Kaltplasmatherapie: G-BA startet große Erprobungsstudie
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 04:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) treibt die wissenschaftliche Erprobung der Kaltplasmatherapie voran. Parallel dazu starten spezialisierte Unternehmen klinische Prüfungen für neue Medizinprodukte zur Behandlung schwer heilender Wunden.
G-BA startet großangelegte Studie zu Kaltplasma
Der G-BA hat den baldigen Beginn einer Erprobungsstudie zur Kaltplasmatherapie bei chronischen Wunden angekündigt. Bislang fehlt die ausreichende Evidenz für eine Aufnahme in die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen. Die geplante Studie soll die nötigen Daten liefern.
Zwei weitere Erprobungsstudien hat das Gremium bereits in Auftrag gegeben. Sie befassen sich mit der Versorgung chronischer Wunden und der Behandlung von Herzinfarkten. Im Fokus der Kardiologie steht dabei die CRP-Apherese.
Klinische Prüfung für diabetisches Fußulkus
Die Cutempa Medical AG startet die CURE1-DFU-Studie mit ihrem Medizinprodukt Curi01. Das Gerät der Klasse IIb ist speziell für die Behandlung des diabetischen Fußulkus entwickelt worden.
Die Studie ist auf 280 Patienten ausgelegt und läuft in etwa 20 spezialisierten Zentren. Als primärer Endpunkt gilt der vollständige Wundverschluss bis zum 84. Tag. Die Leitung übernimmt Dr. Maria Roxana Olareanu vom Diabetes Zentrum Bad Mergentheim. Der offizielle Start ist für diese Woche terminiert.
Der G-BA startet eine große Erprobungsstudie zur Kaltplasmatherapie bei chronischen Wunden. Für Betroffene, deren Wunden trotz Standardtherapie nicht heilen, könnte das eine neue Hoffnung sein. Unser kostenloser Leitfaden erklärt, wie die Behandlung funktioniert, wer infrage kommt und was die aktuelle Studienlage sagt. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Musiktherapie und Kompressionsstrümpfe im Fokus
Neben technischen Innovationen rücken auch unterstützende Maßnahmen in den Vordergrund. Die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft weist auf signifikante Effekte bei Schmerzen und Verspannungen hin. Aktives Singen oder geführte Gedankenreisen können den emotionalen Umgang mit Schmerzzuständen verbessern.
Auch Kompressionsstrümpfe verzeichnen gestiegenes Interesse – nicht zuletzt durch Reiseaktivitäten in den Sommerferien. Moderne Modelle nutzen atmungsaktive Materialien wie die Clima-Comfort-Technologie. Bei ärztlicher Verordnung übernehmen die Krankenkassen die Kosten.
Zukünftige Forschungsansätze untersuchen zudem die CO?-Inhalation. Erste Erkenntnisse deuten auf eine Aktivierung des glymphatischen Systems hin – ähnlich wie in Tiefschlafphasen.
Digitales Tool für Rheuma-Diagnostik
Chronische Wunden belasten oft über Monate oder Jahre. Die Kaltplasmatherapie wird nun vom G-BA in einer großen Studie geprüft. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Leitfaden, ob diese neue Behandlungsoption auch für Sie infrage kommt – mit praktischer Checkliste und aktuellen Studienergebnissen. Leitfaden zur Kaltplasma-Therapie jetzt sichern
Das Online-Tool „Rheumatic?“ hilft bei der frühzeitigen Einordnung rheumatischer Symptome. Es entstand im Rahmen der EU-Initiative SPIDeRR unter Federführung der Universitätsklinik Erlangen.
Ein Team um PD Dr. Harriet Morf sucht derzeit Teilnehmer für eine begleitende Studie. Ziel ist es, die Treffsicherheit des digitalen Instruments zu validieren und die Diagnostik durch niederschwellige Angebote zu beschleunigen.
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