Kartellverfahren, Microsoft

Kartellverfahren gegen Microsoft: Italien prüft Copilot-Bundling

30.06.2026 - 10:40:22 | boerse-global.de

Microsoft erweitert Office um KI-Funktionen, während die italienische Wettbewerbsbehörde Ermittlungen wegen möglicher Marktmachtverstöße einleitet.

Microsoft Office-Upgrade: KI-Integration und Kartellverfahren in Italien
Kartellverfahren - Leuchtendes Microsoft Word-Symbol auf modernem Schreibtisch, umgeben von digitalen Datenströmen, symbolisiert Dokumentenautomatisierung und KI-Integration. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleichzeitig gerät der Konzern wegen seiner Vertriebspraktiken ins Visier der Kartellbehörden.

Automatisierung für Word und mehr Barrierefreiheit

Seit dem 30. Juni 2026 können Word-Nutzer Text in ganzen Dokumenten automatisch durch Hyperlinks ersetzen lassen. Die neue Funktion richtet sich vor allem an Anwender, die regelmäßig mit referenzlastigen Texten arbeiten – etwa in Wissenschaft oder Rechtsabteilungen.

Parallel dazu treibt Microsoft die Barrierefreiheit voran. Das Georgia Gwinnett College hat den Panorama-Add-in für Word und PowerPoint eingeführt. Das Tool erstellt direkt während der Bearbeitung Barrierefreiheitsberichte und alternative Dateiformate. So sollen Dokumente von Anfang an inklusiv gestaltet werden, statt sie nachträglich aufwendig anpassen zu müssen.

Aus für den Microsoft Store – Copilot unter Beschuss

Microsoft stellt die Auslieferung von Office über den Microsoft Store ein. Feature-Updates für Store-Versionen endeten bereits im Oktober 2025, die Sicherheitsupdates folgen im Dezember 2026. Unternehmen sollen auf die Click-to-Run-Installation umsteigen, um weiterhin Sicherheitspatches und Verwaltungsfunktionen zu erhalten.

Gleichzeitig installiert Microsoft die Copilot-App auf kommerziellen Windows-11-Geräten – per Click-to-Run-Update. Der Rollout läuft von Mitte Juni bis Anfang Juli 2026. Die KI-Integration direkt im Betriebssystem sorgt jedoch für Ärger mit den Wettbewerbshütern.

Italien leitet Kartellverfahren ein – Die italienische Wettbewerbsbehörde AGCM hat am 26. Juni 2026 Ermittlungen gegen Microsoft eingeleitet. Vorwurf: unlautere Produktbündelung und fragwürdige Preispraktiken. Ähnliche Untersuchungen laufen in den USA und Großbritannien. Die Behörden prüfen, ob Microsoft durch die Kopplung von Copilot mit Office und Windows seine Marktmacht missbraucht.

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Die italienische Wettbewerbsbehörde prüft, ob Microsoft durch die Kopplung von Copilot mit Office und Windows seine Marktmacht missbraucht. Ähnliche Verfahren laufen in den USA und Großbritannien. Wer jetzt seine Beschaffungsstrategie überprüft, vermeidet rechtliche Risiken und sichert sich Handlungsfreiheit. Der kostenlose Compliance-Report liefert eine konkrete Checkliste und zeigt Alternativen auf. Jetzt Compliance-Report anfordern

Teams und SharePoint: Neue Funktionen in den Startlöchern

Für die kommenden Wochen hat Microsoft mehrere Updates für die Zusammenarbeit angekündigt:

  • Ab 1. Juli 2026: KI-generierte Meeting-Zusammenfassungen ohne vollständiges Transkript
  • Bis August 2026: Planner-Tab für geteilte und private Teams-Kanäle
  • Direkte Verbindung: Meetings lassen sich künftig direkt mit bestehenden Planner-Plänen verknüpfen
  • Überarbeitete Bedienelemente: Neue Freigabe-Panels und vereinfachte Meeting-Steuerung

Bereits im Mai 2026 hatte Microsoft die modernen SharePoint-Webseiten neu gestaltet und Meeting-Notizen für Ad-hoc-Besprechungen eingeführt.

Windows 10 lebt länger – und Backup-Daten sind verwundbar

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Nur 1,4 % aller gesicherten Daten sind tatsächlich manipulationssicher – das zeigt eine aktuelle Acronis-Studie. Trotz unveränderlicher Backups klafft eine Sicherheitslücke. Unser Whitepaper erklärt, wie Sie Ihre Backup-Strategie wirklich manipulationssicher machen – unabhängig von Microsofts Ökosystem. Whitepaper zur Backup-Sicherheit jetzt sichern

Angesichts hoher Hardwarekosten und Kompatibilitätsproblemen verlängert Microsoft den Support für Windows 10. Die erweiterten Sicherheitsupdates (ESU) bleiben bis Oktober 2027 verfügbar. Laut Marktdaten vom Mai 2026 nutzen noch rund 24 Prozent bestimmter Nutzersegmente das ältere Betriebssystem.

Sicherheitslücke bei Backups – Eine Studie des Sicherheitsanbieters Acronis vom 29. Juni 2026 offenbart eklatante Mängel im Datenschutz. Zwar geben 59 Prozent der Organisationen an, unveränderliche Backups zu nutzen. Doch die Analyse ergab: Nur 1,4 Prozent aller gesicherten Daten waren tatsächlich manipulationssicher. Die Studie empfiehlt eine deutlich strengere Strategie, um nachträgliche Änderungen an archivierten Dokumenten zu verhindern.

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