KDE, Plasma

KDE Plasma 6.7 Beta 2: 15-20% schneller auf integrierten GPUs

30.05.2026 - 05:05:02 | boerse-global.de

AMD und Intel erweitern Linux-Kompatibilität, während KDE Plasma 6.7 Beta 2 deutliche Leistungssteigerungen zeigt.

KDE Plasma 6.7 Beta 2: 15-20% schneller auf integrierten GPUs - Foto: über boerse-global.de
KDE Plasma 6.7 Beta 2: 15-20% schneller auf integrierten GPUs - Foto: über boerse-global.de

Gleichzeitig liefern neue Desktop-Umgebungen spürbare Leistungssteigerungen.

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AMD treibt Treiber-Stack und KI-Performance voran

Am 29. Mai veröffentlichte AMD Radeon Software für Linux 26.12 und führt damit offizielle Unterstützung für Ubuntu 26.04 LTS ein. Der aktualisierte Treiber deckt zudem Ubuntu 24.04 LTS, RHEL 10.1 und RHEL 9.7 ab. Die Unterstützung für Ubuntu 22.04 LTS wurde dagegen eingestellt. Neu hinzugekommen sind architekturspezifische ROCm-Pakete sowie eine automatisierte GPU-Erkennung, die die Installation vereinfachen soll.

Parallel dazu brachte ROCm 7.2.4 am selben Tag Leistungs- und Stabilitätsverbesserungen für AMD-Grafikkarten. Besonders spannend: Das vLLM-Projekt integrierte einen nativen HIP W4A16-Quantisierungskernel für AMDs RDNA- und CDNA-Architekturen. Dieser ersetzt langsamere Emulationsmethoden und soll Vorberechnungsaufgaben für offene KI-Modelle deutlich beschleunigen.

Bereits am 28. Mai startete Canonical Workshop – ein Tool, das mit nur einem Befehl isolierte Entwicklungsumgebungen auf Ubuntu erstellt. Es unterstützt unter anderem NVIDIA CUDA und AMD ROCm und nutzt privilegienfreie Systemcontainer für KI-Agent-Workflows.

Kernel 7.2: Neue Treiber für NVIDIA und Intel

Der kommende Linux 7.2-Kernel bringt bedeutende Neuerungen. Der Open-Source-Treiber Nouveau unterstützt jetzt den NVIDIA GA100-Beschleuniger (A100). Dank NVIDIAs GSP-Technologie kann der Treiber die Kernel-Initialisierung für diese Hardware übernehmen. Allerdings fehlt noch eine vollständige 3D-Engine für Mesa Rusticl, NVK oder Clover – die Benutzerraumbeschleunigung bleibt daher eingeschränkt.

Auch Intel-Nutzer profitieren: Das Firmware-Tool Fwupd 2.1.4 unterstützt nun Updates für Intels Arc Pro B65- und B70-GPUs. Zudem wurden Sicherheitslücken geschlossen, darunter Heap-Buffer-Overflows und Path-Traversal-Schwachstellen. Berichten zufolge hat Intel außerdem USB4-Direct-Data-Pipe-Treiber für die Aufnahme in Linux 7.2 eingereicht.

Im NixOS-Ökosystem wurde ein Bug mit dem NVIDIA-Treiber 595.71.05 behoben. Nutzer hatten fehlende EGL-JSON-Dateien für XWayland gemeldet – verursacht durch die Kombination instabiler Treiberversionen mit stabilen NixOS-Modulen.

Gaming und Desktop: Valve, KDE und Proton mit Fortschritten

Valve erzielte einen Meilenstein: Am 23. Mai erreichte eine Steam-Machine-Konfiguration die Vulkan-1.4-Zertifizierung in der Khronos-Datenbank. Das System nutzt eine AMD Navi 33 GPU, einen maßgeschneiderten Zen 4-Prozessor und läuft auf SteamOS Beta 3.85 mit dem Neptune-Kernel. Die gute Nachricht trübt jedoch ein Schatten: Über 680 Spiele mit Anti-Cheat-Software bleiben auf der Plattform weiterhin unspielbar.

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KDE Plasma 6.7 Beta 2, veröffentlicht am 29. Mai, bringt spürbare Optimierungen. Die CPU-Rendering-Leistung für integrierte GPUs steigt um 15 bis 20 Prozent, die Wayland-Latenz sinkt um 10 bis 15 Prozent. Die stabile Version ist für den 16. Juni 2026 angekündigt.

Benchmark-Ergebnisse vom 29. Mai zeigen: CachyOS 7.0 übertrifft Distributionen wie Ubuntu 26.04 und Pop!_OS um 5 bis 12 Prozent auf High-End-Hardware wie dem System76 Thelio Major mit Threadripper 9980X. Zudem aktivierte Proton-CachyOS am 28. Mai Unterstützung für NVIDIA Reflex und AMD Anti-Lag 2 – diese Latenzreduktionstechnologien funktionieren nun auch in nicht-nativen Spielen.

Unternehmensstrategie: AMD mit Rekordwachstum und umstrittener Lizenzänderung

AMDs Finanzzahlen aus dem späten Jahr 2025 zeigen ein Umsatzplus von 36 Prozent im Jahresvergleich, getrieben durch ein 22-prozentiges Wachstum im Rechenzentrumssegment. Oracle hat Berichten zufolge 50.000 MI450-GPUs bestellt, deren Auslieferung im dritten Quartal 2026 beginnen soll.

Eine Entscheidung sorgt jedoch für Diskussionen: AMD hat den Linux-Support für seine Vivado-Design-Suite in ein kostenpflichtiges Modell überführt. Die Lizenz kostet rund 1.800 Euro. Branchenbeobachter sehen darin einen strategischen Wandel, der vor allem kleinere Entwicklerteams treffen könnte.

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