auf Gehwegen und Parkplätzen.

Schockierende Fälle aus NRW und Niedersachsen

Die Polizei meldet mehrere konkrete Fälle. In Meerbusch-Büderich wurde zu Wochenbeginn eine 80-jährige Seniorin Opfer dieser Masche. Eine unbekannte Frau legte ihr eine rote Kette um den Hals und stahl dabei deren goldene Halskette. Die Täterin wird als schlank und mit einem Kopftuch bekleidet beschrieben.

Am vergangenen Samstag ereignete sich in Haan ein ähnlicher Vorfall. Hier entriss eine Täterin einer 74-Jährigen die Goldkette und hinterließ zwei minderwertige Modeschmuckketten.

Auch aus Holzwickede wurde ein Raubdelikt gemeldet. Einer 81-Jährigen wurden am Wochenende mehrere Halsketten gewaltsam entrissen. Die Täter flüchteten in einem dunklen Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen.

In Cloppenburg konnte eine 81-jährige Frau einen Diebstahlsversuch vereiteln. Sie rief lautstark um Hilfe, woraufhin die Täterinnen ohne Beute flüchteten.

Weitere Betrugsmaschen im öffentlichen Raum

Der Kettentrick ist nicht die einzige Gefahr. Die Polizei Köln warnte heute vor manipulierten NFC-Kartenlesegeräten an Parkscheinautomaten. Die Geräte wurden am vergangenen Wochenende sichergestellt. Hierbei nahmen die Täter unberechtigte Abbuchungen von Bankkonten vor.

In Kassel nutzte ein Täter die Hilfsbereitschaft einer Seniorin beim Wechseln von Kleingeld aus, um Geldscheine aus ihrem Portemonnaie zu entwenden.

In der Region Freiburg beobachten Ermittler zudem eine Häufung von Fällen an Autobahnen. Die Täter täuschen dort Notlagen vor, leihen sich Bargeld und hinterlegen wertlosen Schmuck als Pfand.

So schützen Sie sich

Die Polizei rät zu konsequenter Vorsicht. Bleiben Sie gegenüber Fremden stets auf Distanz und lassen Sie niemanden in Ihre persönliche Komfortzone. Nehmen Sie unter keinen Umständen Geschenke oder angeblichen Schmuck von Unbekannten an.

Im Falle eines Diebstahls oder bei verdächtigen Beobachtungen wählen Sie umgehend den Notruf. Prägen Sie sich die Merkmale der Täter sowie eventuelle Fahrzeugkennzeichen genau ein.

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