Kaffee-Studie: 47 Prozent weniger Leberkrebs bei regelmäßigem Konsum
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 19:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Deutsche trinken im Schnitt 163 Liter Kaffee pro Jahr – etwa vier Tassen täglich. Aktuelle Studien liefern jetzt neue Erkenntnisse: Kaffee kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Entscheidend ist aber die Zubereitungsart.
Fünf Tassen gelten als sicher
Die American Heart Association (AHA) veröffentlichte am 20. Juli 2026 neue Richtlinien. Bis zu fünf Tassen Kaffee pro Tag – rund 400 Milligramm Koffein – sind für die meisten Erwachsenen unbedenklich. Die Menge senkt sogar das Risiko für Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheiten und Schlaganfälle.
Auch Vorhofflimmern und Typ-2-Diabetes traten in den Analysen seltener auf. Verantwortlich sind offenbar bioaktive Substanzen mit antioxidativer Wirkung. Ganz anders sieht es bei Energydrinks aus: Sie enthalten oft die drei- bis vierfache Koffeinmenge und treiben den Blutdruck in die Höhe.
Filterkaffee schont die Cholesterinwerte
Die Zubereitung macht den Unterschied. Gefilterter Kaffee beeinflusst den LDL-Cholesterinspiegel nicht negativ. Anders French Press, türkischer Kaffee oder Espresso – sie enthalten Cafestol, das die LDL-Werte erhöhen kann.
Eine Studie der UK Biobank mit fast 50.000 Teilnehmern untersuchte die biologische Alterung. Mehr als drei Tassen Filterkaffee täglich waren mit einem niedrigeren biologischen Alter verbunden. Bei Instantkaffee zeigte sich eine leichte Beschleunigung um ein bis zwei Monate – ein kausaler Zusammenhang ist jedoch nicht belegt.
Wer regelmäßig Kaffee trinkt, kann sein Leberkrebsrisiko um 47 Prozent senken – das belegt eine aktuelle Metaanalyse. Entscheidend sind die richtige Tassenanzahl und Zubereitung. Dieser kostenlose Report verrät Ihnen, wie Sie den optimalen Schutz nutzen. Jetzt Report anfordern
Schutz vor Krebs und Diabetes
Die Vorteile gehen über das Herz hinaus. Eine Metaanalyse von 31 Kohortenstudien vom Juni 2026 zeigt: Regelmäßiger Konsum von koffeinhaltigem Kaffee senkt das Brustkrebsrisiko signifikant – besonders bei postmenopausalen Frauen. Bei entkoffeiniertem Kaffee blieb der Effekt aus.
Weitere Berichte vom Juli 2026 belegen: Moderater Kaffeekonsum mindert das Risiko für Leberkrebs um 47 Prozent und für Leberzirrhose um 32 Prozent. Auch neurologisch gibt es positive Signale: Ein bis zwei Tassen täglich senken das Alzheimer-Risiko, zwei bis drei Tassen das Risiko für ischämische Schlaganfälle.
Individuelle Verträglichkeit zählt
Nicht nur Leberkrebs: Auch das Risiko für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt bei moderatem Kaffeekonsum. Doch Vorsicht: Ungefilterter Kaffee kann Ihren Cholesterinspiegel erhöhen. Erfahren Sie im Report, welche Zubereitungsart die gesündeste ist. Gesünder genießen – Report sichern
Trotz aller Vorteile warnen Fachleute vor pauschalen Empfehlungen. Die individuelle Koffeinverträglichkeit variiert stark. Während zwei bis drei Tassen meist unproblematisch sind, kann eine sehr hohe Aufnahme das sympathische Nervensystem überreizen.
Spannend: Für die Senkung des Typ-2-Diabetes-Risikos sind sogar vier bis fünf Tassen täglich förderlich. Und das gilt sowohl für koffeinhaltigen als auch für entkoffeinierten Kaffee. Die Kaffeebohne hat also mehr zu bieten als nur Koffein.
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