Karies, Anteil

Karies bei Kindern: Anteil bei 12-Jährigen sinkt von 87 auf 18 Prozent

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 05:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zuckerbegrenzung und Fluorid unterstützen die Kariesvorsorge; Laser und Energiesysteme bieten unterschiedliche Ansätze zur Hautstraffung.

Zahngesundheit und Hautstraffung: Ernährung und neue Verfahren
Frisches, gesundes Gemüse und ein Glas Wasser auf einem hölzernen Tisch als Symbol für bewusste Ernährung und Prävention. Illustration mit AI erstellt.

Maßnahmen zur Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden gewinnen über verschiedene Lebensphasen hinweg zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Fachberichte greifen dabei verstärkt zwei zentrale Handlungsfelder auf: den Einfluss des Ernährungsverhaltens auf die Zahngesundheit sowie moderne, nicht-chirurgische Laser- und Energiemethoden zur Hautstraffung. Beide Bereiche verdeutlichen das Zusammenspiel aus präventiven Verhaltensweisen und medizinisch-technologischen Verfahren.

Zahngesundheit: Säuren, Demineralisation und die Rolle der Ernährung

Karies zählt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Die Entstehung basiert auf dem Zusammenspiel von Bakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen, zuckerhaltiger Nahrung und dem Faktor Zeit. Die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten durch die Mikroorganismen führt zur Bildung von Säuren, die den pH-Wert im Mundraum senken und eine Demineralisation der Zahnsubstanz auslösen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur sogenannten Stephan-Kurve, die auf Robert Stephan aus den 1940er-Jahren zurückgeht, zeigen, dass der Mundraum nach dem Verzehr von süßen oder stärkehaltigen Speisen für 20 bis 30 Minuten in einem sauren Milieu verbleibt. Um das Demineralisationsrisiko zu verringern, empfiehlt die WHO, die Aufnahme von freiem Zucker auf unter 10 Prozent, idealerweise auf unter 5 Prozent der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen.

Eine Remineralisation der Zähne erfolgt auf natürlichem Weg durch den Speichel, der Kalzium und Phosphat bereitstellt. Fluorid unterstützt diesen Prozess maßgeblich. Eine Cochrane-Übersicht bestätigt die vorbeugende Wirkung fluoridhaltiger Zahnpasta gegen Karies.

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Die Wirksamkeit systematischer Prophylaxe spiegelt sich auch in langfristigen Erhebungen wider: Laut einem Bericht im Bundesgesundheitsblatt sank der Kariesanteil bei 12-Jährigen in Deutschland über einen Zeitraum von 25 Jahren von über 87 Prozent auf knapp 18 Prozent.

Zugleich weisen Fachberichte darauf hin, dass alternative Ernährungsansätze fundierte Maßnahmen nicht ersetzen können. Der Phytinsäure-Effekt reicht bei einer ausgewogenen Ernährung nicht aus, um Karies eigenständig abzuwenden. Ebenso wird die aus dem Jahr 1939 stammende Theorie von Dr. Weston Price durch die moderne Zahnmedizin nicht bestätigt.

Nicht-invasive Verfahren zur Hautstraffung

Parallel zur Gesunderhaltung des Mundraums verzeichnen dermatologische Methoden zur Faltenbehandlung und Gewebestraffung kontinuierliches Interesse. Die Laser-Faltenbehandlung setzt an der gezielten Erwärmung der Haut an, um die körpereigene Kollagenproduktion zu stimulieren.

Ablative CO?-Laser gelten dabei als stärkste Option, erfordern meist eine Sitzung und sind mit einer Erholungszeit von 1 bis 2 Wochen verbunden. Erbium-Laser stellen eine schonendere Alternative dar.

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Nicht-ablative sowie fraktionierte Systeme setzen auf eine minimalinvasive Regeneration; hierbei sind in der Regel 3 bis 6 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen sowie 1 bis 2 Auffrischungen pro Jahr vorgesehen.

Als geeignete Kandidaten gelten Personen mit feinen Linien und gesunder Haut, die nicht schwanger sind und innerhalb der vorangegangenen 6 Monate kein Isotretinoin eingenommen haben. Behandlungen werden häufig mit Fillern, Botox oder sogenannten Skin-Boostern kombiniert. Kliniken in Istanbul bieten derartige Eingriffe mit internationalen Zertifizierungen deutlich günstiger an als Anbieter im Vereinigten Königreich oder Westeuropa.

Neben etablierten Lasersystemen werden auch neue Technologien auf den Markt gebracht. So stellte Photonence in Mumbai die nicht-invasive Behandlung Volformer vor. Das System des südkoreanischen Herstellers Classys kombiniert monopolare Radiofrequenz (Volnewmer) mit hochfokussiertem Ultraschall (Ultraformer).

Die Kosten bei dem indischen Anbieter liegen bei rund 2,5 Lakh Rupien. Fachkreise verweisen jedoch darauf, dass peer-reviewte Vergleichsdaten zur sequenziellen Anwendung beider Verfahren noch fehlen und die CE-Kennzeichnung sowie eine entsprechende Medizinproduktklassifizierung wesentliche Prüfkriterien für den sicheren Einsatz bleiben.

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