Keenadu-Malware: 300.000 Downloads aus Google Play Store
Veröffentlicht am: 04.07.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Schadsoftware wurde bereits vorinstalliert auf fabrikneuen Geräten sowie in offiziellen App-Stores entdeckt.
Versteckt in System-Apps und Firmware
Die Malware tritt in unterschiedlichen Varianten auf. Eine besonders kritische Form agiert als Backdoor direkt in der Firmware. Diese Integration ermöglicht vollständige Kontrolle über das betroffene System.
In anderen Fällen ist der Schadcode in System-Apps eingebettet. Betroffen sind grundlegende Funktionen wie die Gesichtserkennung oder das Management des Startbildschirms.
300.000 Downloads aus dem Play Store
Neben der Manipulation ab Werk wurde Keenadu auch im Google Play Store nachgewiesen. Dort verbarg sich die Malware in Anwendungen für Smart-Home-Kameras. Diese Apps verzeichneten mehr als 300.000 Downloads, bevor sie aus dem Store entfernt wurden.
Die Keenadu-Malware wurde bereits auf fabrikneuen Geräten und mit über 300.000 Downloads im Play Store entdeckt. Mit dieser Checkliste erkennen Sie infizierte Apps und führen einen Firmware-Sicherheitscheck durch. Jetzt kostenlosen Schutzleitfaden anfordern
Deutschland stark betroffen
Bereits Anfang des Jahres registrierten die Forscher über 13.000 infizierte Geräte weltweit. Zu den am stärksten betroffenen Regionen gehören Deutschland, Russland, Japan, Brasilien und die Niederlande.
Die Entdeckung ist Teil einer Serie von Sicherheitsvorfällen im Android-Ökosystem. Erst vor Kurzem zerschlugen Ermittlungsbehörden das Proxy-Netzwerk NetNut, das rund zwei Millionen Geräte kontrollierte.
Gefahr durch Billig-Hardware
Firmware-Infektionen lassen sich mit herkömmlichen Sicherheits-Apps kaum entfernen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Gerät auf tief sitzende Malware prüfen und sich vor Play-Store-Schädlingen schützen. Android-Sicherheitscheck jetzt sichern
Branchenexperten warnen: Unzertifizierte Geräte oder Billig-Hardware ohne offizielle Google-Dienste bergen ein erhöhtes Risiko. Die Integration von Malware in SDKs oder direkt in die Hardware-Lieferkette ermöglicht Angreifern großflächige Botnetze für Werbebetrug, Datendiebstahl oder die Verschleierung von Netzwerkverkehr.
Google hat seine Sicherheitsmechanismen wie Play Protect aktualisiert. Die Infektion auf Firmware-Ebene bleibt jedoch eine Herausforderung – sie ist tief im System verankert und durch herkömmliche Sicherheits-Apps schwer zu bereinigen.
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