Keiju-Klinik, Smartwatches

Keiju-Klinik: 300 Smartwatches überwachen Patienten und übertragen Vitalwerte

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 15:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
300 Smartwatches übertragen Blutdruck und Puls automatisch in die Patientenakten; bis Januar 2027 ist der Ausbau auf alle Stationen geplant.
Ein heller, moderner Krankenhausflur mit großen Fenstern und minimalistischer Architektur. Illustration mit AI erstellt.

Die Keiju-Klinik (Keishu-S?g?-Krankenhaus) in Nanao in der japanischen Präfektur Ishikawa hat den offiziellen Betrieb eines neuartigen Überwachungssystems für stationäre Patientinnen und Patienten aufgenommen.

Im Rahmen dieses Projekts kommen 300 handelsübliche Smartwatches zum Einsatz, die Vitalparameter direkt am Handgelenk der Behandelten erfassen. Die Geräte messen automatisiert Blutdruck sowie Herzfrequenz und übermitteln die ermittelten Messwerte ohne manuelles Zwischenschalten direkt in das elektronische Patientendossier des Krankenhauses.

Weltweit erste Implementierung in Kooperation mit HUAWEI

Nach Angaben der Klinikleitung handelt es sich bei der Lösung um das weltweit erste System zur Verwaltung von Gesundheitsdaten stationärer Patienten über Smartwatches. Das technologische Konzept und die Einbindung in die klinische IT-Infrastruktur wurden in einer gemeinsamen Entwicklung mit dem Technologiekonzern HUAWEI realisiert.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Verknüpfung von breit verfügbarer Verbraucherelektronik mit den internen Systemen der Krankenhausverwaltung. Durch die automatische Übertragung der ermittelten Werte in die elektronische Patientenakte stehen dem medizinischen Personal aktuelle Daten zur Verfügung, ohne dass Pflegekräfte jede Messung per Hand durchführen oder dokumentieren müssen.

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Entlastung der Pflege und schnellere Interventionen

Mit der Inbetriebnahme des Systems verfolgt die Keiju-Klinik konkrete Ziele für den klinischen Ablauf. Zu den vorrangig erwarteten Effekten zählt eine deutliche Entlastung der Pflegekräfte im Arbeitsalltag.

Die regelmäßige manuelle Kontrolle von Blutdruck und Puls gehört zu den zeitintensiven Routineaufgaben auf Krankenstationen. Durch die automatisierte Erhebung können diese Arbeitsabläufe spürbar reduziert werden, wodurch dem Personal mehr Zeit für die unmittelbare Betreuung verbleibt.

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Gleichzeitig dient die kontinuierlichere Erfassung der Patientensicherheit. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustands von Patientinnen und Patienten durch den regelmäßigen Datenfluss wesentlich schneller erkannt werden kann.

Abweichungen bei Herzfrequenz oder Blutdruck lassen sich im System unmittelbar nachvollziehen, sodass behandelnde Teams frühzeitiger als bei rein punktuellen Kontrollgängen intervenieren können.

Geplante Ausweitung auf alle Stationen

Der nun gestartete Einsatz der 300 Smartwatches markiert den Einstieg in die dauerhafte Nutzung der Technologie im Haus. Nach dem offiziellen Betriebsstart plant die Keiju-Klinik bereits die nächsten Umsetzungsschritte: Bis Januar 2027 soll das System schrittweise auf alle Stationen des Krankenhauses in Nanao ausgeweitet werden, um die automatisierte Datenübertragung flächendeckend für die gesamte stationäre Versorgung nutzbar zu machen.

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