KakaoTalk, ChatGPT

KakaoTalk: ChatGPT kommt direkt in Messengern mit Bildgenerierung

16.06.2026 - 12:56:50 | boerse-global.de

Kakao integriert ChatGPT nahtlos in KakaoTalk. Nutzer aktivieren den KI-Assistenten per @-Erwähnung für Text- und Bildgenerierung in Echtzeit.

KakaoTalk integriert ChatGPT: KI-Assistent direkt im Chat
KakaoTalk - A smartphone showing the KakaoTalk chat interface with an AI chatbot icon, connected to a blurred Seoul skyline. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der südkoreanische Technologiekonzern Kakao bringt ChatGPT erstmals direkt in die Chaträume seiner Messaging-Plattform KakaoTalk. Nutzer können den KI-Assistenten ab sofort mit der Erwähnung „@ChatGPT" in Einzel- und Gruppenchats aktivieren und erhalten dort in Echtzeit Antworten auf ihre Fragen.

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Vom Standalone-Dienst zur tiefen Integration

Die neue Funktion geht weit über frühere Angebote hinaus. Während Kakao bereits seit Oktober 2025 einen separaten „ChatGPT für Kakao"-Dienst anbot, ist der Chatbot nun nahtlos in die bestehende Chat-Oberfläche eingebettet. Neben Textantworten generiert die KI auch Bilder auf Basis von Nutzerbeschreibungen – und das direkt im laufenden Gespräch.

Die Integration basiert auf einer strategischen Partnerschaft mit OpenAI, die das Unternehmen im Februar 2025 geschlossen hatte. Der Vorgängerdienst verzeichnete bis Mai 2026 bereits über 11 Millionen Abonnenten. Kein Wunder also, dass Kakao nun den nächsten Schritt geht.

Kakaos Strategie: KI als Lebensbegleiter

CEO Chung Shin-a verfolgt mit dem Update eine klare Vision: KakaoTalk soll sich vom reinen Messenger zu einer umfassenden „Life Platform" entwickeln. Das Unternehmen setzt dabei auf eine sogenannte Modell-Orchestrierung – eine Kombination aus eigenen KI-Modellen und externen Systemen wie denen von OpenAI.

Das wirtschaftliche Ziel ist ambitioniert: Die neuen KI-Funktionen sollen die tägliche Nutzungsdauer auf der Plattform um bis zu 20 Prozent steigern. Für einen Dienst, der in Südkorea bereits nahezu allgegenwärtig ist, wäre das ein beachtlicher Sprung.

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Interne Spannungen überschatten den Launch

Die technische Neuerung fällt jedoch in eine schwierige Phase für das Unternehmen. Kakao erlebt derzeit den ersten Streik seiner Unternehmensgeschichte. Die Gewerkschaft protestiert gegen die Bonuszahlungen und aktienbasierte Vergütungspolitik des Konzerns.

Erst Ende Mai entschuldigte sich CEO Chung Shin-a öffentlich für die internen Unruhen. Doch die Lage bleibt angespannt: Für den 29. Juni ist ein weiterer Streik angekündigt. Ob die KI-Offensive die Belegschaft besänftigen kann, darf bezweifelt werden.

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