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Kaffee: Fünf Tassen täglich senken Leberkrebsrisiko um 47%

Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 22:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Analyse der UK Biobank zeigt: Fünf Tassen Kaffee pro Tag reduzieren das Leberkrebsrisiko um 47 Prozent. Auch entkoffeinierter Kaffee wirkt schützend.

Kaffeestudie: Fünf Tassen täglich senken Leberkrebsrisiko deutlich
Eine Tasse schwarzer Filterkaffee neben frischen Lebensmitteln wie Beeren und Nüssen auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Mehr als fünf Tassen Kaffee täglich senken das Leberkrebsrisiko um 47 Prozent. Das zeigt eine Analyse der UK Biobank mit über 355.000 Teilnehmern. Die Studie begleitete die Probanden über 13 Jahre – und liefert gleich mehrere überraschende Erkenntnisse.

Kaffee: Mehr als nur Wachmacher

Die schützende Wirkung von Kaffee scheint unabhängig vom Koffein zu sein. Auch entkoffeinierter Kaffee zeigte ähnliche Effekte. Verantwortlich dafür sind wohl Polyphenole und Chlorogensäuren. Das Risiko für Leberzirrhose sank um 32 Prozent.

Doch Kaffee beeinflusst auch das biologische Alter. Eine Analyse von fast 50.000 Teilnehmern ergab: Wer mehr als drei Tassen Filterkaffee täglich trinkt, ist biologisch im Schnitt 1,1 Jahre jünger. Instantkaffee hingegen zeigte eine leichte Beschleunigung der Alterungsmarker.

Eine Harvard-Langzeitstudie über 30 Jahre bestätigt den Trend: Bei Frauen steigt die Wahrscheinlichkeit für gesundes Altern pro Tasse Kaffee um etwa fünf Prozent. Gesundes Altern bedeutet hier: das 70. Lebensjahr ohne schwere chronische Erkrankungen erreichen.

Ernährung als Entzündungsbremse

Ultra-verarbeitete Lebensmittel erhöhen das Herz-Kreislauf-Risiko um bis zu 19 Prozent. Das belegen aktuelle Forschungsergebnisse. Die mediterrane Ernährung wirkt dagegen: Eine schwedische Langzeitstudie mit über 1.800 Teilnehmern zeigt eine Senkung des Demenzrisikos um 29 Prozent.

Besonders Hülsenfrüchte und Soja spielen eine Rolle. Bei ehemaligen Rauchern reduzierten sie Entzündungsmarker um 7,4 Prozent. Ernährungsmediziner setzen daher auf Omega-3-Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und den Verzicht auf Zucker.

Viszerales Fett gilt als besonders problematisch. Pro 100 Gramm Fettgewebe steigt das phänotypische Alter bei Frauen um 0,32 Jahre. Das Fett ist metabolisch aktiv und fördert die Alterungsbeschleunigung.

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Die UK-Biobank-Studie belegt: Fünf Tassen Kaffee täglich senken das Leberkrebsrisiko um 47 Prozent – und auch entkoffeinierter Kaffee wirkt. In diesem Report erfahren Sie, wie Sie das 5-Tassen-Ritual in Ihren Alltag integrieren und zusätzlich von Polyphenolen profitieren. Kostenlosen Report jetzt anfordern

Der Stoffwechsel-Mythos

Der Stoffwechsel fällt mit dem Alter nicht zwangsläufig ab. Eine Studie im Fachmagazin Science zeigt: Zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr bleibt der Energiestoffwechsel weitgehend stabil. Die Unterschiede im Ruheumsatz lassen sich zu 60 bis 80 Prozent durch die Muskelmasse erklären.

Effektive Hebel sind Alltagsbewegung und Muskelaufbau. Ein Kilogramm zusätzliche Muskelmasse steigert den Ruheumsatz um 13 bis 20 kcal pro Tag. Mehr Bewegung im Alltag kann sogar Differenzen von bis zu 2.000 kcal täglich bewirken.

Schlafmangel ist ein kritischer Faktor. Reduziert man die Bettzeit auf vier Stunden, sinkt das Sättigungshormon Leptin um 18 Prozent. Gleichzeitig steigt das Hungerhormon Ghrelin um 28 Prozent.

Neue Medikamente: Was kommt auf den Markt?

Im September 2026 startet der Verkauf einer oralen Semaglutid-Tablette zur Adipositas-Behandlung in Deutschland. Die OASIS-4-Studie verspricht einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 16,6 Prozent.

Ein europäischer Konsens aus dem Jahr 2026 fordert jedoch: Inkretin-Therapien dürfen nicht allein auf Gewichtsverlust reduziert werden. Sie müssen in ein multimodales Konzept aus Ernährungsberatung und Muskelerhalt eingebettet werden.

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Kaffee kann auch Ihr biologisches Alter positiv beeinflussen: Wer mehr als drei Tassen Filterkaffee täglich trinkt, ist im Schnitt 1,1 Jahre jünger. Doch Instantkaffee zeigte leichte Beschleunigung. Erfahren Sie, welche Kaffeesorte die beste ist und wie Sie mit einfachen Alltagsbewegungen Ihre Zellen jung halten. Anti-Aging-Tipps jetzt sichern

International gibt es weitere Entwicklungen: Sandoz erhielt die Zulassung für ein Semaglutid-Nachahmerprodukt in Brasilien. Die Markteinführung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Ein Expertengremium veröffentlichte zudem Empfehlungen für die Off-label-Anwendung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten bei Typ-1-Diabetes.

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat ihre Initiative „Klug entscheiden“ erweitert. Neue Empfehlungen umfassen die frühzeitige Identifikation von Mangelernährung bei Tumorerkrankungen und die Verankerung von Bewegung als festem Therapiebestandteil bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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