KB5124010, Microsoft

KB5124010: Microsoft korrigiert fehlerhafte Backups in Windows 11

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 19:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das optionale Update KB5124010 korrigiert den gestörten Dateiversionsverlauf. Microsoft plant die automatische Bereitstellung für alle Nutzer am 13. Oktober 2026.

Microsoft behebt Backup-Fehler in Windows mit optionalem Update
Ein minimalistischer, modern beleuchteter Serverraum mit metallischen Schaltschränken in einer industriellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

Microsoft hat eine technische Lösung für ein Problem mit der Backup-Funktion „File History“ (Dateiversionsverlauf) veröffentlicht. Das Unternehmen reagiert damit auf Berichte, wonach ein Sicherheitsupdate vom 08.09.2026 dazu führte, dass Datensicherungen auf externen Laufwerken oder Netzwerkpfaden unterbrochen wurden. Betroffen sind vor allem die Windows-11-Versionen 24H2 und 25H2, aber auch ältere Betriebssystem-Iterationen weisen ähnliche Störungen auf.

Fehlermeldungen trotz aktiver Verbindung

Der Fehler wurde durch das Update KB5124008 ausgelöst, welches Anfang September im Rahmen des regulären Patch-Zyklus verteilt wurde. Nutzer stellten fest, dass der Dateiversionsverlauf keine neuen Sicherungen mehr anlegte. Stattdessen gab das System die Fehlermeldung aus, das Laufwerk müsse neu verbunden werden („Reconnect your drive“), obwohl die Hardware ordnungsgemäß angeschlossen und über den Explorer erreichbar war.

Zudem berichteten Anwender über veraltete oder fehlerhafte Zeitstempel bei der Anzeige der letzten Sicherung. In den Ereignisprotokollen der betroffenen Systeme ließen sich laut vorliegenden Informationen Abstürze im Zusammenhang mit der Datei FileHistory.exe und der Bibliothek KERNELBASE.dll nachweisen. Betroffen sind bei Windows 11 insbesondere die Builds 26100.9445 (24H2) und 26200.9445 (25H2).

Ausweitung auf Windows 10 und Enterprise-Versionen

Zunächst konzentrierten sich die Berichte auf die aktuellsten Windows-11-Versionen, doch weitere Untersuchungen deuten auf eine breitere Betroffenheit hin. Demnach können auch Systeme mit Windows 10 (Versionen 22H2 und 21H2) sowie die Enterprise-LTSC-Editionen der Jahre 2016 und 2019 von dem Fehler betroffen sein.

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In diesem Zusammenhang wurden diverse weitere Update-Nummern genannt, darunter KB5124012, KB5122880, KB5122878, KB5122876 und KB5123099. Für Windows Server liegen Microsoft zufolge hingegen keine Erkenntnisse über eine Beeinträchtigung vor.

Ein bereits am 14.09.2026 veröffentlichtes Update mit der Kennnummer KB5129195 konnte die Probleme bei der Datensicherung zunächst nicht beheben.

Optionales Update und Zeitplan für den Fix

Mit dem am 22.09.2026 bereitgestellten optionalen Update KB5124010 liefert Microsoft nun die Korrektur für den Dateiversionsverlauf aus. Nach der Installation dieses Updates erreichen die Systeme die Build-Nummern 26100.9550 beziehungsweise 26200.9550. Neben dem Backup-Fehler adressiert dieses Paket laut Microsoft auch Probleme mit der Kamera und dem System Monitor.

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Microsoft empfiehlt betroffenen Anwendern, nach der Installation und einem anschließenden Neustart manuell zu prüfen, ob ein neues Backup erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Sofern das optionale Update KB5124010 in den Windows-Update-Einstellungen noch nicht zur Verfügung steht, wird die Korrektur voraussichtlich im nächsten regulären Wartungsfenster integriert. Die verpflichtende Verteilung für alle Nutzer ist für den 13.10.2026 geplant, wenn der nächste kumulative Oktober-Patch erscheint.

Trotz der Unannehmlichkeiten durch die Backup-Störungen rät Microsoft davon ab, die vorangegangenen September-Sicherheitsupdates zu deinstallieren. Da diese wichtige Patches gegen Zero-Day-Lücken und andere kritische Sicherheitsrisiken enthalten, würde eine Entfernung das System angreifbar machen. Nutzer, die das optionale Update nicht sofort installieren möchten, müssen bis zur automatischen Fehlerbehebung Mitte Oktober warten.

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